Beachvolleyball

Die Basis für den Vorstoss in die Top 20 legen

So früh wie noch nie startet Nico Beeler mit Marco Krattiger in die Saison. Bereits heute Donnerstag steht der Joner am 4-Stern-Turnier in Den Haag im Sand und kämpft um die ersten Punkte.

In Gstaad baggert Nico Beeler besonders gern.

In Gstaad baggert Nico Beeler besonders gern. Bild: Andreas Blatter

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Handschuhe und Kappe müssen die Beachvolleyballer in Holland nicht montieren. Der Event zum Saisonauftakt findet in der Halle statt. «Das sind wir uns aber ­gewohnt»­, sagt Nico Bee­ler. Das Natio­nale Leistungszentrum in Bern, dessen Botschafter das beste Schweizer Männerduo ist, verfügt ebenfalls über Indoor-Plätze. Und an die Halle in Den Haag haben Beeler/Krattiger ebenfalls gute Erinnerungen. Im Juni 2017 gelang ihnen im Westen Hollands mit Rang 4 das beste Saisonergebnis. Das Spezielle daran: Ein Teil der Partien wurde in der ­Halle, die Finalspiele unter freiem Himmel ausgetragen.

Nach dem ersten gemein­samen Jahr auf der World Tour gingen der 24-jährige Bee­ler und sein ein Jahr jüngerer Partner im Herbst getrennte Wege. Während Krattiger sich Ferien gönnte, absolvierte der angehende Sekundarlehrer ein Praktikum in einer Schulklasse. Es sei tipptopp gelaufen, meint der Joner. «Ich bin mir sicher, dass ich das später einmal gerne machen möchte. Aber jetzt gilt mein ganzer Fokus dem Sport.» Das mittelfristige Ziel ist die Teilnahme an den Olym­pischen Spielen 2020 in Tokio.

Individuelle Betreuung

Auf dem Weg nach Japan müssen noch einige Hürden überwunden werden. In der Saisonvorbereitung stand die Konstanz im Zen­trum. «Zudem dürfen wir nicht die Nerven verlieren, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt. Statt­dessen müssen wir andere Wege suchen», erklärt Bee­ler. Dabei soll dem Duo Markus Egger zur Seite stehen. Das Spiel seiner Schützlinge sei zurzeit noch sehr von Emotionen geprägt, urteilt der Coach. «In Zukunft sollen ­Nico und Marco handlungsorientiert agieren. Werden sie sich der Wirkung ihrer Handlungen noch mehr bewusst, sind ihre Aktionen weniger stark von aufkommenden Emotionen beeinflusst.»

Egger, einst selbst Spitzen­spieler (Europameister 2001 mit Sascha Heyer), kümmert sich neuerdings ausschliesslich um Bee­ler/Krattiger. «Die Trainings sind so individuell auf uns abgestimmt, was für uns sehr wertvoll ist», sagt Bee­ler. Zudem wird der 42-jährige Egger das Schweizer Topduo an alle Turniere begleiten.

Die Qualifikation umgehen

Nach Den Haag folgt vom 12. bis 14. Januar das CEV Masters im tschechischen Pelh?imov gleich ein zweiter Indoor-Event. «An diesen beiden Turnieren wollen wir wieder in den Wettkampf-Rhythmus kommen und die in der Vorbereitung angeschauten Themen umsetzen», nennt Bee­ler als Zielsetzung. Zudem will das Duo mit Top-Resultaten eine gute (Punkte-)Basis für die Saison legen. Das Saisonziel sei per Ende Jahr ein Platz in den Top 20 der Weltrangliste, «damit wir an den grossen Turnieren sicher­ im Hauptfeld sind».

2017 mussten der St. Galler und der Thurgauer auf der World Tour oft die Qualifikation bestreiten. An den 4- und 5-Sterne-Events überstanden sie diese nur in Fort Lau­der­dale.

Zürich, Luzern und Gstaad

Ende Januar steht auf Tene­riffa das erste Freiluft-Trainings­lager auf dem Programm. Anschlies­send reisen Beeler/Krat­tiger nach Florida, um sich auf das 5-Sterne-Turnier Ende Februar in Fort Lauderdale vorzubereiten. Dort war ihnen vor Jahresfrist mit Rang 9 ein erster Exploit gelungen. Als Saisonhighlights bezeichnet Nico Bee­ler das Major-Turnier vom 10. bis 15. Juli in Gstaad sowie gleich anschlies­send die EM in Holland.

Auf heimischen Sand­courts ist das Schweizer Topteam erstmals Anfang April im Zürcher Hauptbahnhof zum Auftakt der Coop Beach Tour zu sehen. Wei­tere Starts auf der natio­nalen Serie hängen vom Saisonverlauf ab. Mit dem 3-Sterne-Turnier Mitte Mai in Luzern figuriert auch jener­ Event wieder im Kalender der World Tour, an welchem Nico Bee­ler 2015 an der Seite von Alexei Strasser mit Rang 4 erstmals international für Aufsehen sorgte. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 04.01.2018, 11:40 Uhr

Kalender

World Tour 2018. 3. bis 7. Ja­nuar: Den Haag (NED) 4* (M/F). – 20. bis 24. Februar: Kish Island (IRI) 3* (M). – 27. Februar bis 4. März: Fort Lauderdale (USA) 5* (M/F). – 6. bis 10. März: Doha (QAT) 3* (M). – 18. bis 22. April: Xiamen (CHN) 4* (M/F). – 2. bis 6. Mai: Huntington Beach (USA) 4* (M/F) und Mersin (TUR) 3* (M/F). – 9. bis 13. Mai: Luzern 3* (M/F). – 16. bis 20. Mai: Itapema (BRA) 4* (M/F). – 23. bis 27. Mai: Yangzhou (CHN) 4* (M/F; noch nicht bestätigt). – 20. bis 24. Juni: Os­trava (CZE) 4* (M/F). – 27. Juni bis 1. Juli: Polen (Ort noch offen) 4* (M/F). – 4. bis 8. Juli: Espinho (POR) 4* (M/F). 10. bis 15. Juli: Gstaad 5* (M/F). – 25. bis 29. Juli: Tokio 4* (M/F) und Agadir (MOR) 3* (M/F). – 31. Juli bis 5. August: Wien 5* (M/F). – 8. bis 12. August: Moskau 4* (M/F). – 14. bis 19. August: World Tour Finals in Hamburg (M/F). – Bemerkungen: Turniere sind nach Wichtigkeit und Preisgeld in 5 Kategorien (5* bis 1*) unterteilt, aufgelistet sind alle ab 3*. – M = Männer, F = Frauen.
Europameisterschaften: 16. bis 22. Juli in der Niederlande.
Nationale Tour: 5. bis 8. April in Zürich. – 31. Mai bis 3. Juni in Olten. – 28. bis 30. Juli in Basel. – 23. bis 26. August in Rorschach. – 5. bis 7. September in Bern (Schwei­zer Meisterschaften). – Wei­tere Turniere in Genf und ­Locarno (Spieldaten noch offen).

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