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Absalon siegt und Giger scheitert

Julien Absalon gewann sein Heim-Weltcuprennen in La Bresse (FRA). Weltmeister Nino Schurter wurde wegen zwei Defekten Vierter. Der Riedner Fabian Giger packte seine letzte Chance auf ein Olympiaticket mit Rang 28 nicht.

Fabian Giger fokussierte sich immer wieder von Neuem – wie hier im australischen Cairns – auf einen Top-5-Platz im Weltcup, doch nach dem gestrigen Rennen in La Bresse ist sein Olympiatraum geplatzt.
Fabian Giger fokussierte sich immer wieder von Neuem – wie hier im australischen Cairns – auf einen Top-5-Platz im Weltcup, doch nach dem gestrigen Rennen in La Bresse ist sein Olympiatraum geplatzt.
Keystone

Viel Pech bekundete Nino Schurter, der die ersten beiden Weltcuprennen der Männer gewonnen hatte. Der Bündner fiel wegen zweier Hinterraddefekte innerhalb von vier Kilometern aus einer Fünfergruppe zurück, der neben ihm sein Landsmann Mathias Flückiger sowie die drei Franzosen Julien Absalon, Ma­xime Marotte und Victor Koretzky angehörten. Nach dem zweiten Plattfuss fand sich der Weltmeister auf dem 7. Platz wieder und wies eineinhalb Minuten Rückstand auf die Spitze auf.

Schurter gab sich anschliessend selbstkritisch: «Der erste Platte war sicher mein Fehler. Ich hatte einen blöden Ausrutscher in der Abfahrt, musste ein Loch auf Absalon wieder zufahren und habe ein bisschen zu viel riskiert.» Der zweite sei irgendein Seitenschnitt gewesen. «Das kann es auch mal geben. Ich bin froh, dass ich noch den 4. Platz nach Hause gebracht habe und immer noch Leader bin», erklärte Schurter.

Vogel und Forster schwächeln

Vorne fuhr Absalon in seiner engeren Heimat ungefährdet zu seinem 31. Weltcupsieg. Flückiger konnte auch den anderen beiden Franzosen nicht folgen, die so einen Dreifachsieg feierten. Der Oberaargauer musste auch noch Schurter und Olympiasieger Jaroslav Kulhavy passieren lassen. Dennoch zeigte er sich mit dem6. Platz zufrieden. Das Gespräch zum Nominierungsvorschlag von Swiss Cycling steht zwar noch aus, doch als zweitbester Schweizer an diesem Tag hat Flückiger alle Chancen, in Rio de Janeiro zum ersten Mal bei Olympischen Spielen dabei zu sein.

Florian Vogel aus Jona muss hingegen um sein Olympiaticket bangen. Der 34-Jährige wurde gestern nur 21. «Ich war gesundheitlich nicht auf der Höhe und fuhr somit kein gutes Rennen. Doppelt schade, da es um viel ging», hielt er enttäuscht fest. ­Immerhin hatte Vogel das Selektionskriterium – mindestens eine Top-5-Klassierung im Weltcup – letztes Jahr schon mehrfach erfüllt. Auch Neoprofi Lars Forster ist dies mit Rang 5 vorletztes Wochenende in Albstadt gelungen. Der Joner war gestern aber zu verkrampft. «Schon am Anfang machte ich viele Fehler, war aber noch in den Top 15 unterwegs», sagte er. Dann kamen ein platter Reifen und «einige Stürze» hinzu, sodass der 22-Jährige das Rennen auf Rang 41 beendete.

«Nichts ging mehr» bei Giger

Fabian Giger erwischte auch einen vielversprechenden Start. In der ersten Runde konnte der Riedner seine letzte Chance auf einen Top-5-Platz und somit eine allfällige Olympiateilnahme noch wahren. «Aber nachdem ich in der zweiten Runde aus den Top 10 fiel, ging gar nichts mehr», seufzte der 28-Jährige. Er habe sich letzte Woche nur schlecht von seinem Sturz in Albstadt erholt und nie richtig gut ­gefühlt. «Leider erfüllte ich die ­Selektionsvorgabe nicht», meinte er enttäuscht zu seinem 28. Rang.

Besonders bitter für Giger ist, dass er letztes Jahr beim Weltcupfinale in Val di Sole die Top 5 als Sechster um einen Rang verpasst hatte. Der EM-Zweite und Vize-Schweizer-Meister von 2014 wird sich in seiner weiteren Saison nun voll auf den Weltcup und die WM im Juli in Nove Mesto konzentrieren müssen.

Neff erkämpft sich den Sieg

Bei den Frauen meldete sich Jolanda Neff nach einer Grippe eindrücklich zurück. Sie feierte ihren 7. Weltcupsieg auf dramatische Weise. Mit 27 Sekunden Vorsprung auf die Tschechin Katerina Nash nahm die Ostschweizerin die zweite Runde in Angriff.

Auch Neff war aber, wie ihre Konkurrentinnen, vor kleineren Fehlern nicht gefeit. In der dritten Runde stürzte sie kopfüber in den Fangzaun. Da auch die mittlerweile erste Verfolgerin Emily Batty einmal unfreiwillig vom Rad musste, blieb Neff 40 Sekunden vor der Kanadierin. Genau die Zeit, welche die 23-Jährige dann wegen eines Platten am Hinterrad verlor. Gefahr drohte zudem von weiter hinten. Ex-Weltmeisterin Catharine Pendrel startete eine Aufholjagd und schloss Anfang letzte Runde auf. Neff liess die Kanadierinnen aber hinter sich und feierte mit gut einer halben Minute Reserve ihren ersten Weltcupsieg der Saison.

SDA/zsz

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