Wasserball

Dezimierte Horgner siegen im Tessin

Zum Abschluss der Qualifikation bezwingt Horgen Lugano in einer überhart geführten Partie auswärts 11:9 und präsentiert sich für die kommenden Viertelfinalspiele in guter Form.

Luca Grass erzielt drei Tore zum 11:9-Auswärtssieg des SC Horgen in Lugano.

Luca Grass erzielt drei Tore zum 11:9-Auswärtssieg des SC Horgen in Lugano. Bild: Archiv André Springer

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Was war das für eine dramatische Partie im Sportbad Lido in Lugano am Sonntagabend: 19 Horgner Hinausstellungen, zwei verletzte Spieler, und trotzdem resultierte daraus ein knapper Sieg für die Zürcher. Die Schiedsrichterleistung brachte die Horgner an den Rande der Verzweiflung. Während die Zürcher immer wieder mit einem Mann weniger im Wasser agieren mussten, konnte Lugano, bei lediglich sieben Hinausstellungen, von diesen zahlreichen Überzahlsituationen nicht profitieren. Zum Schluss sass bei den Gästen kein einziger Ersatzspieler mehr auf der Bank.

Horgen begann die Partie konzentriert, leistete sich keine nennenswerten Fehler und führte zur Pause 4:3. Danach wurde die Gangart deutlich rauer, vor allem weil die cleveren Tessiner merkten, dass sie sich beim Schiedsrichterduo viel mehr erlauben konnten als das Team vom Zürichsee. Die Horgner liessen sich jedoch nicht beirren und erhöhten im dritten Spielabschnitt sogar das Tempo. Spielmacher Moritz Oeler wurde schon früh mit einer definitiven Spielsperre bedacht und auch David Miskovic, Oliver Fröhli, und Petar Bjelajac mussten das Wasser noch vor Spielende definitiv verlassen.

Junge bewahren Ruhe

In dieser Phase, als die erfahrenen Horgner Stammspieler die Partie von ausserhalb mitverfolgen mussten, waren es die jungen Akteure, die letztendlich zum knappen Sieg beitrugen – allen voran Luca Grass, der drei Treffer zum Auswärtssieg beisteuerte. Trotz aller Dramatik blieben die Horgner im Hexenkessel von Lugano ruhig und bauten im letzten Viertel ihre Führung auf 10:8 aus. Dem Tabellenzweiten aus der Südschweiz gelang zwar kurz vor Abpfiff noch der Anschlusstreffer, doch Leo Müllers Tor eine Minute vor Spielende bedeutete gleichzeitig auch den Siegtreffer zum 11:9-Schlussresultat. (as)

Erstellt: 18.06.2019, 10:29 Uhr

Telegramm

Lugano - Horgen 9:11 (3:2, 0:2, 3:3, 3:4)

SR Roman/Wocik. – Strafen: 7 gegen Lugano, 19 gegen Horgen. – Lugano: Maksimovic; Pagani (3), Krstic, Dokic (1), Alfano (1), Goran Fiorentini (2), Cassina (1), Bortone, Deni Fiorentini (1), Desserti. – Horgen: Petricevic; Rengel, Oeler (1), Miskovic, Fröhli, Ruiz Diaz, Osinski (1), Müller (1), Bjelajac (3), Bogdanovic (1), Kaszas (1), Grass (3).

Heimspiel abgebrochen

Nur 24 Stunden vor der Auswärtspartie gegen Lugano hatten die Horgner am Samstagabend den SC Kreuzlingen empfangen. Die Wetterkapriolen am Zürichsee verunmöglichten allerdings einen geregelten Spielbetrieb. Nach einem Blitzeinschlag in den Zürichsee entschieden die Schiedsrichter zuerst, die Partie zu unterbrechen, um danach das Spiel aus Sicherheitsgründen definitiv zu beenden. Auf den Tabellenstand hat dieser Abbruch keinen Einfluss: Kreuzlingen stand bereits als Vorrunden-
Sieger fest, und Horgen hatte den 3. Rang schon auf sicher. Der Gegner in der Zwischenrunde steht allerdings noch nicht fest. Es wird entweder Schaffhausen oder Winterthur sein. (as)

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