Wasserball

Nervenschlacht ohne Coach

Die Horgner können am Donnerstagabend mit einem Heimsieg gegen Kreuzlingen in den Playoff-Final einziehen. Ihr Trainer Lukasz Kieloch ist zwar gesperrt, bereitet seine Spieler aber taktisch gut vor.

Horgens Trainer Lukasz Kieloch kann am Donnerstag im Heimspiel gegen Kreuzlingen wegen einer Sperre keine Anweisungen am Beckenrand geben.

Horgens Trainer Lukasz Kieloch kann am Donnerstag im Heimspiel gegen Kreuzlingen wegen einer Sperre keine Anweisungen am Beckenrand geben. Bild: André Springer

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Im Playoff-Halbfinal schwimmt Horgen obenauf. Der letztjährige Vizemeister gewann auch das zweite Auswärtsspiel der Serie (Best of five) gegen Kreuzlingen nach Penaltyschiessen. Noch ein Sieg fehlt dem 30-fachen Schweizer Meister zur Finalqualifikation. Am Donnerstagabend will die Mannschaft im Käpfnach den Sack zumachen.

Horgens Trainer Lukasz Kieloch rechnet damit, dass auch die vierte Halbfinal-Partie eine «enge Nervenschlacht» wird. «Da die Erwartungen höher sind, stehen wir zu Hause schon etwas unter Druck», ist ihm bewusst. «Wir müssen und können aber damit umgehen», betont er sogleich. Zudem liege der mentale Vorteil bei seiner Equipe. «Für uns gibt es keinen Grund, nervös zu sein – der Gegner sollte es aber», schmunzelt der 41-Jährige.

«Die Situation ist speziell»

Den Thurgauern steht das Wasser bis zum Hals und sie müssen an den Zürichsee reisen. «Unser Erholungspotenzial ist daher grösser», sagt Kieloch. Doch die Horgner müssen am Donnerstag ohne ihren Coach am Beckenrand auskommen. Der polnisch-deutsche Doppelbürger hatte sich am Dienstagabend in Kreuzlingen zu heftig beim Schiedsrichter beschwert und so eine Rote Karte eingehandelt. «Die Situation ist speziell, denn ich war als Trainer in den Playoffs noch nie gesperrt.»

Nun muss sich Kieloch einiges einfallen lassen. «Teamintern bestimmen wir noch, wer im und am Becken das Sagen haben wird», verrät er. Zudem sucht der Coach noch einen Weg, «um ohne offizielle Kommunikation trotzdem Anweisungen geben zu können».

Keine Experimente

Mit welcher Taktik die Horgner einen besseren Auftritt als im ersten Heimspiel (7:11-Niederlage) hinlegen wollen, gibt Kieloch nicht preis. «Der Gegner könnte das ja lesen.» Er lässt sich aber entlocken, dass im Training nicht nur das Penaltyschiessen geübt wird: «In den Playoffs haben wir unsere Rituale, trainieren immer gleich und machen keine Experimente mehr.» Sollte die Entscheidung wiederum im Penaltyschiessen fallen, werden Horgens Schützen erst vor Ort bestimmt.

«Ausschlaggebend über Sieg oder Niederlage wird die Tagesform sein», sagt Kieloch. Nicht nur die Schlüsselspieler müssen gut agieren und reagieren. Der Coach ist überzeugt: «Luka Petricevic wird seine Leistung bringen.» Der Goalie trug am Dienstag mit einer Glanzparade im Penaltyschiessen wesentlich zum Auswärtserfolg bei. Ebenso der für die Playoffs von Genf verpflichtete Allrounder Igor Porobic, welcher die Horgner mit zwei Treffern in der Schlussphase ins Penaltyschiessen führte. «Er erfüllte meine Erwartungen bisher», lobt Kieloch ihn. Doch Wasserball sei ein Mannschaftssport. Darum müssen die Horgner im Plenum sich ihnen bietende Chancen nutzen.

Erstellt: 12.07.2017, 16:39 Uhr

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