Rudern

Thalwilerin peilt WM-Medaille an

Mit dem deutschen Leichtgewichts-Doppelvierer strebt die Thalwilerin Ladina Meier an der WM in Bulgarien eine Medaille an.

Freut sich auf ihr WM-Debüt: Die Thalwilerin Ladina Meier.

Freut sich auf ihr WM-Debüt: Die Thalwilerin Ladina Meier. Bild: Detlev Seyb

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Im olympischen Leichtgewichts-Doppelzweier des Deutschen Ruderverbands hat Ladina Meier keinen Platz gefunden. In jedem der drei Weltcups waren unterschiedliche Teamzusammensetzungen getestet worden. In Belgrad ruderte die Thalwilerin im Skiff auf Platz 3, im ­öster­reichischen Linz wurde sie mit Leonie Pless Zwölfte und auf dem Rotsee in Luzern im Vierer Dritte.

Aus jenem Quartett sitzt an der WM ein Trio erneut zusammen im Boot. Neben Meier sind dies Caroline Meyer und Fini Sturm. Einzig die Schlagfrau wurde ausgetauscht. Anja Noske ersetzt Kathrin Thoma, die sich im Leichtgewichts-Doppelzweier mit Pless versuchen darf. «Die Trainer haben nach den bisherigen Resultaten so entschieden», sagt Ladina Meier. Sich darüber Gedanken zu machen, sei nur unnötig verschwendete Energie. Die 27-Jährige freut sich primär, erstmals überhaupt an einer WM dabei zu sein. «Das Grösste, was ich bisher erlebt habe, war die Universiade. Das ist zwar nach Olympia der zweitgrösste Sportevent, aber der Stellenwert einer WM ist schon grösser.»

Nur sieben Boote

Aus Kostengründen absolvierten die Deutschen die WM-Vorbereitung zu Hause. Je ein einwöchiges Trainingslager in Frankfurt, wo Meier dem Club Germania 1869 angehört, und in Hannover mussten genügen. «Wir hatten immer noch mehr Zeit zusammen als vor dem Weltcup auf dem Rotsee», relativiert Meier, die seit Mittwoch in Bulgarien weilt. Und weil sie alle sehr ehrgeizig seien, hätten sie von Einheit zu Einheit in der Abstimmung extrem grosse Fortschritte erzielt.

Das Ziel des deutschen Quartetts für die am Montag mit den Vorläufen beginnende WM ist denn auch eine Medaille. Laut Meier liegt zwischen Platz 1 und 5 alles drin. Für die Titelkämpfe in Plovdiv sind lediglich sieben Boote gemeldet. «Mit China, Dänemark, U-23-Weltmeister Italien und den Britinnen, die wir auf dem Rotsee nur knapp schlugen, ist das kleine Feld aber hochkarätig», lautet die Einschätzung der 27-Jährigen.

Routinierte Teamkolleginnen

Die geringe Teilnehmerzahl führt dazu, dass sich die Sieger der beiden Vorläufe direkt für den Final vom Freitag qualifizieren. Die restlichen fünf Boote müssen in den Hoffnungslauf, wo eines auf der Strecke bleiben wird. Taktisch lässt dies verschiedene Möglichkeiten offen. Welche Trainer Martin Strohmenger wählt, erfährt Meier erst noch.

Nervös ist die Thalwilerin vor ihrem WM-Debüt nicht. «Wir sind gut in Form, wie ein Testwettkampf gezeigt hat.» Zudem habe sie mit Noske (2012) und Sturm (2016) zwei erfahrene Olympiateilnehmerinnen im Boot. Und Meyer, die Vierte im Bunde, kennt den WM-Ort Plovdiv von der letztjährigen U-23-WM. Ladina Meier ist deshalb optimistisch: «Für mich ist nicht viel unklar.» (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 07.09.2018, 09:07 Uhr

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