Badminton

Gelegenheit, sich weiterzuentwickeln

Ab Montag nimmt die Adliswilerin Milena Schnider in Russland an der Junioren-WM teil. Die Erfahrungen dabei sollen ihr beim Sprung ins internationale Frauen-Badminton helfen.

Eine der weltbesten Juniorinnen und nun an der WM am Start: Milena Schnider vom Badmintonclub Adliswil.

Eine der weltbesten Juniorinnen und nun an der WM am Start: Milena Schnider vom Badmintonclub Adliswil. Bild: Stefan Kleiser

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«Letztes Jahr hatte ich nur drei Spiele. Es war schnell vorbei», erinnert sich Milena Schnider an die Teilnahme an der Junioren-WM von 2018 in Kanada. Nun reist die 17-Jährige aus dem Badmintonclub Adliswil erneut an die Welttitelkämpfe – für zwei Wochen nach Kazan. 2019 hat Swiss Badminton auch eine Juniorenauswahl für die Team-WM gemeldet. Milena Schnider wird darum mehr Matches bestreiten. «Und mit mehr Spielen kannst du mehr profitieren», glaubt sie.

«Wir haben eine sehr gute Altersgruppe, welche die Teilnahme verdient hat», erklärt Michael Fuchs, Sportdirektor und Jugend-Nationaltrainer des Verbandes, den Start am Teamwettbewerb. Dounia Pelupessy und Julie Franconville belegen im Worldranking die Positionen 27 und 36. Milena Schnider ist sogar die Nummer 23 der Welt. «Die Weltrangliste ist aber nicht ganz repräsentativ», gesteht sie. Sie habe bisher nur internationale Turniere in Europa gespielt. «An diesen kann man viele Punkte holen und hat nicht so grosse Konkurrenz von Spielerinnen aus Asien.»

Gemerkt, dass es reicht

Zudem bestreiten die stärksten Teenager bereits die Events der Frauen – und starten im Nachwuchs nur noch an der Junioren-WM. «Eine Top-16-Platzierung wäre ein grosser Erfolg», urteilt Fuchs. Milena Schnider hat sich darum kein Rang-, sondern ein Leistungsziel gesetzt. «Ich will natürlich, wie wohl alle anderen, mein Bestes abrufen», sagt die Sport-Gymnasiastin. Gelingt ihr das, sind einige Siege möglich – bei einer günstigen Auslosung auch im an den Teamwettkampf anschliessenden Einzelwettbewerb.

«Eine Top-16-Platzierung wäre ein grosser Erfolg.»Michael Fuchs, Sportdirektor und Jugend-Nationaltrainer des Verbandes

Zuletzt ist die Ustermerin vor vier Wochen an den Irish Open bis in den Halbfinal vorgestossen. Im April stand sie im kroatischen Valamar sogar im Endspiel. An beiden Turnieren gewann sie mit Dounia Pelupessy zudem das Doppel. «Diese Erfolge sind mir gelungen, weil ich gelernt habe, auf einem höheren Tempo zu spielen», analysiert Schnider. Sie habe letzte Saison an der Taktik gefeilt und sich einen Grund-Gameplan erarbeitet. «Ein grosser Aspekt ist das Mentale. Ich habe gemerkt, dass ich nach vorn kommen kann. Das gab mir Selbstvertrauen.»

Das Ende der Juniorenzeit

Hauptsächlich von Michael Spühler am Stützpunkt Zürich des Leistungszentrums Mittelland betreut, reist Milena Schnider schon jetzt für einzelne Trainings ins Nationale Leistungszentrum nach Bern. Ihr Clubteam Adliswil hat zwar im Frühjahr die Rückkehr in die NLA verpasst. Doch dank einer Lizenz Plus kann Schnider trotzdem siebenmal in der höchsten Spielklasse antreten – für Zürich. Zudem hat Adliswil organisiert, dass Soraya De Visch Eijbergen einmal in der Woche in Adliswil trainiert. «Das ist eine gute Gelegenheit, um mich weiterzuentwickeln», freut sich Schnider über die Einheiten mit der Nummer 70 der Welt.

Die 17-Jährige ist parat für den nächsten Schritt: den Sprung ins Erwachsenen-Badminton. Ende Jahr endet die Zeit als Juniorin. «Dann muss ich die Turniere selbst planen und organisieren. Ich werde aber versuchen, gleich oft international zu spielen wie bisher.»

Einzel-SM-Medaille im Visier

In der Schweiz gehört Milena Schnider bereits zu den besten Frauen: Zuletzt Viertelfinalistin will sie an der nächsten Schweizer Meisterschaft den Halbfinal erreichen – und erstmals eine Medaille im Einzel gewinnen.

Erstellt: 27.09.2019, 15:50 Uhr

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