Squash

Der nächste Streich

Im Final der Clubkollegen aus Langnau behielt Nicolas Müller an der Schweizer Einzel-Meisterschaft in Uster wie schon 2017 und 2018 die Oberhand über Dimitri Steinmann. Vielleicht zum letzten Mal.

Dimitri Steinmann streckt sich im Final gegen Titelverteidiger Nicolas Müller vergeblich.

Dimitri Steinmann streckt sich im Final gegen Titelverteidiger Nicolas Müller vergeblich. Bild: Stefan Kleiser

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Es war business as usual. Und doch nicht. Am Sonntag erweiterte Nicolas Müller seine Medaillensammlung um ein weiteres Erinnerungsstück in Gold. In Uster gewann er zum bereits 13. Mal hintereinander die Schweizer Einzel-Meisterschaft. Schon vor dem neuesten Erfolg galt der Hirzler als der beste Squasher, den die Schweiz je hatte. Doch der Zahn der Zeit nagt auch am Dauersieger. Zuletzt quälte sich der 29-Jährige mit dem Gedanken, ob sich der grosse Aufwand eines Berufssportlers noch lohne.

Im World Ranking ging es für Nicolas Müller zuletzt in die falsche Richtung: von Platz 18 auf Position 28 in zwei Monaten. Geht «the Swiss Rocket», der Rakete aus der Schweiz, wie der Spitzenspieler vom SC Sihltal auf der Tour der Profis einst wegen seiner Blitzstarts in die Matches genannt wurde, etwa der Treibstoff aus? Nein. «Es geht mir schon wieder viel besser», versichert der Vorzeigeathlet. «Das hat man auf dem Court gesehen», meinte der alte und neue Meister am Sonntagabend. Er fühle sich inzwischen «befreit».

In allen Belangen besser

«Ich habe während des ganzen Turniers sehr gut gespielt, sehr konzentriert, und ich habe mich gut bewegt», analysiert Nicolas Müller die Tage in Uster. Es sei schwierig, «wenn alle erwarten, dass du gewinnst». Das diesjährige Finalspiel gegen seinen Clubkollegen Dimitri Steinmann, eine Neuauflage des Endspiels von vor 12 und von vor 24 Monaten, gewann der Favorit gegen den Aussenseiter allerdings deutlich in drei Sätzen. «Ich war in allen Belangen besser. Ich habe an seiner Körpersprache gemerkt, dass ich heute gewinnen werde», meinte Müller.

Womöglich hatte Dimitri Steinmann der Halbfinal am Samstag gegen Reiko Peter zu viel Kraft gekostet. Der 21-Jährige verlor gegen den Luzerner nach einer 10:6-Führung noch den zweiten Satz und musste sich den Sieg danach über die volle Distanz erkämpfen. «Wenn es knapp wird, kann ich mich auf meine Fitness verlassen», meinte Dimitri Steinmann nach dem Finaleinzug noch zufrieden. «Und im fünften Satz habe ich das gemacht, was ich sollte.» Nach dem Final von Sonntag blieb ihm allerdings nur die Enttäuschung.

Es fehlen noch Puzzleteile

«Ich habe nicht das Gefühl, dass ich gut gespielt habe. Ich konnte nicht abrufen, was ich wollte», sagte Steinmann nach der Niederlage. Es fehlten noch einige Teile in seinem Puzzle, so seine Analyse. Die Komplettierung ist angedacht: Der Dübendorfer leitet derzeit die Professionalisierung seines Umfeldes in die Wege, zum Beispiel bei der Vermarktung seiner selbst oder bei der Arbeit mit einem Mentaltrainer. Müller denkt aber nicht daran, den Weg freizumachen. Der Tag, an dem er an der SEM bezwungen werde, komme einmal, «vielleicht», sagt er. «Aber zuerst will ich die Serie noch ein wenig ausbauen.»

Erstellt: 18.03.2019, 18:44 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Die Zürichsee Zeitung digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat. Jetzt abonnieren!