Uetikon am See

Sina Frei schreibt Geschichte

Die Uetikerin verteidigte ihren Titel in der U23-Kategorie erfolgreich. Sie hat in allen ihren vier U23-Jahrgängen den EM-Titel geholt, was Rekord bedeutet.

Überglücklich überquert die Uetikerin Sina Frei an der EM im tschechischen Brünn die Ziellinie.

Überglücklich überquert die Uetikerin Sina Frei an der EM im tschechischen Brünn die Ziellinie. Bild: Ego-Promotion/Swiss Cycling

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Für Favoritin Sina Frei, die im Weltcup bereits erfolgreich in der Elite-Kategorie fährt, wurde es im tschechischen Brünn ein schweres Rennen. Die Zürcherin aus Uetikon am See musste sich in einer vierköpfigen Spitzengruppe mit Junioren-Weltmeisterin Laura Stigger, mit Loana Lecomte und auch mit der Spanierin Rocio Garcia Martinez auseinandersetzen.

«Es gab vorne immer wieder Attacken, aber weggekommen ist niemand. Ich habe dann versucht, das Tempo hoch zu halten», erklärte die Schweizerin vom Ghost-Factory-Racing-Team. Erst als sich Stigger in der vorletzten von sechs Runden einen Rutscher und dadurch einen Sturz erlaubte, konnte sich Frei absetzen. Zuerst zog auch noch die Französin Loana Lecomte davon, doch Stigger kam noch mal zurück und holte sich Silber. «Sina hätte auch ohne meinen Sturz gewonnen», lobte die Zweitplatzierte die Siegerin. Ebenso verdient war der 2. Rang der Österreicherin.

"Ich bin natürlich dankbar für die unglaubliche Unterstützung von Swiss Cycling. Wir werden vom Verband extrem professionell betreut. Auch die Unterstützung meines Teams ist für mich sehr wertvoll."EM-Gewinnerin Sina Frei

Sina Frei hat mit ihrem Sieg in Brünn in allen ihren vier U23-Jahrgängen den EM-Titel geholt. Das ist im Mountainbike-Sport einzigartig. Viermal gewann sie als U23-Fahrerin und einmal in der U19-Kategorie. Die Siegerin meinte zu ihrer sensationellen Serie. «Ich konnte immer, wenn es darauf ankam, das Optimum abrufen», hielt die 22-Jährige fest. Vergleichbares hatte vor ihr noch keine Athletin und kein Athlet geschafft. Im Weltcup fasste Frei in dieser Saison auf Anhieb bei der Elite ebenso Fuss.

Andri Frischknecht baut ab

Im Moment ihres Triumphes vergass Frei indes nicht, all ihren Helfern zu danken. «Ich bin natürlich dankbar für die unglaubliche Unterstützung von Swiss Cycling. Wir werden vom Verband extrem professionell betreut. Auch die Unterstützung meines Teams ist für mich sehr wertvoll.»

Vom Zürichsee bestritt ebenso der Feldbacher Andri Frischknecht ein EM-Rennen. Bei der Elite der Männer. Der 25-Jährige klassierte sich im 14. Rang mit einem Rückstand von 2:47 Minuten auf Sieger Mathieu van der Poel und 2:04 auf den Zweitplatzierten Florian Vogel aus der Schweiz. Frischknecht wollte eigentlich unter die ersten fünf fahren. Sein Fazit: «Die Stimmung und mein Start waren gut. Dann wurde es mir zu heiss. Ich hatte dann nicht meinen besten Tag. Ich gab alles, aber es lag nicht mehr drin.»

Erstellt: 29.07.2019, 22:21 Uhr

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