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Auf dem Tiefpunkt angelangt

Demütigung für die Wasserballer vom Zürichsee: Kreuzlingen kantert Horgen 14:1 nieder.

Horgens Goalie Luka Petricevic muss sich in Kreuzlingen wie eine Schiessbudenfigur gefühlt haben.
Horgens Goalie Luka Petricevic muss sich in Kreuzlingen wie eine Schiessbudenfigur gefühlt haben.
Archiv André Springer

Das Ergebnis der Reise an den Bodensee ist für den Rekord-Schweizer-Meister aus Horgen nicht nur eine Demütigung und schallende Ohrfeige sondergleichen, die Klatsche ist gleichzeitig auch ein historisches Versagen der ganzen Mannschaft.Noch nie verloren die Horgner Wasserballer seit der Zugehörigkeit zur der obersten Spielklasse ein Meisterschaftsspiel 1:14.

Horgen steckt definitiv in der Krise und dies nicht nur seit dem Spiel am Wochenende. Muss man bei den jungen Spielern, die teilweise ihre erste oder zweite NLA-Saison bestreiten, beide Augen zudrücken, sind es die Leistungsträger, welche momentan eklatante Schwächen aufweisen: Die beiden Ausländer, Goalie Luka Petricevic und Moritz Oeler, sind seit längerer Zeit ins Mittelmass abgetaucht, Nationalspieler Petar Bjelajac ein Schatten vergangener Saisons und für Captain Oliver Fröhli hat der Sport wohl nicht mehr oberste Priorität. Während bei den Konkurrenten aus Lugano und Kreuzlingen junge Spieler ins Team integriert sind, ohne dass sie von den erfahrenen Akteuren im Stich gelassen werden, ist es bei Horgen genau umgekehrt: Die Neulinge müssen viel zu viel Verantwortung übernehmen, weil sich die erfahrenen Spieler bisweilen peinliche Auftritte leisten.

0:8 nach elf Minuten

Kaum begonnen, war die Partie am Samstagabend auch schon entschieden: Der Gastgeber vom Bodensee gab sich keine Blösse und führte bereits nach elf Minuten 8:0. Nicht nur Horgens Torhüter Petricevic hatte einen rabenschwarzen Abend zu verzeichnen, auch seine Vorderleute versagten. Kreuzlingens Stürmer wurden kaum ernsthaft in ihren Aktionen gestört. Der Horgner Angriff war an diesem Abend ein Totalausfall. Logische Folge dieses Horgner Auftritts war ein 1:11-Rückstand nach dem dritten Spielabschnitt. Und weil keiner der Horgner Akteure an eine Wende glaubte, liess man die Kreuzlinger auch im letzten Viertel gewähren, in der Hoffnung, dass die Ostschweizer mit den arg gebeutelten Zürchern Erbarmen zeigen würden. Mit dem 1:14 war die für den SC Horgen historische Niederlage Tatsache.

Auf Trainer Lukasz Kieloch, der seine Mannschaft momentan nicht erreicht, wartet ein Berg an Arbeit. In der momentanen Verfassung scheinen für die Horgner sogar die die Playoff-Spiele ausser Reichweite.

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