Tischtennis

Rapperswil-Jona liebäugelt mit der NLA

Nach vier Saisons in der Nationalliga B peilt Rapperswil-Jona den Sprung in die höchste Spielklasse an – verstärkt mit einer neuen Nummer eins.

Der Ex-Klotener Denis Bernhard soll mithelfen, Rapperswil-Jona in die höchste Liga zu bringen.

Der Ex-Klotener Denis Bernhard soll mithelfen, Rapperswil-Jona in die höchste Liga zu bringen. Bild: zvg/Rosi Hohl

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«Vor der Saison war ich nie sicher, ob wir die Liga ohne Probleme halten können», sagt Petr Blazek. «Aber nach vier, fünf Spielen war klar, dass wir nicht mehr absteigen können.» So war es in allen vier Saisons, seit die Rapperswil-Joner 2014 in die Nationalliga B aufgestiegen sind. «Natürlich will ich immer gewinnen», sagt Blazek. Aber in der zweiten Hälfte der Meisterschaft ging es für ihn und seine Teamkollegen stets um nichts mehr.

Das ändert sich nun. An der GV fragten die Verantwortlichen die Mitglieder des Vereins, ob versucht werden darf, mit der ersten Mannschaft in die NLA aufzusteigen. Mit «wenigen Gegenstimmen» sei dem zugestimmt worden, erzählt Marc Schwitter, Vizepräsident und Initiator des 2012 lancierten Projekts Vamos 2020. In dessen Rahmen wurden diverse Massnahmen zur Förderung von Tischtennis am Obersee angegangen – auch die Verstärkung des Fanionteams, das vor sechs Jahren noch in der NLC antrat.

Ziel NLA als Motivation

Den nächsten Schritt nach oben möglich machen soll ein zusätzlicher Spitzenspieler: Denis Bernhard. Der 23-Jährige, A19-klassiert, wechselt von Kloten nach Rapperswil-Jona, da sein Stammverein nach dem Abstieg aus der NLA kein Team in zweithöchster Spielklasse stellen kann. «Wir haben keine Spieler gefunden, die bereit gewesen wären, in der NLB zu spielen», erklärt Bernhard, der im letzten Winter im Oberhaus 13 Siege bei 22 Niederlagen erzielte.

Denis Bernhard wird in der NLB nicht viele Matches verlieren. Das gilt auch für die slowenische Nationalspielerin Alex Galic, die vergangene Saison 14:4 Siege erzielte und die auch künftig für Rapperswil-Jona an der Platte stehen wird. Petr Blazek ist ebenfalls bereit, das Projekt mitzumachen. «Weil es für den Verein einfach sehr wichtig ist», wie er erklärt. Er wird deshalb den Schläger in der Zwischensaison nicht beiseite legen wie in den Vorjahren.

Mehr Zeit für Tischtennis habe er nicht, sagt Blazek, «aber im Sommer werde ich mehr machen», erklärt er. «Das Projekt ist eine Motivation.» Ob der Mannschaft aus Rapperswil-Jona im Frühjahr der Sprung in die Nationalliga A gelingt, hängt aber auch davon ab, wie die Konkurrenz plant. So liebäugelt Neuhausen ebenfalls mit dem Aufstieg und hat den 46-jährigen Dimitrij Mazunov, die einstige Nummer 50 der Welt, verpflichtet, wie Blazek weiss.

Kein erzwungener Aufstieg

«Wir wollen aber nicht auf Biegen und Brechen aufsteigen», betont Marc Schwitter. Sonst hätte es für Alex Galic keinen Platz mehr gehabt im TTCRJ. Denn die Nummer 130 der Frauen-Weltrangliste startet auch an internationalen Turnieren und tritt in der schwedischen Liga an; sie wird deshalb nicht alle Partien der Nationalliga-B-Meisterschaft bestreiten können. «Wenn wir unbedingt aufsteigen wollten, dann müssten wir jemanden suchen, der immer spielt», erklärt Schwitter. «Wir wollen aber mit Petr und Alex in die Nationalliga A.» Und wenn nicht am Ende der nächsten Saison, dann eben 2020. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 09.05.2018, 11:35 Uhr

Ein Trainer für alle

Die angedachten Veränderungen beträfen nicht nur die erste Mannschaft, sondern es handle sich um ein Paket an Ideen, sagt TTCRJ-Vizepräsident Marc Schwitter. Zwar hat der Verein mit Zsolt Hollo einen Trainer verpflichtet, der die Spitzenspieler beübt. Der Ungar wird aber auch Einheiten im Breitensport anbieten. «Ich werde 25 Wochen am Donnerstag, Freitag und Samstag in der Halle sein», erklärt Hollo, der in Deutschland eine Tischtennisschule führt. «Ich habe selten einen so engagierten Verein gesehen», freut er sich auf die neue Aufgabe. Der frühere Profispieler, zuletzt für Zürich-Affoltern in der NLB mit einer ausgeglichenen Bilanz, wird nicht nur Trainer sein; er wird auch in der zweiten Equipe in der 1. Liga mitspielen, damit dieser der Aufstieg in die NLC gelingt. Dort können die Nachwuchsspieler an höhere Aufgaben herangeführt werden.

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