Horgen

«Alle positiven Dinge habe ich draussen erlebt»

Horgen ist nur mittelmässig in die NLA-Saison gestartet. Oliver Fröhli ist nicht beunruhigt. «Wir sind klar im Aufwärtstrend», sagt der Captain – und freut sich, dass sein Team ab Samstag wieder Heimspiele austragen kann.

Oliver Fröhli hat sich in seinem Stammklub Horgen als Captain zu einer zentralen Figur gemausert.

Oliver Fröhli hat sich in seinem Stammklub Horgen als Captain zu einer zentralen Figur gemausert. Bild: Sabine Rock

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Um Punkte spielen die Wasserballer aus Horgen schon seit Februar. Doch richtig los geht die Saison für sie erst am Samstag: mit dem Heimspiel gegen Aufsteiger Carouge Natation, der ersten Partie im Sportbad Käpfnach. «Alle positiven Dinge, die ich mit Wasserball verbinde, habe ich draussen erlebt», sagt Captain Oliver Fröhli. Bis zur Öffnung des eigenen Freibades spielen die Horgner immer auswärts, in Hallenbädern und Traglufthallen, und trainiert wird im kleinen, stickigen Bergli-Bad.Das letzte dieser positiven Ereignisse war im vergangenen Sommer der Gewinn des 30. Meistertitels in der Horgner Klubgeschichte. Es war ein Sieg nicht einzelner herausragender Wasserballer, sondern ein Erfolg einer gut funktionierenden Mannschaft. «So ein Teamgefühl habe ich noch nie erlebt», sagt Fröhli, der seit zehn Jahren für Horgen in der höchsten Liga spielt. «Es war unglaublich. Es war der Grund, weshalb wir gewonnen haben.» Für den 26-Jährigen war es der zweite Meistertitel nach 2007.

Er hat Führungsqualitäten

Oliver Fröhli steht wie kein anderer für die Verbesserung der Mannschaft. Schon als Junior im SC Horgen, rückte er 2006 in die erste Equipe auf. «Damals war ich noch der junge, freche, wilde Spieler, der dem Gegner unbekannt war und so zu Chancen kam», erinnert er sich. Er agierte als Flügelstürmer und Centerback. Inzwischen sorgt der Nationalspieler am Center, wo er sich für das Team aufopfert, für Tore. Die neue Position ist kein Thema mehr. «Heute», sagt Fröhli, «fühle ich mich wohl auf der Position, obwohl ich nicht gelernter Center bin.»

Trainer Lukasz Kieloch ist begeistert vom Teamcaptain. «Oliver ist der Spieler mit der besten Entwicklung», sagt der frühere polnische und deutsche Nationalspieler, der die Horgner Wasserballer seit eineinhalb Jahren führt. «Oliver hat es letzte Saison geschafft, die Mannschaft in den wichtigen Momenten zu motivieren. Das dritte Spiel im Playoff-Final in Lugano hat er fast alleine gekehrt. Er hat sehr gute Führungsqualitäten. Seine Person, seine Art und Weise, sein Ehrgeiz: Die Mannschaft geht blind hinter ihm her.»

Noch zu wenige Siege

«Mit den Jahren bin ich zu einem erfahrenen Spieler geworden», blickt Fröhli zurück. «Ich bin definitiv nicht mehr der Gleiche wie am Anfang.» Auch beruflich hat sich der Horgner zuletzt verändert. Im Dezember schloss er sein Studium in Elektrotechnik und Informationstechnologie ab. Seit Februar arbeitet er als Consultant für IPT, mit Hauptsitz in Zug und Büro beim Kunden (derzeit in Bern). Und vor vier Monaten ist Fröhli Vater eines Sohnes geworden. Er und seine Frau müssten nun «das Zusammenleben viel mehr planen».

In die laufende NLA-Meisterschaft sind die Horgner mittelmässig gestartet. In den ersten drei Partien gewannen die Schweizer Meister drei Punkte, in den zweiten drei Partien waren es wiederum drei Zähler. «Es hätten mehr Siege sein müssen», sagt Oliver Fröhli. «Aber wir sind ganz klar im Aufwärtstrend.» Anfang Monat erzielte das Team gegen das noch ungeschlagene Kreuzlingen ein Unentschieden. Aber die Saison beginnt ja erst jetzt. Und die wirklich wichtigen Partien, die sind dann auf den Juli angesetzt: Es sind die Playoffs.

Erstellt: 27.04.2016, 17:10 Uhr

Freiluftstart

Gegen die schwächsten Teams

Zwei Siege sind Pflicht für die Horgner in den ersten beiden Heimspielen im Sportbad Käpfnach. Denn mit Carouge (Sa, 20 Uhr) und Bissone (So, 9.15 Uhr) reisen die beiden Teams an, die bis jetzt am wenigsten Punkte gewonnen haben.

Die Gastgeber sind mit einer ausgeglichenen Bilanz in die Meisterschaft gestartet. «Bisher haben wir nicht am Optimum gespielt», urteilt Trainer Lukasz Kieloch: «Vor allem lief es harzig mit der Chancenauswertung.» Vor einem Jahr sei das Team bei weniger Torchancen effizienter gewesen. «Aber jetzt ist der Druck für uns auch grösser», meint Kieloch. Denn die Horgner haben 2015 den Meistertitel gewonnen.

Das Rahmenprogramm beim Horgner Freiluftstart bilden die weiteren NLA-Partien Genf – Bissone, Lugano – Basel und Basel – Genf. Zudem findet am Samstag der Event SCH Come Together statt, mit offeriertem Apéro am Samstag um 17 Uhr, Teampräsentation Horgen 1 um 17.30 Uhr und Party nach dem NLA-Spiel. (skl)

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