Horgen

Horgen im Cupfinal erneut unterlegen

2014 stand den Horgnern Kreuzlingen vor der Sonne, diesmal Gastgeber Lugano, das den Cuptitel somit erfolgreich verteidigte.

Dragan Milosevic (links, gegen Dusan Radivojevic) brachte die Horgner im Cupfinal gegen Lugano nochmals in Tuchfühlung, zur Wende reichte es aber nicht mehr.

Dragan Milosevic (links, gegen Dusan Radivojevic) brachte die Horgner im Cupfinal gegen Lugano nochmals in Tuchfühlung, zur Wende reichte es aber nicht mehr. Bild: André Springer

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Die Zürcher hatten sich die Finalniederlage selber zuzuschreiben. Sie waren zu Beginn die bessere Mannschaft, verpassten es allerdings, ihre Überlegenheit in Tore umzumünzen. Zu oft landete der Ball entweder knapp über dem Tor der Tessiner oder an der Holzumrandung.

Als Knackpunkt im Spiel erwies sich letztlich ein Schiedsrichterentscheid, der eigentlich den Horgnern in die Karte spielte. Wegen Reklamierens wurde Luganos Bester, Umberto Marino, bereits nach 12 Minuten (2:2) unter die Dusche geschickt. Erzürnt über diesen harten Spielausschluss agierten die Tessiner in der Folge aber deutlich entschlossener, während die Gäste passiv wurden – wohl in der Annahme, die Gastgeber würden ohne ihren Topskorer, der in der laufenden Saison bereits 31-mal getroffen hat, einbrechen.

Kurz vor Ablauf des zweiten Spielabschnitts kassierten die Zürcher zur Freude des frenetisch anfeuernden Heimpublikums zwei vermeidbare Treffer zum 2:4 Halbzeitstand. Nach der Pause baute Lugano seine Führung aus. Spannender wurde es erst in der Schlussphase des dritten Viertels wieder, als Dragan Milosevic für Horgen zum 4:5 traf. Die Wende gelang den Zürchern aber nicht mehr – nicht zuletzt, weil sie sich zu früh aufgaben. Innerhalb von nur vier Minuten mussten sie den engagiert aufspielenden Luganesi, die ihren zweiten Cupsieg in Folge feierten, vier weitere Treffer zum 9:5-Schlussresultat zugestehen.

Der amtierende Schweizer Meister scheiterte letztlich nicht an seinen wasserballerischen Qualitäten, sondern an der Einstellung. Die Horgner glaubten, den vermeintlich geschwächten Gegner locker bezwingen zu können.

Erstellt: 23.05.2016, 10:34 Uhr

Schweizer Cup, Final

Lugano – Horgen 9:5 (1:1, 3:1, 1:2, 4:1)

Lido di Lugano. SR Brugarolas/Suazo. – Strafen: 6 gegen Horgen, 8 gegen Lugano. – Lugano: Maksimovic, Scala, Pecoraro, Pagani (2), Camponovo, Zanola (1), Radivojevic (3), Fiorentini (2), Bortone (1), Marino. – Horgen: Petricevic, Kevin Müller (1), Milosevic (2), Fröhli (1), Sawyers, Velikov (1), Leo Müller, Bjelajac, Cassina, Caleta.

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