Unihockey

Pfannenstiel misslingt Start ins Jahr

Pfannenstiel Egg hat das 1.-Liga-Derby gegen Zürisee 0:2 verloren. Wegen offensiver Schwächen blieb das Heimteam erstmals seit vielen Jahren ohne Tor in der Kirchwies.

Kein Durchkommen für Florian Nideröst (Nummer 25) und Pfannenstiel gegen André Hostettler und die Gäste vom Zürisee.

Kein Durchkommen für Florian Nideröst (Nummer 25) und Pfannenstiel gegen André Hostettler und die Gäste vom Zürisee. Bild: Patrick Gutenberg

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Gastgeber Pfannenstiel war gewillt, im neuen Jahr an die jüngsten Siege gegen Glattal und Laupen anzuknüpfen. Alles schien bereit dafür: Das Kader nahezu komplett, die Halle war mit Fans gut gefüllt, und es wartete gleich ein Derby zum Auftakt. Der Start verlief dann jedoch für beide Teams eher zäh, die Glanzpunkte blieben rar gesät. Und kam eine Mannschaft mal in die gefährliche Zone, missglückte entweder der Abschluss, oder der Ball fand den Weg Richtung Tor erst gar nicht. So war es in den ersten 20 Minuten für die beiden Torhüter nicht allzu schwer, ihren Kasten sauber zu halten.

Der erste Treffer fiel dann nur 13 Sekunden nach Wiederanpfiff. Beim gewonnenen Bully brach Pfannenstiel-Captain Thiemo Scharfenberger der Stock, was Unruhe brachte. Statt den Ball sauber zu klären, spielten die Gastgeber ihn Zürisees Patrick Krienbühl direkt auf die Schaufel. Der wiederum brachte den Ball zur Mitte und fand dort Michael Kohli, der den Ball zum 1:0 für die Gäste unterbrachte.

Lange Strafe in Schlussphase

Pfannenstiel versuchte in der Folge zu reagieren, doch es wollte nicht viel zusammenpassen an diesem Tag. Zuerst traf Marco Carigiet in der 22. Minute nur die Latte, anschliessend scheiterte zweimal Florian Hafner aus bester Abschlussposition an Zürisee-Hüter Yon Eliot Beck. In der 34. Minute bündelte der UHC Pfannenstiel seine Kräfte auf zwei Linien und versuchte so noch mehr Druck zu erzeugen. Doch bis zur zweiten Pause resultierte ausser einer weiteren Grosschance Hafners nichts Zählbares.

Im Schlussabschnitt agierten die Gastgeber zu ideenlos, um die konsequent verteidigende Zürisee-Equipe entscheidend unter Druck zu setzen. Offensiv brachten die Gäste zwar auch nicht sehr viel Zwingendes zustande, und konnten selbst im zweiten Powerplay in der 47. Minute kein weiteres Tor erzielen. Dennoch durften die Seebuben in der 50. Minute zum zweiten Mal jubeln. Nach einem Pfanni-Befreiungsschlag, wechselten bereits zwei einheimische Spieler, der Ball wurde jedoch an der Mittellinie von Lukas Meuli abgefangen, der diagonal zu Fabian Jucker spielte. Der Zürisee-Stürmer nutzte den Freiraum und brachte den Ball zur Mitte, wo ihn Marc Fischer ins Tor spedierte.

In der Folge leistete sich Pfannenstiels Verteidiger Roman Weber noch ein Reklamieren und eine Unsportlichkeit, was eigentlich zwei 10-Minuten-Strafen zur Folge gehabt hätte, reglementarisch aber mit einer Matchstrafe bestraft wird. So musste das Heimteam während sieben Minuten in Unterzahl das Glück versuchen, was die Chancen auf Punkte auf ein Minimum reduzierte. Die Gastgeber zeigten zwar ein äusserst engagiertes Boxplay und kamen ihrerseits noch zu guten Abschlussmöglichkeiten. Doch auch in der verbleibenden Zeit nach einem Time-out und der Herausnahme des Goalies wollte ihnen kein Treffer mehr gelingen.

Zürisee fasst neuen Mut

«Kein Tor in der eigenen Halle zu schiessen, ist bitter», kommentierte Pfannenstiel-Goalie Renato Studer hernach ernüchtert, «wir müssen in den nächsten Spielen unbedingt wieder den Zug aufs Tor finden.» Stürmer Marco Carigiet fügte an: «Wegen mangelnder Effizienz und Disziplin sind wir gegen ein solides Zürisee gescheitert. So verdienen wir halt keine Punkte.»

Aufseiten des Gegners fiel das Fazit selbstredend deutlich positiver aus. «Das hat Spass gemacht, wir haben heute eine sehr gute Teamleistung gezeigt und auf die Derbyniederlage im Hinspiel reagiert», kommentierte Zürisees überzeugender Verteidiger Thomas Hodgskin: «Das heutige Resultat wird uns als Team und auch mir persönlich Selbstvertrauen für alle anstehenden Ereignisse geben.» Doch bei aller Freude: Die Playoff-Qualifikation ist für die Gäste angesichts der zehn Punkte Rückstand in den letzten vier Runden kaum mehr zu schaffen.

Erstellt: 05.01.2020, 22:38 Uhr

Telegramm

Pfannenstiel Egg - Zürisee 0:2
(0:0, 0:1, 0:1). – Kirchwies, Egg. – 144 Zuschauer – SR Brändle / Scherrer. – Tore: 21. (20:13) Kohli (Krienbühl) 0:1. 50. M. Fischer 0:2. – Strafen: 3-mal 2 plus 1x5 plus 1x10 und Matchstrafe (R. Weber) gegen Pfannenstiel, keine gegen Zürisee. – Pfannenstiel Egg: Studer; P. Weber (Ersatz); Schellenberg, Lopez, Hottinger, Scharfenberger, Luchsinger; Bier, R. Weber, Hafner, Nideröst, Carigiet; Zumkehr, Zollinger, Huber, Kyburz, Forrer; Murk, Scheuner, Brunold, Spälti, Würmli. – Zürisee: Beck, Ursprung (Ersatz); Vogt, Hardmeier, Hodgskin, Meuli, Hostettler, M. Wachter, Temperli, Jucker, Länzlinger, Hartmann, Kohli, J. Wachter, Vögeli, M. Fischer, Rüegg, Krienbühl, Nater. – Bemerkungen: 21:05 Lattenschuss Pfannenstiel. 49:27 Nideröst (P) verletzt ausgeschieden. 58:16 Time-out Pfannenstiel, danach ohne Torhüter.

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