Horgen

Entscheidung in der letzten Sekunde

Erfolgreiches Wochenende für die Horgner: Am Samstag schlugen sie Schaffhausen souverän, tags darauf rangen sie Luganoin extremis nieder.

Mit Händen und Füssen wehrten sich die Luganesi gegen die Horgner Würfe - am Schluss können sie die Niederlage aber nicht verhindern.

Mit Händen und Füssen wehrten sich die Luganesi gegen die Horgner Würfe - am Schluss können sie die Niederlage aber nicht verhindern. Bild: André Springer

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Das Spitzenspiel gegen die Tessiner war an Dramatik kaum zu überbieten. Die beiden Teams lieferten sich einen unerbittlichen Abnützungskampf, in dem die Gastgeber am Ende knapp, aber verdient die Oberhand behielten. Matchwinner war Kevin Müller, der eine Sekunde vor Spielende zum 12:11-Siegtreffer einschoss. Die Freude war nicht nur bei den Spielern unbeschreiblich, sondern auch beim zahlreich erschienenen Publikum, welches das Sportbad Käpfnach in einen Hexenkessel verwandelte.

Die Horgner bestätigten, was sich schon eine Woche davor beim Heimsieg gegen Leader Kreuzlingen und am Vorabend beim deutlichen 10:4-Erfolg über Kreuzlingen angedeutet hatte: Sie haben auf «Sommermodus» umgeschaltet und sind in dieser Form ein ernst zu nehmenderTitelkandidat.

Bruch nach gutem Start

Dass die Partie gegen Lugano am Ende derart eng werden würde, hatte sich zu Beginn nicht abgezeichnet. Der Auftakt war Horgen nämlich nach Wunsch gelungen. Nach einem kurzen Abtasten hatten sie im Wasser das Sagen und führten bei Halbzeit verdient 5:3.

Im dritten Abschnitt riss der Faden bei den Horgnern allerdings auf unerklärliche Weise und Lugano verwandelte den Zweitorerückstand in eine knappe 7:6-Führung. Doch der amtierende Schweizer Meister vom Zürichsee kämpfte sich zurück und zu Beginn des letzten Spielviertels lagen die Einheimischen wieder mit zwei Toren in Front.

Überzahl genutzt

Fünf Minuten vor Schluss bot sich Horgen die grosse Chance, auf 11:8 und damit wohl vorentscheidend davonzuziehen. Doch die Zürcher nutzten ihre Möglichkeit nicht und Luganos Antwort kam postwendend: Innerhalb von nur drei Minuten drehten die Tessiner das Spiel zum 11:10. Eine Minute vor Schluss fasste sich der Horgner Hrvoie Caleta ein Herz und erzielte in Luganos grosser Druckphase den 11:11-Ausgleich.

Als wenig später Horgens Bjelajac des Feldes verwiesen wurde, hatten die Luganesi die Vorteile auf ihrer Seite, doch der glänzend disponierte Horgner Torhüter Luka Petriceviv parierte einen Schuss von Luganos Topstürmer Umberto Marino mirakulös. 20 Sekunden vor Spielende wurde auch ein Tessiner hinausgestellt. Und die Horgner wussten dies zu nutzen: Der Ball wechselte in schnellen Kombinationen die Seiten – bis Kevin Müller die Lücke in Luganos Verteidigung erkannte und seine Farben in der letzten Sekunde zum Sieg schoss.

Erstellt: 07.06.2016, 08:31 Uhr

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