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Ein Böser kommt aus Ausserschwyz, ein Uzner ist Geheimfavorit

200 Schwinger mit Gästen aus Ausserschwyz, Appenzell, Glarus, Zürich, Graubünden und Thurgau steigen am Sonntag in der Eishalle Lido ins Sägemehl. Die fünffachen St. Galler Sieger Nöldi Forrer und Daniel Bösch stehen elf Gast-Eidgenossen gegenüber.

Nöldi Forrer (links) und Daniel Bösch sind die Favoriten auf den Sieg am St. Galler Kantonalschwingen.
Nöldi Forrer (links) und Daniel Bösch sind die Favoriten auf den Sieg am St. Galler Kantonalschwingen.
Keystone

Eigentlicher Favorit am 103. St.Galler Kantonalschwingfest ist zweifellos der Zuzwiler Metzger Daniel Bösch ­– auch wenn er nach sieben Wochen Pause erstmals wieder ins Sägemehl steigt. Mit seinen Gardemassen von 1,93 Meter Grösse und mindestens 135 Kilogramm Gewicht sollte er dieses Handicap locker wegstecken können. Zusammen mit Altmeister Nöldi Forrer, der am Thurgauer Schwingfest mit dem Ehrenplatz bewies, dass er auch heute noch an jedem Kranzfest ganz vorne mitschwingen kann, sollen die hochkarätigen Gast-Eidgenossen in Schach gehalten werden. Auf dieses Bollwerk zählt insbesondere auch das Einteilungskampfgericht mit Schwingerkönig Jörg Abderhalden an der Spitze.

Bruno Nötzli läuft es von Fest zu Fest besser

Die grössten Trümpfe spielen die Gast-Eidgenossen mit dem frisch gebackenen Sieger am Luzerner Schwingfest, Bruno Nötzli, vom benachbarten Schwingclub March-Höfe, aus. «Nach eher harzigem Start im Frühjahr läuft es mir von Fest zu Fest besser. Ich möchte deshalb sehr gerne am Sonntag auch den St. Galler Kranz über den Seedamm mit nach Hause nehmen», hofft der attraktiv schwingende Turner aus Pfäffikon.

Auch der überragende Sieger am Zürcher Kantonalen vom letzten Sonntag, der starke Winterthurer Samir Leuppi, ist in Rapperswil dabei.

Mit ihrem schwingkundigen Quartett Michael Bless, Martin Hersche, Marcel Kuster und Raphael Zwyssig könnten die Appenzeller sehr wohl auch in Rapperswil für Furore sorgen, genauso wie die Glarner mit Schönschwinger Roger Rychen und Peter Horner sowie die Thurgauer mit Tobias Krähenbühl und Beni Notz.

Dominik Oertig ist derAufsteiger der Saison

Nicht unbedingt das Emmentalische Schwingfest, an dem trotz drei Königen am Start schliesslich ein Nichtkranzer im Schlussgang war, soll als Beispiel dienen. Aber immer wieder kämpfen sich doch Teilverbandskranzer in den Schlussgang vor, wie der baumstarke Andreas Höfliger aus Freienbach, zuletzt am Schwyzer Kantonalen Schwingfest.

Dieses Format aber haben auch noch andere, so etwa Ruedi Eugster aus Quarten, die Bündner Ursin Battaglia, Roman Hochholdinger und Sandro Schlegel oder Beat Wickli aus Ennetbühl.

Auf eine überaus starke Saison mit Kränzen am Zuger und Zürcher Kantonalen Schwingfest darf der junge Uzner Dominik Oertig zurückblicken. «Wenn einer an den beiden ersten Kranzfesten sechs Eidgenossen auf dem Notenblatt hat, davon zwei Hochkaräter (Philipp Laimbacher und Domenic Schneider), und trotzdem gewinnt, dann gehört er zweifellos schon jetzt zu den Aufsteigern der Saison 2017», sagt sein Technischer Leiter Marco Fäh über sein neues Aushängeschild.

Im aktuellen Ranking einer Fachzeitung steht Dominik Oertig an 17. Stelle, mitten unter bekannten Eidgenossen. Die Chance ist da, dass er auch am Sonntag den St. Galler Kranz unter den Besten abholen darf, vielleicht sogar überreicht von einer der drei Oertig-Schwestern, die als Ehrendamen am Fest im Einsatz stehen.

Starke Schwinger vom Obersee mit Chancen

Unter den zwanzig angemeldeten Schwingern des organisierenden Schwingerverbandes Rapperswil und Umgebung darf man auch von den weiteren Teilverbandskranzern Adrian Oertig aus Goldingen, der seinen 40. Kranz anpeilt, und dem jungen Simon Kid aus Maseltrangen etwas erwarten. Unter den übrigen Kranzern muss vor allem der Rüeterswiler Daniel Elmer hervorgehoben werden. Das Leichtgewicht schulterte diese Saison mit Martin Hersche am Abendschwinget St.Gallen und Fabian Kindlimann am Zürcher Kantonalen bereits zwei Eidgenossen und gewann das erste Zürcher Laub.

Auf ihren ersten Kranz in dieser Saison hoffen Pirmin Gmür (Amden), Gian Franco Hämmerli (Weesen), Hanspeter Kamer und Beat Vogel aus Benken, David Raymann (Ricken), Adrian Elmer (St.Gallenkappel) sowie Roman Rüegg (Walde). «Unser Ziel sind fünf Kränze, wenn alle fit antreten können», meinte Marco Fäh, der die Rapperswiler in der Einteilung vertritt. Insgeheim erwartet er auch, dass einer der Jungen sich als Neu-Kranzer am Sonntagabend feiern lassen kann.

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