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Ligaerhalt am grünen Tisch

Die Wädenswilerinnen dürfen auch im Herbst in der Nationalliga A antreten – weil nur ein NLB-Team aufsteigen will. Der Entscheid kommt zu einem günstigen Zeitpunkt.

Trainiert auch nächste Saison ein Team in der Nationalliga A der Frauen: Sonja Wicki vom TTC Wädenswil.
Trainiert auch nächste Saison ein Team in der Nationalliga A der Frauen: Sonja Wicki vom TTC Wädenswil.
Patrick Gutenberg

An der Nachwuchs-Schweizer-Meisterschaft sei sie von einem anderen Trainer angesprochen worden, erinnert sich Sonja ­Wicki. Er wollte von ihr wissen, wie das denn nun sei: Es wolle doch kein Team aus der Westgruppe der NLB in die Nationalliga A aufsteigen, ob Wädenswil nun in der höchsten Spielklasse bleibe. So erfuhr die Wädenswiler Spieler-Trainerin davon, dass ihre Equipe trotz Abstieg vielleicht doch den Ligaerhalt schafft.

Tatsächlich habe sie dann am Montag nach den Titelkämpfen ein E-Mail des Verbandes erhalten, erzählt Wicki. Inhalt: Der TTC Kloten ziehe seine Equipe aus der Nationalliga A zurück, und sie solle doch abklären, ob Wädenswil allenfalls im Herbst erneut in der höchsten Liga antreten wolle – falls neben der Auswahl aus Uster kein zweites Team aus der Nationalliga B aufsteigen wolle.

Auswahl mit Perspektive

Am Montag kam der definitive Bescheid: Ja, die Wädenswilerinnen müssen nicht absteigen. Zwar haben sie alle zehn Partien des Winters verloren. Doch das Team war nur erfolglos. Perspektivlos ist es nicht. Mit Svenja Holzinger und Ursina Stamm spielen zwei Juniorinnen mit, die sich im letzten halben Jahr stark verbessert haben. «Sie sind beide im Angriff mutiger geworden», findet die Trainerin.

Sie hätten erkannt, dass «nur verwalten nicht drinliegt und dass man sich auch taktisch etwas überlegen kann, bevor das Spiel begonnen hat». Zudem hätten sie gesehen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Zuletzt gelangen den Teenagerinnen an der Nachwuchs-SM erstaunliche Siege. Stamm, B11-klassiert, bezwang die A19 eingestufte Mireille Kroon, Holzinger, B13-klassiert, gewann sogar Silber – obwohl sie im Dezember und Januar verletzt pausieren musste.

Noch mehr profitieren

Darum kommt ein weiteres Jahr in der Nationalliga A gerade recht. Eigentlich sah der Entwicklungsplan vor, dass Stamm und Holzinger in der Nationalliga B beim Versuch des direkten Wiederaufstiegs das Gewinnen unter Druck üben – nach einer Saison, in der sie einfach drauflosspielen konnten, da niemand von ihnen Ergebnisse forderte. Erwartungen von aussen werden auch nächste Saison keine gestellt werden. Dennoch komme nun Druck dazu, erklärt Sonja Wicki.

Es ist der Druck, den sich die Spielerinnen selbst machen werden. «Ich denke, dass sie in zwei Jahren nicht mehr in der Nationalliga B spielen wollen. Weil sie dann zu gut sind.» Sich in der NLA zu halten, wird aber trotz der Fortschritte nicht einfach. Doch bis zum Start der neuen Saison sei ja noch Zeit, sagt Wicki. «Wenn ich sehe, wo Svenja und Ursina im letzten Oktober standen und wo sie jetzt stehen . . . Wenn sie im Sommer nochmals einen solchen Sprung machen, dann kommt es gut.»

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