Road to Lai

«Eine Medaille mehr für den Rest»

In 29 Tagen wird in Lenzerheide (romanisch Lai) die Mountainbike-WM eröffnet. Die ZSZ begleitet Biker vom Zürichsee bei ihren Vorbereitungen. Heute: Europameister Florian Vogel (36) aus Jona.

Florian Vogel vor der Mountainbike-WM in Lenzerheide.
Video: Fabian Sanginés

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Am Dienstag (heute; Red.) starten Sie als Titelverteidiger an der EM in Glasgow. Wie sind Sie nach Schottland gereist?
Am Samstag mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Flughafen Kloten, von wo ich via London nach Glasgow geflogen bin. Ein Bike hatte ich im Gepäck dabei, ein zweites liess ich im Auto transportieren. So wäre ich auf der sicheren Seite gewesen, wenn das Gepäck nicht angekommen wäre.

Wie sah Ihr Programm vor Ort aus?
Am Sonntag habe ich die Strecke besichtigt, am Montag diese befahren.

Was können Sie zum Parcours sagen?
Ich kannte ihn vorher nur von Videos. Es gab hier noch kein Weltcuprennen. 2014 wurden in Glasgow die Commonwealth Games gefahren und englische Meisterschaften fanden auch schon statt. Deshalb hatte ich mich im Vorfeld Fahrer befragt, die ihn schon rennmässig absolvierten.

Sagt Ihnen die Strecke zu?
Sie ist recht schnell, was für mich kein Vorteil ist. Klar, taktisch bringe ich viel Erfahrung mit; das kann mir entgegenkommen. Aber besser wäre eine härtere Strecke mit mehr Anstiegen – wie etwa in Andorra oder Val di Sole.

Amtierender Europameister: Florian Vogel im unverkennbaren EM-Trikot. Bild: zvg.

Wer ist der Favorit?
In Abwesenheit von Weltmeister Nino Schurter gibt es quasi für den Rest eine Medaille mehr zu gewinnen. Mathieu van der Poel ist für mich der Favorit. Er ist ein Ausnahemtalent und hat in letzter Zeit extreme Fortschritte gemacht. 2018 wurde er sogar holländischer Meister auf der Strasse, schlug da Profis, die wenig später an der Tour de France Etappen gewannen. Auch im Quer ist er sackstark. Auf einer schwierigeren Strecke wäre es sicher einfacher, ihn zu schlagen.

Als Titelverteidiger sind Sie aber in Form?
Ich fuhr bisher im blauen Trikot des Europameisters, das ich mit Stolz trug, eine konstante Saison. Im Weltcup war ich mit Ausnahme von Albstadt nie schlechter als Siebter. Die Planung ist aber klar auf die Heim-WM im September ausgerichtet. Wegen des Reisestresses verzichte ich auch auf den Weltcup am kommenden Wochenende in Kanada.

Mit dem WM-Ort Lenzerheide verbinde ich...
...Bündner Nusstorte.

In 29 Tagen werden in Lenzerheide (romanisch Lai) die Mountainbike-Weltmeisterschaften eröffnet. Die ZSZ begleitet in loser Folge Biker vom Zürichsee bei ihren Vorbereitungen. (db/su)

Erstellt: 06.08.2018, 20:37 Uhr

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