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Endlich zurück auf der Piste

Simone Wild (Ski Alpin), Adliswil.

Eigentlich hätte die Saison für ­Simone Wild vor vier Wochen in Sölden beginnen sollen. Doch wenige Tage vor dem Rennenauf dem Rettenbachgletscher verletzte sich die Riesenslalom-Spezialistin aus Adliswil bei einem Trainingssturz am Bein. War ­zuerst von einem gebrochenen Schienbein die Rede, stellte sich die Blessur als starke Prellung unterhalb des Knies heraus. Die Zwangspause war kurz. Die bald 24-Jährige nutzte sie, um zu Hause Dinge zu erledigen, «die liegenbleiben, wenn ich unterwegs bin». In Zinal konnte sie das Schneetraining wieder aufnehmen.

Am Sonntag flog Simone Wild mit der Swiss-Ski-Delegation nach Boston. Nach einer Nacht in der Metropole an der US-Ostküste ging es im Mietauto in drei Stunden weiter nach Killington, wo am Samstag der zweite Weltcup-Riesenslalom des Winters ausgetragen wurde. «Wirklich winterlich ist es hier nicht, die Pisten sind aber gut beschneit», vermeldete die Adliswilerin. Am Diens-tag hatten die Schweizerinnenden ersten Schneekontakt auf den kurzen Slalomlatten im rund eine Stunde entfernten Sugarbush. Seit Mittwoch gilt die volle Konzentration dem Riesenslalom.

«Ich bin froh, wenn das Rennen dann vorbei ist.»

Simone Wild

Die Anspannung vor ihrem Comeback sei ziemlich gross, gesteht Simone Wild. «Ich bin froh, wenn das Rennen dann vorbei ist.» Die Vergleiche in den Trainings mit den Teamkolleginnen würden sie zwar optimistisch stimmen, «aber im Wettkampf ist es dann jeweils schon etwas an­deres». Unter Druck fühlt sichdie Adliswilerin allerdings nicht, auch wenn ihr nur noch sechs Möglichkeiten bleiben, um sich für die Olympischen Spiele in Pyeongchang zu qualifizieren. «Olympia habe ich momentan gar nicht im Kopf», winkt sie ab. Zuerst müsse sie im Weltcup wieder Fuss fassen. Um im Februar nach Korea reisen zu können, muss Wild einmal in die Top 7 oder zweimal in die Top 15 fahren.Vor Jahresfrist bei der Weltcuppremiere im Bundesstaat Vermont belegte sie Rang 15.

Nach dem Rennen in Killington fliegen jene Schweizerinnen, welche die Speedrennen im kanadischen Lake Louise auslassen, bereits am Sonntag zurück in die Heimat. Bis zu ihrem nächsten Weltcupeinsatz muss sich Wild gedulden. Der Riesenslalom im französischen Courchevel steht erst am 19. Dezember auf dem Programm.In 76 Tagen werden in Pyeongchang die XXIII. Olympischen Winterspiele eröffnet. Die ZSZ begleitet in loser Folge Olympiakandidaten bei ihren Vorbereitungen.

db

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