Wasserball

Horgner im ersten Heimspiel desolat

Lugano hat auch das zweite Finalspiel gegen Horgen 12:3 gewonnen und kann sich nun schon am Dienstag zum Meister krönen.

Enttäuschte und auch ratlose Gesichter bei Horgens Wasserballern nach der zweiten Klatsche in Folge gegen Lugano.

Enttäuschte und auch ratlose Gesichter bei Horgens Wasserballern nach der zweiten Klatsche in Folge gegen Lugano. Bild: André Springer

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Mit dem Ziel, zu Hause die Finalserie auszugleichen, ins Wasser gestiegen, mussten die Horgner am Samstag letztlich froh sein, nicht höher verloren zu haben. Dies hatten sie einerseits ihrem Torhüter Luka Petricevic zu verdanken, der einmal mehr stark parierte, andererseits den Tessinern, die nach einer eindrücklichen Matchdemonstration früh in den Energiesparmodus schalteten und sich damit begnügten, den Sieg sicher über die Zeit zu bringen.

Das Heimteam hatte Lugano in diesem zweiten Finalspiel wenig bis nichts entgegenzusetzen. Die Mannschaftsleistung der Zürcher war desolat. Neben Petricevic fiel einzig noch Kevin Müller, der beste Torschütze der Horgner in diesen Playoffs, positiv auf. Ansonsten herrschte tiefe Nacht. Weder die Nationalspieler Bjelajac und Fröhli noch die sonst stark spielenden Caleta und Cassina kamen auf Touren. Velikov leistete sich unglaubliche Fehlpässe und auch Milosevic, der als ausländischer Leistungsträger verpflichtet wurde, blieb blass.

Zwar musste Trainer Lukasz Kieloch immer noch auf den verletzten Leo Müller verzichten, doch dies alleine ist keine Entschuldigung für die miserable Horgner Vorstellung. Denn auch Luganos Trainer Salvati musste umstellen. Mit Krstic und Strepparava brachte er zwei junge Spieler, die sich nahtlos in die homogene Tessiner Mannschaft einfügten.

Von Beginn an chancenlos

Der Spielverlauf ist schnell erzählt. Gegenüber der ersten Partie vom vergangenen Donnerstagabend zeigten sich erschreckende Parallelen. Die Horgner waren wieder von Beginn an auf verlorenem Posten und lagen nach 16 Minuten bereits 2:7 im Rückstand. Manch ein Zuschauer, aber auch Akteur sehnte sich zu diesem Zeitpunkt wohl schon den Schlusspfiff herbei.

Die Gastgeber agierten im Angriff ideen- und harmlos, zudem waren die Stürmer bei den bärenstarken Tessiner Verteidigern bestens aufgehoben. Luganos Taktik war es, mit einer harten Gangart in der Startphase die Horgner einzuschüchtern. Dies gelang den Mannen von Trainerfuchs Gianfranco Salvati bestens. Horgen spielte viel zu brav, schien den Körperkontakt mit den gegnerischen Akteuren zu meiden. Es kam, wie es kommen musste: Innerhalb von nur zehn Minuten baute Lugano seinen Vorsprung auf 12:2 aus. Horgen fiel als Mannschaft komplett auseinander und der Schlusspfiff des souveränen Schiedsrichterduos kam deshalb einer grossen Erlösung gleich.

Lugano fehlt nur ein Sieg

Nach dem zweiten deutlichen Sieg innerhalb von nur 48 Stunden haben die Luganesi bereits eine Hand am Meisterpokal. Sie haben nun drei Gelegenheiten, um den entscheidenden dritten Erfolg einzufahren.

Die Horgner haben in ihrer Halbfinal-Serie gegen Kreuzlingen das Ruder nach einem 0:2-Rückstand noch herumreissen können, dass dies auch gegen Lugano gelingen könnte, ist jedoch schwer vorstellbar.

Erstellt: 25.07.2016, 08:10 Uhr

NLA, Playoff-Final

Horgen – Lugano 3:12 (1:3, 1:3, 0:3, 1:3)

Käpfnach. SR Brugarolas/Castrilli. – Strafen: 10 gegen Horgen, 11 gegen Lugano. – Horgen: Petricevic; Kevin Müller (2), Milosevic, Miskovic, Fröhli, Sawyers, Velikov (1), Bjelajac, Cassina, Caleta. – Lugano: Maksimovic; Scala, Dokic (2), Pagani (2), Pecoraro, Zanola, Krstic, Goran Fiorentini (2), Camponovo, Bortone (2), Marino (4), Deni Fiorentini, Strepparava. – Stand Playoff-Final (best of 5): 0:2.

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