Zum Hauptinhalt springen

Fortschritte sichtbar machen

Als Jona in die Nationalliga A aufstieg, wechselte Nicolas Meier an den Obersee. Jetzt will der Libero mit seinen Teamkollegen in den Playoffs für eine Überraschung sorgen.

Steht meist im Hintergrund: Nicolas Meier, der Libero des TSV Jona mit der Nummer 13.
Steht meist im Hintergrund: Nicolas Meier, der Libero des TSV Jona mit der Nummer 13.
Archiv Kurt Heuberger

«Ich erwarte, dass der Knoten platzt», sagt Nicolas Meier. Sechs Partien der NLA-Meisterschaft verloren die Joner Volleyballer diesen Winter schon mit 2:3 – und entschieden kein einziges Mal den fünften Satz für sich. «In der dritten Runde der Qualifikation spielten wir aber wirklich gut, viel besser als am Anfang. Wir haben einfach die Siege nicht heimgebracht. Aber jetzt beginnt etwas Neues», freut sich der 25-jährige Libero auf die Playoffs. «Jetzt ist unsere Chance.»

Drei Saisons spielt Nicolas Meier inzwischen für Jona. «Einzelspielerisch sehe ich von Jahr zu Jahr grosse Fortschritte», sagt er zur Entwicklung des Teams. «Aber die Liga ist auch stärker geworden, was unsere Leistungssteigerung nicht sichtbar macht.» In die Viertelfinal-Serie, die im Modus best of three ausgetragen wird, starten die Joner am Sonntag um 18 Uhr in der Turnhalle Rain gegen Schönenwerd lediglich als Aussenseiter.

«Es ging immer höher»

«Ich habe nie daran gedacht, Volleyball zu meinem Beruf zu machen», erzählt Nicolas Meier. «Nichtsdestotrotz bin ich ehrgeizig.» Früh ging er mit dem Vater, der Trainer war, zum Volleyball. Und hütete das Tor im Fussballklub. Auch im Volleyball wehrt er den Ball ab. «Es gibt da sicher Parallelen. Aber ich würde nicht sagen, dass mir mein Goalie-Hintergrund geholfen hat.» Denn anfangs war Nicolas Meier im Volleyball Passeur.

Der Positionswechsel erfolgte als Teenager. «Die Grösse wurde immer wichtiger. Und da war irgendwo meine Grenze», schmunzelt Meier, 1,75 Meter gross. Als Libero steht er weniger im Rampenlicht, «weil ich den Spielzug vorbereite und die Angreifer in eine gute Position bringe». In den Leistungssport sei er hineingewachsen. «Es ging immer eine Liga höher, ich kam immer in ein stärkeres Team und habe mich immer weiterentwickelt.»

Während des Gymnasiums spielte er mit Belfaux in derNationalliga B, im Zwischenjahr nach der Matura wurde er mit Lutry-Lavaux NLB-Meister. 2011 begann Nicolas Meier ein Studium an der ETH und war fortan Libero bei Voléro Zürich. 2014 wechselte er zu Jona, das gerade in die NLA aufgestiegen war. «Es machte Sinn, einen Schritt weiterzugehen», erklärt Meier. Trainer Urs Winteler, der einen zweiten Libero suchte, erinnert sich. «Er kam zu einem Probetraining. Danach fragte ich ihn: Willst du? Und er: Ja.»

Bereit für einen Exploit

Der erste Einsatz in der Nationalliga A dauerte jedoch nicht lange. «Wir fuhren nach Genf und wurden in weniger als einer Stunde mit 0:3 nach Hause geschickt», lacht Meier. Mittlerweile hat sich Jona in der NLA etabliert, auch wenn die Qualifikation in diesem Winter auf Rang 7, also einem der hinteren Plätze, beendet wurde. «Aber wir machen das Beste daraus. Und der Trainingsaufwand ist auch bei uns hoch.»

Jeden Abend steht Nicolas Meier zwei Stunden in der Halle, «und dazu ich gehe noch zweimal in der Woche in den Kraftraum». Ab und zu fehle ihm der freie Abend schon, gibt er zu. «Aber ich kenne es nicht anders.» Seit dieser Saison ist er der einzige Libero im NLA-Team vom Obersee. «Wenn ich jeden Tag trainiere, möchte ich natürlich auch immer spielen», sagt Meier. Durch die viele Spielzeit habe er noch mehr Fortschritte machen können. Meier und Jona sind bereit für einen Exploit in den Playoffs.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch