Tischtennis

Der nächste Spitzenspieler

Vor dreieinhalb Jahren hat Numa Ulrich seine erste Lizenz gelöst. Am Samstag debütiert der 13-Jährige an der Schweizer Meisterschaft der Elite in Genf.

Premiere an der Elite-SM: Numa Ulrich.

Premiere an der Elite-SM: Numa Ulrich. Bild: Stefan Kleiser

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Wie er zum Tischtennis kam, weiss er noch genau. In den Ferien war es, im Hotel stand ein Tischtennistisch. «Alle fanden, ich sei im Verein und das sei unfair», erzählt Numa Ulrich. Dabei habe er vorher noch nie einen Schläger in der Hand gehalten. «Aber ich konnte den Ball öfter über das Netz spielen als die anderen.» Inzwischen ist der 13-Jährige der nächste Spitzenspieler aus Wädenswil. Auf den 1. Januar hob der Verband seine Klassierung gleich um sechs Stufen an.

«Ich habe im November sehr viele Elo-Punkte gewonnen», erklärt der Sekundarschüler den Sprung nach oben. An der Meisterschaft des Ostschweizer Tischtennisverbandes entschied er sowohl die B- als auch die C-Kategorie für sich und bezwang mit Pino Keller und Patrick Jund zwei B15-eingestufte Gegner. «Ich habe taktisch gut gespielt und bin ruhig geblieben», erinnert sich Numa. Darum ist er nun selbst B15-klassiert. «Das kam überraschend. Ich dachte, ich werde B12 oder B13.»

«Werde früh ausscheiden»

Für ihn ändere sich aber wenig, ausser: «Ich weiss jetzt, dass ich solche Gegner schlagen kann.» Im November stand der Linkshänder erstmals in der Nationalliga C am Tisch, am Wochenende wird er in Genf seine erste Elite-SM bestreiten. Nervös sei er nicht. «Weil ich weiss, dass ich früh ausscheiden werde.» Er trifft auf Samy Zmirou, den Sieger von 2013. «Mein Ziel ist es, mein bestes Spiel zu zeigen und bis zum Schluss zu kämpfen.» Die Teilnahme sei «ein erster Schritt», sagt er. Und verrät: «Ich hätte nie gedacht, dass ich solche Fortschritte mache.»

Die Verbesserungen kommen nicht von ungefähr: Ulrich steht in Wädenswil, Uster und Dübendorf sechsmal pro Woche in der Halle. Die Gitarre hat er zur Seite gelegt, auch das Geräteturnen habe ihm nicht so gefallen, erzählt er. Nach eineinhalb Jahren Tischtennis beendete er auch seine Karriere beim FC Wiedikon.

Dass der Stadtzürcher Numa Ulrich für Wädenswil antritt, ist dem Zufall zu verdanken. Als er sich entschied, Tischtennis im Verein auszuprobieren, war der Mittwoch noch mit Fussball besetzt. Und bei den Young Stars Zürich gab es nur am Mittwoch eine Trainingsmöglichkeit. In Wädenswil aber konnte er am Donnerstag schnuppern. Numas jüngerer Bruder Levi trainiert auch mit.

Starker Service, viel Drall

«Wir üben für die Schweizer Meisterschaft», erklärt Trainer Norbert Tofalvi. Aber nicht für die Elite, sondern für die Nachwuchs-SM Ende März. Da hat Numa gute Chancen, in der Kategorie U15 den Halbfinal zu erreichen. Und wann bezwingt er erstmals einen Spieler mit A-Klassierung? Noch nicht an diesem Wochenende, antwortet er mit einem Schmunzeln. Aber womöglich schon bald.

Erstellt: 01.03.2019, 10:18 Uhr

Fünf aus Wädenswil

Neben Numa Ulrich werden vom TTC Wädenswil an der Schweizer Meisterschaft auch Lars Posch, Ursina Stamm, Svenja Holzinger sowie Julia Bodmer teilnehmen. Während den drei Damen keine Medaille zugetraut wird, zählt Nationalspieler Posch zu den Geheim­favoriten. Der 19-Jährige, der seit dem Sommer in Saarbrücken trainiert, erreichte 2018 das Endspiel. Damit das auch 2019 gelingt, müsste er die mehrfachen Schweizer Meister Nicola Mohler und Lionel Weber bezwingen. Mit Rahel Aschwanden ist Posch im Mixed-Doppel an Position zwei gesetzt. (skl)

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