Squash

Langnauer Squash-Asse messen sich international

Schweizermeister Sihltal tritt in Eindhoven gegen die europäischen Landesmeister an. Das Team ist stark besetzt – aber zwei Spieler kämpften zuletzt mit gesundheitlichen Problemen.

Andreas Dietzsch will mit dem Squashclub Sihltal auch international vorne mitspielen.

Andreas Dietzsch will mit dem Squashclub Sihltal auch international vorne mitspielen. Bild: Stefan Kleiser

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Die Sihltaler brauchen neue Ziele. Nach dem Gewinn der Meisterschaft im April geht es in der Nationalliga A nicht mehr besser – sondern bestenfalls erneut so gut. «Der Anreiz ist klar: Wir wollen den Titel bestätigen», sagt Trainer Michael Müller.

Anstelle des Deutschen Lucas Wirths soll Luca Zatti mittun, der nach langer Verletzung wieder das Training aufgenommen hat. «Aber er ist noch nicht fit», weiss Müller. Also wird wohl U17-Vizemeister Iain Keeling in der NLA debütieren.Die neue Herausforderung ist der internationale Vergleich. Nächste Woche werden die Langnauer in Eindhoven die European Club Championships bestreiten. «Wir sind stolz, die Schweiz vertreten zu können», erklärt Müller. Zwar ist der Wettkampf der Landesmeister nicht zu vergleichen mit der Champions League anderer Sportarten. Ein gutes Abschneiden bringe aber durchaus Prestige, sagt Müller.

Diesmal dabei für Erfolg

2006, nach dem ersten Meistertitel, hatten sich die Sihltaler schon einmal mit den anderen europäischen Titelträgern gemessen. «Damals ist es aber vor allem um den Spass gegangen», erinnert sich Michael Müller. Nicht so zwölf Jahre später: «Da alle unsere Spieler dabei sind, nehmen wir es sportlich ernst.» Die Langnauer rechnen sich Chancen auf das Vorrücken in die Halbfinals aus.

«Wir sind stolz, die Schweiz vertreten zu können.»
Michael Müller

Zu Recht, denn die Equipe ist stark besetzt: Die Spitzenspieler Nicolas Müller und Dimitri Steinmann belegen in der Weltrangliste die Plätze 19 und 74, und Andreas Dietzsch, die Nummer drei, ist im Schweizer Ranking auf Position 13 zu finden. Dimitri Steinmann erfreut sich einer bemerkenswerten Form und hat in den vergangenen Wochen in Australien zwei kleinere Weltranglistenturniere gewonnen.

«Noch einiges wettmachen»

Doch derzeit gilt der Blick dem medizinischen Bulletin. Andreas Dietzsch hat sich Mitte August eine Hirnerschütterung zugezogen. «Ich bin bald wieder fit», meldete er anfangs Monat. Die Teilnahme am Europacup ist jedoch gefährdet. Er stehe «noch nicht regelmässig» wieder im Court, erklärt der Spieler. Nicolas Müller wiederum fing im Sommer eine Bronchitis ein und brach sich eine Rippe. Ende August sagte er darum die Teilnahme an der Einzel-EM ab.

«Könnte Nicolas gar nicht spielen, würde uns das massiv schwächen», weiss Michael Müller. Trete er an, sei aber nicht 100 Prozent fit, könne es trotzdem reichen für einen Platz unter die besten vier Teams. Nach reduzierter Kraft sieht es auch aus. Am 6. September gab Nicolas Müller an den China Open sein Comeback. Er schied in der ersten Runde aus. «Da fehlt noch einiges an Luft», bilanziert der Hirzler. «Den Europacup werde ich spielen, aber bestimmt nicht in Topform. Doch ich hoffe, dass ich bis dann noch einiges wettmachen kann.» (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 12.09.2018, 13:58 Uhr

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Erfolgreiches Crowdfunding

5000 Franken innert 15 Tagen

«Nicolas Müller und Dimitri Steinmann sind Vollprofis, die nur noch Squash spielen, wenn sie etwas verdienen», erklärt Michael Müller, Sihltals Trainer. Für den Start an den European Club Championships von nächster Woche verzichten die zwei Berufssquasher auf eine Gage. Doch auch noch drauflegen, das sollen sie nicht, meinen die Verantwortlichen. «Das wäre der ‹worst case›», sagt Michael Müller. Der Club hat deshalb ein Crowdfunding lanciert. Mit Erfolg: Die angestrebten 5000 Franken waren bereits nach 15 Tagen beisammen. Die Summe entspricht der Hälfte der Kosten für den Trip nach Eindhoven.

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