Tischtennis

Weniger gut als erhofft

Die Wädenswiler haben sich in der Nationalliga A für die Playoff-Viertelfinals qualifiziert. Doch der Trainer und der Schweizer Nationalspieler sind mit den Leistungen nicht zufrieden.

Die Wädenswiler verpassten in der NLA-Qualifikation alle eine positive Bilanz. Trainer Norbert Tofalvi rätselt über die Gründe dafür.

Die Wädenswiler verpassten in der NLA-Qualifikation alle eine positive Bilanz. Trainer Norbert Tofalvi rätselt über die Gründe dafür. Bild: Stefan Kleiser

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Beim TTC Wädenswil ist man erleicht: Das Männer-Team hat das Playoff erreicht, der weitere Verbleib in der Nationalliga A ist damit gesichert. Dass es aber bis zur letzten Doppelrunde gehen würde, bis das feststeht, das hatte Norbert Tofalvi nicht erwartet. «Wir hatten einige gute, aber auch einige schlechte Spiele», blickt der Trainer auf die Qualifikation zurück. Seine Mannschaft schlug auswärts Muttenz und besiegte gleich in der ersten Begegnung Lugano, «das war sicher eine Überraschung», meint der Ungare.

«Aber leider hatten wir auswärts gegen Veyrier null Chance, und auch gegen Chênois, das mit zwei Ersatzspielern antrat, haben wir nur mit Mühe gewonnen», erinnert sich Norbert Tofalvi. Es war ein ständiges Auf und Ab. «Wir haben viele knappen Spiele verloren. Wir sind bestimmt nicht schlechter als Lancy. Doch wir haben zwei Mal gegen Lancy verloren.» Manchmal ein schwächeres Spiel, das könne natürlich passieren. Aber für den Wädenswiler Trainer gab es zu viele solcher Begegnungen.

«Spiele im Training besser»

Auch Lars Posch ist selbstkritisch. «Als Mannschaft haben wir das Ziel erreicht. Aber von mir persönlich muss ich sagen, dass ich mein Ziel leider nicht erreicht habe.» Der Nationalspieler hatte sich vorgenommen, mehr Einzel zu gewinnen als zu verlieren. «Ich habe auch gut begonnen. Aber das erste Spiel gegen Muttenz und die beiden Spiele gegen Wil haben mir die Bilanz versaut.» In diesen drei Begegnungen verliess Posch die Platte acht Mal als Verlierer – und gewann kein einziges Mal.

Und so steht eine Bilanz von 17:21 hinter seinem Namen. «Ich erhoffte mir mehr», sagt der bald 20-Jährige. Schliesslich arbeitet er seit dem Sommer als Tischtennis-Profi in Saarbrücken. «Im Training spiele ich besser», meint er. Im März, nach der Schweizer Meisterschaft, habe er zwei Wochen weniger geübt, berichtet Posch. Weil der Kopf nicht mehr frisch war. Letzte Woche an den Spanish Open sei es ihm gut gelaufen, und davor am Obersee-Cup auch schon besser. «Ich gewinne jetzt öfter die knappen Sätze, nicht wie vorher.»

«Ich finde, Nicolas Simonet und Cédric Tschanz sind nicht besser als Lars», erklärt Norbert Tofalvi. Doch haben sie in der Qualifikation besser abgeschnitten als der Wädenswiler. Vielleicht setzte sich Posch zu stark unter Druck, vermutet der Trainer. «Er trainiert viel, und er will gewinnen.» Diese Woche ist der junge Teamleader noch einmal nach Saarbrücken gereist für 14 Tage Training am Olympiastützpunkt. «Eine Woche vor dem Playoff bin ich wieder da, um mit Norbert die Feinabstimmung vorzunehmen und Balleimer zu trainieren.»

Ein Trio hinter den Zielen

Doch nicht nur Lars Posch erzielte eine schlechtere Bilanz als erwartet. «Vor der Saison habe ich mit allen Spielern gesprochen», erinnert sich Tofalvi. «Sie sagten: 50 Prozent der Spiele oder mehr gewinnen wäre gut. Wir wollen sicher in der Nationalliga A bleiben und das Playoff erreichen.» Mit drei A20-klassierten Akteuren sei das realistisch gewesen. «Nun haben alle eine Quote von weniger als 50 Prozent.» Filip Karin gewann 10 von 26, Oscar Perman 12 seiner 33 Einzel. Um im Playoff-Viertelfinal gegen Meyrin zu bestehen, müssen, diese Bilanzen positiv sein. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 27.03.2019, 12:51 Uhr

Tischtennis

Besser in der Rückrunde

Sechs Siege und acht Niederlagen in 14 Partien: Das ist die Ausbeute der Wädenswiler in der Qualifikation der NLA-Meisterschaft, die am Wochenende mit einer Doppelrunde zu Ende ging. Die Qualifikation für das Playoff der besten sechs Teams gelang in der Rückrunde, in der sich die Linksufrigen acht ihrer zwölf Punkte erspielten.

Im Playoff-Viertelfinal trifft Wädenswil ab dem 13. April auf Meyrin. «Das ist eines der besten Teams», sagt Trainer Norbert Tofalvi über den Gegner. Zwar bezwang der TTCW die Genfer am Sonntag 6:4. Doch bei Meyrin fehlte mit Andrew Rushton die Nummer 1. Immerhin treffe man nicht auf Lugano, findet Nationalspieler Lars Posch: «In Lugano ist es fast unmöglich zu gewinnen.» (skl)

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