Squash

Fertig mit Abenteuern

In einem halben Jahr will Dimitri Steinmann unter den besten 50 Squashern der Welt sein. Helfen ihm dabei die Veränderungen auf der Tour der Professionals?

Dimitri Steinmann will bis Ende Jahr zu den 50 besten Squash-Spielern der Welt gehören.

Dimitri Steinmann will bis Ende Jahr zu den 50 besten Squash-Spielern der Welt gehören. Bild: Stefan Kleiser

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Dimitri Steinmann hat sich einiges vorgenommen für die nächste Saison. 2016 brach der bald 21-Jährige das Gymnasium ab, um nur noch Squash zu spielen. Seither hat er sich kräftig nach vorne gearbeitet. Im World Ranking von Juli wird er auf Position 81 geführt.

Doch das ist Steinmann nicht genug. Ende Jahr will die Nummer 2 aus dem SC Sihltal zu den besten 50 Spielern der Welt gehören. Denn mit Rang 50 könne man an den World-Tour-Events teilnehmen, sagt er.

Im April hat Steinmann im ägyptischen El Gouna zum ersten Mal an einem Turnier der höchsten Kategorie gespielt. Nicht unerwartet schied er in der 1. Runde der Qualifikation aus und gewann auch nicht übermässig viele Weltranglistenpunkte.

Doch die Faszination ist ungebrochen. «El Gouna, das war eine komplett andere Liga», schwärmt Steinmann noch immer. «Da will ich wieder hin. Abenteuer-Turniere wie in Nigeria oder Südamerika brauche ich nicht mehr.» Er wolle sich auf Squash fokussieren und nicht «darauf ob ein Bus fährt».

Die Chance auf die Null

Darum verbringt Dimitri Steinmann auch in diesem Sommer, wie bereits 2015 und 2016, mehrere Wochen in Australien. «Es ist ein cooles Land, die Leute sind sympatisch, es gibt schöne Orte und man muss sich nie Sorgen machen.»

Für vier Turniere hat er sich eingeschrieben, «ein bis zwei Titel will ich heimnehmen», sagt Steinmann selbstbewusst. Es sind alles Events, die im neuen Modus ausgetragen werden, den die Professional Squash Association (PSA) auf den August einführt.

So sind die Turniere in andere Preisgeldkategorien eingeteilt und die Punkte für das World Ranking werden nach einem neuen Schlüssel verteilt. Zudem werden die Gewinner nicht mehr in 16er- oder 32er-Tableaux ermittelt, sondern ein Teilnehmerfeld besteht aus 24 oder 48 Squashern.

Die Änderung, welche die Profis am meisten betrifft: Es gibt keine Qualifikation mehr. An einem Turnier ist man drin oder nicht. Dafür sind die 8 oder 16 stärksten Teilnehmer direkt für die 2. Runde gesetzt.

«Das ist eine rechte Ansage», findet Dimitri Steinmann. «Du hast immer ein Preisgeld. Und als Gesetzter spielst du eine Runde weniger.» Die Besten sparen also Kräfte für die allfällige Finalteilnahme. Und das garantierte Preisgeld erhöhe «die Chance mit Null herauszukommen», erklärt der Dübendorfer. Die Unterkunft ist neu bezahlt, es fallen nur Reisekosten an.

«Ich werde mich an mehr Turnieren anmelden. Aber mehr Turniere spielen kann ich nicht», schmunzelt Steinmann. Er hat derzeit schon 15 Events in seiner Wertung.

Das letzte Mal Australien

Nach zwei Wochen Pause ist Dimitri Steinmann schon seit sechs Wochen wieder im Aufbautraining. Jetzt arbeitet er in Paderborn an der Spritzigkeit, «um im Tempo noch eine Schippe oder zwei drauflegen zu können».

Voraussichtlich am 27. Juli fliegt der 21-Jährige nach Down Under. «Zum wohl letzten Mal», sinniert er. Denn läuft alles wie geplant, hat er im nächsten Sommer ein so gutes World Ranking, dass sich die Teilnahme an Challenger-5- oder Challenger-10-Turnieren in Australien nicht mehr lohnt. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 10.07.2018, 16:24 Uhr

Nicolas Müller

Nie mehr abhängig vom Losglück

Auf Mauritius und Rhodos, bei wenig oder gar keinem Squash, hat Nicolas Müller die Batterien aufgetankt. Diese Woche verbringt er in der Algarve auf dem Golfplatz.

Seine Saison beginnt erst Ende August mit dem Start an der Einzel-EM. «Danach spiele ich in Shanghai.» Er habe im Herbst viele Punkte für die Weltrangliste zu verteidigen, sagt der zwölffache Schweizer Einzel- Meister. Von einem guten Herbst würde er sprechen, «wenn ich nicht verletzt bin und es im Ranking raufgeht».

Der Der 28-Jährige aus Hirzel ist die Nummer 18 der Welt. Die Änderungen auf der Tour haben für ihn darum wenig Auswirkungen. «Mit meinem Ranking bin ich sowieso in allen Turnieren drin.»

Da die besten acht Starter automatisch in die 2. Runde aufrücken, trifft Müller künftig aber nie mehr in der 1. Hauptrunde auf einen Gegner aus den Top 8 der Weltrangliste. Und das ist ihm an den letzten fünf grossen Turnieren vier Mal passiert.

Eingehend studiert habe er die Neuerungen jedoch nicht, sagt Müller. Denn es ist einfach. «Wenn du gut spielst kommst du nach vorne, wenn du schlecht spielst fällst du zurück.» skl

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