Badminton

Bereit für den Erfolg

In der Nationalliga B hat Jonas Schwarz bisher nur gewonnen. Doch der 22-Jährige sagt, er habe diese Saison noch nie richtig gut gespielt – das soll sich an den Schweizer Meisterschaften ändern.

Die nationalen Titelkämpfe werden am Wochenende ausgetragen. Der 22-jährige Adliswiler Jonas Schwartz will in Morges seine erste Medaille in der Elite-Kategorie gewinnen.

Die nationalen Titelkämpfe werden am Wochenende ausgetragen. Der 22-jährige Adliswiler Jonas Schwartz will in Morges seine erste Medaille in der Elite-Kategorie gewinnen.

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Jonas Schwarz ist ausgezogen. Statt in Nürensdorf, wo er aufgewachsen ist, lebt der 22-Jährige nun in der Sihlau zwischen Adliswil und Langnau. Zweieinhalb Zimmer, 75 Quadratmeter, eine Minute von der SZU-Bahnstation entfernt: Alles perfekt. «Offiziell wohne ich seit Dezember da», erzählt der NLB-Spieler vom BC Adliswil. «Aber damals habe ich erst angefangen, Sachen hineinzustellen», schmunzelt er. Ganz viele Dinge habe er bekommen. Das meiste von der Familie und von Freunden. «Und ein Bettsofa erwarte ich noch.»

«Ich habe jetzt mehr Zeit, mich um die ausländischen Spieler zu kümmern.»Jonas Schwarz

Jonas Schwarz ist nun auch Gastgeber. «Ich habe jetzt mehr Zeit, mich um die ausländischen Spieler zu kümmern.» Sonja Pekkola war schon da. «Es war super. Wir sind zusammen einkaufen gegangen und haben zusammen gekocht», berichtet Schwarz. Ins Sihlsports nach Langnau, wo er trainiert und seit 2016 Lektionen gibt, fährt er nun mit dem Velo, und die Reise in die Sporthalle Tüfi, wo die Clubtrainings stattfinden, dauert zehn Minuten und nicht mehr 70.

Studium statt Stützpunkt

Auch der Weg nach Zürich ist kurz. Dort wird Schwarz ab Herbst Wirtschaft studieren. Für Badminton ist genug Zeit. «Ich strebe fünf Trainings in der Woche an.» Derzeit übt der stärkste Schweizer im BCA acht bis neun Mal in der Woche. Nach Bern ans Leistungszentrum des Verbandes wollte er nicht wechseln. Die Chance, es ins Nationalteam zu schaffen, wäre 50 Prozent gewesen, schätzt Schwarz. «Mit dem Studium halte ich mir alle Türen offen, kann aber in der Ausbildung voranschreiten.»

Persönliche Verbesserungen hat Jonas Schwarz jedoch durchaus beobachtet. «Ich werde kontinuierlich besser.» Im November überstand er an den Norwegian International erstmals die Qualifikation an einem internationalen Turnier. Und in der NLB hat er erst ein Einzel verloren: Im ersten Spiel im Januar. «Nach Unterbrüchen bin ich eher ein Langsamstarter», erklärt er. Aber das Niveau in der NLA sei viel höher, «und die Nationalliga A ist die eigentliche Herausforderung». Dorthin arbeiten die Adliswiler. Sie wollen aufsteigen.

«Ich war vier Wochen im Militär und konnte fast nicht trainieren. Vorher war ich fit, nachher nicht mehr.»Jonas Schwarz

«Es sieht gut aus. Ich glaube das Team ist stark genug, und es ist gut zusammengewachsen», findet Schwarz. «Und die Siege schwächen einen nicht.» Er selbst habe aber noch nicht wirklich gut gespielt. «Ich war vier Wochen im Militär und konnte fast nicht trainieren. Vorher war ich fit, nachher nicht mehr.» Erst nach zwei Monaten war er wieder in Form. «Aber die Kunst ist es, auch zu gewinnen, wenn es nicht super läuft. Denn das kann es auch an der Schweizer Meisterschaft geben.»

Erste Medaille im Visier

Die nationalen Titelkämpfe werden am Wochenende ausgetragen, und der 22-jährige Adliswiler will in Morges seine erste Medaille in der Elite-Kategorie gewinnen. Vor einem Jahr scheiterte er im Viertelfinal am späteren Sieger Christian Kirchmayr. Bis Weihnachten arbeitete Jonas Schwarz an der Fitness, dann pausierte er eineinhalb Wochen. «Jetzt arbeite ich an der Schnelligkeit. Ich will mein bestes Level abrufen. Wo das hinführt, das sehe ich dann.»

Es gebe allerdings schon einige Gegner, die er noch nie besiegt habe, sinniert Jonas Schwarz. Dem nominellen Gegner im Viertelfinal, Nationalspieler Julien Scheiwiller, unterlag er vor Jahresfrist in der Nationalliga A 18:21, 17:21. «Ich habe ihn aber einmal geschlagen, in meiner Zeit als Junior», erinnert er sich. Auch für die Aufstiegsspiele in die NLA von Ende März sollte die Form noch stimmen. Denn der nächste Militärdienst steht erst Ende April an.

Erstellt: 29.01.2019, 15:37 Uhr

Gute Chancen im Doppel

Jonas Schwarz durfte dank seiner guten Position im Schweizer Ranking die Qualifikation der Schweizer Meisterschaft auslassen. Doch die Gegner im Finalturnier sind stark. Es ist darum gut möglich, dass der 22-Jährige seine erste Medaille in der Elite ... im Doppel gewinnt. Erst seit dieser Saison spielt Schwarz mit Rinoy Manavalan zusammen, und noch sind die beiden Adliswiler unbesiegt. «Wir hatten gute bis sehr gute Ergebnisse.» Obwohl die beiden nur einmal in der Woche Doppel üben.

Ebenfalls ohne Qualifikation in die Achtelfinals aufgerückt sind vom BC Adliswil Marianne Aellen (Einzel) und Flurina Spühler (Doppel mit Aellen). Und die Qualifikation überstanden haben Timon Schwarz (Einzel), Nicole Perroud und Milena Schnider (im Einzel), Timon Schwarz und Royce Manavalan (Doppel), Nicole Perroud (Doppel mit der Winterthurerin Jenny Kobelt), Marianne Aellen (Mixed-Doppel mit dem Zuger Dario Künzli) sowie Nicole Perroud und Rinoy Manavalan (im Mixed-Doppel).

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