Mountainbike

Tokio schon näher gekommen

Die Uetikerin Sina Frei durfte sich letzte Woche mit der Strecke der Olympischen Spiele 2020 vertraut machen. Die Uetikerin sammelte in der japanischen Hauptstadt viele positive Eindrücke.

Auf dem Sprung an die olympischen Spiele: Sina Frei kommt im Testrennen in Tokio bestens mit der Strecke zurecht.

Auf dem Sprung an die olympischen Spiele: Sina Frei kommt im Testrennen in Tokio bestens mit der Strecke zurecht. Bild: PD/Ego-Promotion/Swiss Cycling

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Als Zweite fuhr sie hinter Teamkollegin Jolanda Neff beim Testrennen ins Ziel. Silber brächte ihr dieses Resultat nächsten Sommer an den Olympischen Spielen ein. «Mein zweiter Rang ist aber mit Vorsicht zu bewerten», stellt Sina Frei klar. Alle weltbesten Fahrerinnen waren zwar vergangenen Sonntag am Wettkampf in Tokio an den Start gegangen. «Doch auch bei ihnen standen die Trainingstage und das Kennenlernen der Strecke und des Landes im Vordergrund. Trotzdem gibt es mir ein gutes Gefühl die Saison auf dem Podest zu beenden», ergänzt die Uetikerin.

Frei hat ein gutes Gefühl für den neu gebauten Olympia-Kurs bekommen. «Er ist mit vielen technischen Passagen sehr anspruchsvoll, aber auch schnell», sagt die amtierende U-23-Welt- und Europameisterin. Ihr liegt die Strecke, die «mit Sprüngen, Steinen und natürlichen Passagen» alle Elemente für ein packendes Cross-Country-Rennen aufweist. Nur der Wind bereitete den Athletinnen etwas Mühe. «An Olympia wird aber die Hitze die grösste Herausforderung sein», ist Frei überzeugt.

Fünf buhlen um drei Tickets

Neben ihr und Neff klassierten sich mit Linda Indergand und Alessandra Keller in Tokio vier Schweizerinnen in den Top 6. «Doch Swiss Cycling hat für die Frauen nur drei Startplätze bei den Olympischen Spielen 2020.» Frei muss sich ihren noch erkämpfen. Ein Top-10-Ergebnis im Weltcup ist das Hauptkriterium des nationalen Verbands. Dieses hat Frei bereits in der abgelaufenen Saison erfüllt. Die Fahrerin des Ghost-Factory-Teams verpasste in drei Weltcup-Rennen (im französischen Les Gets, im tschechischen Nove Mesto und in Lenzerheide) das Podest jeweils nur um einen Rang und wurde Siebte der Gesamtwertung. «Ich habe eine gute erste Elite-Saison hinter mir», blickt die 22-Jährige zufrieden zurück.

Die Uetikerin entdeckt Tokio. Bild: PD.

Im Ranking des internationalen Radverbands UCI steht Freis Name auf Position 6, sie ist hinter Neff (2.) derzeit die zweitbeste Schweizerin. Erst an 22. Stelle – und mit grossem Punkterückstand – folgt Ramona Forchini. «Sie ist allerdings auch nicht zu unterschätzen», urteilt Frei über die teaminterne Konkurrentin.

Aussicht auf den Mont Fuji

Ein Olympia-Ticket ist das grosse Ziel der Uetikerin. Sie setze sich aber deshalb nicht zu sehr unter Druck. «Es ist bei den Rennen im Hinterkopf.» In der japanischen Hauptstadt fand sie nicht nur Gefallen an der Strecke. «Die Freundlichkeit der Leute» beeindruckte Frei. «Als ich am Flughafen mit meinem Gepäckwagen über einen Fussgängerstreifen ging und ein Koffer herunter fiel, stieg eine Frau aus ihrem Auto und half mir beim Aufladen», schildert sie ein prägendes Erlebnis. Eindrücklich seien auch die vielen Leute in Tokio. «Da ist es anders, über einen Fussgängerstreifen zu laufen als in Zürich», sagt die Mountainbikerin lachend.

Angetan ist sie auch von der japanischen Küche: «Reis habe ich sehr gern und Suhsi mag ich ebenfalls.» Besonders sei auch die Aussicht auf den Mont Fuji, quasi das japanische Matterhorn. «Bei einem Sprung auf der Olympia-Strecke haben die Zuschauer einen herrlichen Blick darauf.» Frei setzt nun alles daran, dass es nächsten Sommer dort ein schönes Bild von ihr gibt. Tokio ist sie nun jedenfalls schon etwas näher gekommen – umso mehr will sie wieder in die Metropole, nächstes Mal aber als Olympia-Athletin.

Erstellt: 11.10.2019, 15:22 Uhr

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