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Als der Kopf den Höhepunkt verpasste

Simone Wild kämpft mit Knieschmerzen für das Comeback im Ski-Weltcup. Dass sie es überhaupt dorthin geschafft hatte, kommt der Adliswilerin surreal vor – das zeigte sich bei Olympia.

Simone Wild trainiert im Grünen oder im Fitnesscenter anstatt auf Schnee.
Simone Wild trainiert im Grünen oder im Fitnesscenter anstatt auf Schnee.
Reto Oeschger

Die Kinder stürzen sich in die Tore. Endlich Wettkampf, es ist der Höhepunkt der Skitage in den Flumserbergen.

Die kleine Simone, mit ihren Eltern und der zwei Jahre jüngeren Schwester wie jeden Winter hier in den Ferien, steht daneben, schaut ihren Kollegen des Skiclubs zu. Sie hat Angst. Sie werde ihre Schwünge ja doch nicht hinkriegen zwischen den Toren, denkt sie – und lässt es deshalb gleich ganz bleiben. «Ich wollte mich nicht blamieren, ich wollte nicht, dass mich irgendwer auslacht», sagt sie. Lieber bewegt sie sich weit weg von Zeitmessung und Konkurrenzkampf, von den Blicken anderer. So ist das damals, Anfang der 2000er-Jahre.

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