Mountainbike

Freud und Leid in Lenzerheide

Während Junior Alexandre Balmer sich und der Schweiz an Tag zwei der Heim-WM den zweiten Titel sicherte, hatten Tina Züger (Rieden) und Luca Schätti (Wädenswil) Pech.

Der raue und rutschige Untergrund fordert seinen Tribut: Gleich zweimal wird der Wädenswiler Luca Schätti von einem Platten eingebremst.

Der raue und rutschige Untergrund fordert seinen Tribut: Gleich zweimal wird der Wädenswiler Luca Schätti von einem Platten eingebremst. Bild: Keystone

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Das Rennen von Juniorin Tina Züger war eigentlich schon in der ersten Abfahrt nach wenigen Minuten vorbei. Unerwartet kam die Fahrerin vor ihr zu Fall. Die 18-Jährige aus Rieden konnte nicht ausweichen. «Ich fuhr über ihr Velo. Dabei verklemmten sich meine Pedale in den Speichen», schilderte Züger die Situation. In der Hektik zog eine Fahrerin in die eine, die andere in die andere Richtung. Als das Duo endlich weiterfahren konnte, war bereits das ganze Feld vorbeigezogen.

Züger versuchte alles, um wieder nach vorne zu kommen. Doch erstens wurde sie von den technisch weniger versierten Fahrerinnen im hinteren Bereich immer wieder aufgehalten, und zweitens überdrehte sie bei der Aufholjagd ihren «Motor». «Dafür büsste ich gegen Ende», schluchzte die Riednerin, die letztlich rund elf Minuten auf die Spitze einbüsste und so nicht über Rang 26 hinauskam.

Beste Schweizerin war Ronja Blöchlinger als Sechste. Gleich hinter der 17-jährigen Appenzellerin klassierte sich die Zürcherin Jacqueline Schneebeli. Die Medaillen verpassten die beiden deutlich. Es gewann die Österreicherin Laura Stigger mit mehr als drei Minuten Vorsprung auf ihre erste Verfolgerin, die Tschechin Tereza Saskova. Bronze holte sich die Britin Harriet Harnden.

Balmers starkes Finish

Bei den Junioren setzte sich der Neuenburger Alexandre Balmer vor dem deutschen Leon Kaiser und dem Franzosen Mathis Azzaro durch. Loris Rouiller wurde Vierter, neun Sekunden fehlten dem Waadtländer zum Podest.

Für Balmer war es schon der zweite Triumph an den Titelkämpfen im eigenen Land nach Gold mit dem Team in der Staffel am Vortag. Ganz offensichtlich erholte sich der 19-Jährige gut von diesem Effort: Dank der stärkeren Beine im Finish setzte er sich zwei Sekunden vor Kaiser durch, mit dem er über das ganze Rennen vorne lag.

Schättis doppeltes Pech

Nichts zu tun mit der Medaillenvergabe hatte Luca Schätti. Zwar erwischte der Wädenswiler einen guten Start, erlitt aber noch auf der ersten Runde einen Platten und wurde vom 11. Rang um gut 30 Positionen zurückgereicht. Nach starker Aufholjagd schnupperte der 18-Jährige bald wieder an den Top 20. Doch dann kam es zum Déjà-vu. Wieder ein Pneu platt, erneut fiel Schätti weit zurück. Angetrieben von der imposanten Zuschauerkulisse, raffte sich der Wädenswiler allerdings ein zweites Mal auf und erreichte das Ziel schliesslich als 19.

«Bisher hatte ich erst ein einziges Mal einen Platten – und dann passiert es ausgerechnet bei der Heim-WM gleich zweimal», haderte Schätti. Als möglichen Grund für das doppelte Pech sah er den geringen Luftdruck. «Weil es leicht regnete, verringerten wir den Luftdruck, um mehr Traktion zu haben», erklärt er. Dies eigentlich nicht in einem ­ungewöhnlichen Ausmass, doch weil die Strecke zusehends mehr ausgefahren und rutschiger wurde, war es letztlich eben doch des Guten zu viel. «Offensichtlich, es gab sehr viele Platten, neben mir erwischte es zwei weitere der ­sieben Schweizer», berichtete Schätti. Aber nur ihn gleich zweimal. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 07.09.2018, 08:50 Uhr

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