Horgen

Horgner bleiben im Rennen

Mit einem 11:10-Heimsieg nach Penaltyschiessen verkürzte Horgen in der Best-of-5-Halbfinalserie gegen Kreuzlingen auf 1:2.

Wasserballkrimi mit Happy End: Horgen bezwingt Kreuzlingen nach Penaltyschiessen, unter anderem dank einem Treffer von Dragan Milosevic (links, weiss-blaue Badekappe).

Wasserballkrimi mit Happy End: Horgen bezwingt Kreuzlingen nach Penaltyschiessen, unter anderem dank einem Treffer von Dragan Milosevic (links, weiss-blaue Badekappe). Bild: André Springer

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Das dritte Halbfinalduell zwischen Horgen und Kreuzlingen hätte spannender nicht sein können. Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Spielen waren die Zürcher gewillt, gleich zu Beginn das Spiel in die Hand zu nehmen. Kreuzlingen war von Horgens Offensivdrang der ersten Minuten mehr als überrascht und ehe die Ostschweizer recht ins Spiel fanden, lagen sie gegen den Titelverteidiger 2:0 zurück. Nach der ersten Pause wendete sich jedoch das Blatt: Plötzlich dominierten die Gäste das Geschehen. Anders als letzte Woche liessen sich die Horgner vom Thurgauer Powerwasserball jedoch nicht überrollen. Die Seiten wurden beim Stand von 3:3 gewechselt.

Im dritten Viertel konnten sich die Kreuzlinger dann doch etwas absetzen. Nachdem es Milosevic verpasste, für Horgen zum 5:5 auszugleichen, zogen die Gäste im Gegenzug auf 6:4 davon. Manch ein Zuschauer wähnte das Heimteam nun auf der Verliererstrasse. Aber es kam anders. Das Team von Trainer Lukasz Kieloch raffte sich nochmals auf und realisierte eine Minute vor Spiel­ende durch Nationalspieler Oliver Fröhli den längst verdienten 6:6-Ausgleichstreffer.

Bei diesem Resultat blieb es, sodass das Penaltyschiessen die Entscheidung bringen musste. Dort kam es zu tumultartigen Szenen am Beckenrand. Zuerst erzürnten sich die Horgner Spieler und Zuschauer darüber, dass weder die gut postierten Schiedsrichter noch der offizielle Delegierte intervenierten, als zwei Kreuzlinger Schützen die Schussabgabe irregulär verzögerten. Als die Unparteiischen dann einen Lattentreffer von Herzog als Treffer taxierten, verwandelte sich das Sportbad Käpfnach definitiv in einen Hexenkessel. Der Einzige, der in der Situation ruhig blieb, war Horgens Torhüter Luka Petricevic. Nachdem Petar Bjelajac den sechsten Penalty des Heimteams sicher verwandelt hatte, scheiterte der Thurgauer Robin Pleyer am glänzend disponierten Petricevic. Ein Wasserballkrimi fand sein Ende mit einem glücklichen 11:10-Heimsieg der Horgner.

Die Fortsetzung folgt bereits am Donnerstag. Dann ist aber wieder Kreuzlingen der Schauplatz. (as)

Erstellt: 13.07.2016, 08:19 Uhr

NLA, Playoff-Halbfinal

Horgen – Kreuzlingen 11:10 n.P. (2:0, 1:3, 1:2, 2:1; 5:4 im Penaltyschiessen)
Käpfnach. SR Nagy/Suazo. – Strafen: 7 gegen Horgen, 9 gegen Kreuzlingen. – Horgen: Petricevic; Kevin Müller (3), Milosevic (1), Miskovic, Fröhli (3), Sawyers, Velikov (1), Leo Müller, Bjelajac (2), Cassina, Caleta(1). – Kreuzlingen: Weber; Albers (1), Petrovic (2), Keller (1), Marc Herzog (1), Joel Herzog, Redder (2) Buob, Pleyer (3), Dudler.

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