Horgen

An den Träumen arbeiten, damit sie wahr werden

2015 zum 30. Mal Meister geworden, wollen die Horgner Männer heuer wieder die Besten sein. Trainer Lukasz Kieloch und Sportchef Marc Fritschi erklären, was der Titel verändert hat.

Der Horgner Flügel Stefan Velikov (links) ist als einer der Schlüsselspieler bei der Mission Titelverteidigung gefordert.

Der Horgner Flügel Stefan Velikov (links) ist als einer der Schlüsselspieler bei der Mission Titelverteidigung gefordert. Bild: Archiv/ascup-partie vor dem meisterschafts-auftakt

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Am Wochenende starten Horgens Wasserballer in die neue Meisterschaft. «Über die Ziele müssen wir nicht gross reden», erklärt Lukasz Kieloch: «Wir wollen den Titel verteidigen». Vor einem Jahr habe er vor dem Saisonstart noch nicht vom Gewinn der Meisterschaft reden wollen, erinnert sich der Trainer. Nachdem die Equipe im letzten Sommer zum 30. Mal in der Geschichte des SCH den Titel errungen hat, ist das anders. «Jetzt darf ich darüber sprechen.»

Kieloch formuliert ein weiteres Ziel: «Ich würde gerne den Cuptitel holen. Der fehlt uns noch.» Die Ergebnisse sind aber nicht alles. «Die Mannschaft muss sich auch spielerisch weiterentwickeln. Wir wissen nun, was wir können. Jetzt wollen wir die eigenen Spielzüge pflegen. Ich möchte die Spielkultur verbessern und die Spielzüge automatisieren.» Der neuerliche Erfolg und die Fortschritte im Spiel werden mit nur punktuell verändertem Kader angestrebt.

Der Kern ist geblieben

Mit Goalie Luka Petricevic, Center Oliver Fröhli sowie den Flügelspielern Kevin Müller, Stefan Velikov, Petar Bjelajac und Hrvoie Caleta ist das Gros an Schlüsselspielern weiterhin mit von der Partie. Von den Leistungsträgern fehlen einzig der zurückgetretene Deny Kiss sowie der Ungar Karoly Czigany, der in seine Heimat zurückgekehrt ist.

Dazugestossen sind Nationalspieler Amédéo Cassina (von Ägeri), Jahel Sawers (er kehrt nach einer Saison Pause zurück), sowie der neu verpflichtete Serbe Dragan Milosevic. «Er ist vielseitig einsetzbar», sagt der Technische Leiter Marc Fritschi. Ins Training integriert werden zusätzliche Junioren (die ersten aus dem Team 2020). Sie werden gemäss Fritschi aber vor allem in der neu gemeldeten zweiten 1.-Liga-Mannschaft ihre Einsatzzeit erhalten.

Fast alles wie gehabt

Ansonsten ist alles geblieben wie es war. «Der 30. Meistertitel war ein Meilenstein, etwas, das wir unbedingt erreichen wollten», erklärt Fritschi. «Aber es ist nicht so, dass wir uns nun nicht mehr vor Sponsoring-Anfragen retten könnten. Wir müssen immer noch für jede Matchballspende und um jede Bandenwerbung kämpfen.» Doch Fritschi, der zu den Meisterteams von 1998, 2000 und 2001 gehörte, weiss aus eigener Erfahrung, «dass man als Spieler süchtig wird nach dem Erfolg».

Auch Coach Kieloch sagt, am ehesten habe der Meistertitel von letzter Saison die Motivation im Team verändert – diejenige für das Wintertraining, das niemand mag. «Für mich hat sich bestätigt, dass man an seine Träume glauben und an ihnen arbeiten muss. Dann werden sie auch wahr», ist der Coach überzeugt. «Dass es sich lohnt zu arbeiten, das haben die Spieler schon vorher gewusst. Aber es geht um diesen letzten Moment, wenn du müde bist, ob du dann durchbeisst oder aufgibst.» Kielochs Männer haben sich durchgebissen: Zwei der vier Playoff-Final-Spiele gegen Lugano gewannen die Horgner im Penaltyschiessen.

Erstellt: 03.02.2016, 16:01 Uhr

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Heute Donnerstagabend gastieren die Horgner für das Cup-Viertelfinale beim B-Ligisten Aquastar Küsnacht/Zollikon. (skl)

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