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Ein Sieger geht an Krücken

Am 70.3 Ironman auf den Philippinen gelang Ruedi Wild die WM-Revanche. Der 34-Jährige aus Samstagern führte die Entscheidung auf der Laufstrecke herbei – trotz übertretenem Fuss.

Auf den Philippinen feiert Ruedi Wild seinen ersten Saisonsieg.
Auf den Philippinen feiert Ruedi Wild seinen ersten Saisonsieg.
Asia Tri

Wilds Freude über den Erfolg am Century Tuna Ironman 70.3 in Subic Bay wurde dadurch getrübt, dass er momentan an Krücken geht. Nach zwei der 21 Laufkilometer zog sich der Sieger auf einer unebenen Passage eine Fussverletzung zu, die ihn im Wettkampf allerdings nicht gross behinderte. «Ich konnte den Schmerz mental ausblenden», erklärt der Samstagerer.

Erst nach dem Zieleinlauf, als sein Körper die Endorphinausschüttung einstellte, änderte sich dies. Zumal der Fuss stark anschwoll. Die Krücken seien bloss eine Vorsichtsmassnahme. «Ich weiss noch nicht, ob ich wie geplant am kommenden Wochenende am 70.3 in Taiwan an den Start gehen kann oder die vorzeitige Heimreise antreten muss», verrät Wild.

Hochkarätiges Teilnehmerfeld

Die Standortbestimmung fiel für den WM-Dritten mit dem ersten Saisonsieg überaus erfreulich aus. Denn das Teilnehmerfeld in der rund 100 km östlich von Manila gelegenen Subic Bay war hochkarätig. «Ich musste zweimal Luft holen, als ich die definitive Startliste sah», gesteht Ruedi Wild.

Der Zieleinlauf von Ruedi Wild beim Rennen auf den Philippinen. Quelle: Facebook

Der Auftakt im warmen Ozean gelang ihm wunschgemäss. Als Teil der achtköpfigen Spitzengruppe stieg er aufs Rad. Die erste Hälfte der 90 km sei ziemlich aggressiv gefahren worden. «Danach dominierte die Taktik, niemand wollte die Karten auf den Tisch legen, sondern Kräfte schonen», erklärt Wild. Der junge Australier Jake Montgomery zog als einziger 90 Sekunden davon, musste seinem Effort aber Tribut zollen.

Altmeister setzte Wild zu

Der zweite Wechsel geriet Ruedi Wild nicht nach Wunsch. Er verzichtete aber bewusst auf einen Zwischenspurt: «Bei Temperaturen um 35 Grad ist es wichtig, regelmässig zu laufen.» Beim Wendepunkt nach gut 10 km gehörte der Samstagerer zusammen mit seinem Kumpel Sven Riederer dem führenden Quartett an. Als Wild das Tempo weiter erhöhte, vermochte ihm nur noch der amtierende 70.3-Weltmeister Tim Reed zu folgen.

Es kam zur WM-Revanche. Hatte der Australier im September in seiner Heimat noch knapp triumphiert, musste er sich diesmal beugen. Reed wurde sogar noch von Landsmann Craig Alexander überholt. Der 43-jährige Altmeister – seines Zeichens dreifacher Hawaii-Sieger und zweifacher 70.3-Weltmeister – setzte Wild hart zu. Dieser verwaltete sein Polster aber souverän und rettete 33 Sekunden Vorsprung ins Ziel.

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