Tischtennis

Positiv bleiben und weiterentwickeln

Nächste Saison debütiert U-15-Schweizer-Meister Lukas Ott im NLB-Team aus Wädenswil. Bisher hat er in jeder Saison öfter gewonnen als verloren. Gelingt ihm das auch in der ersten Mannschaft des Vereins?

Lukas Ott will seinen Steigerungslauf mit dem TTC Wädenswil in der Nationalliga B fortsetzen.

Lukas Ott will seinen Steigerungslauf mit dem TTC Wädenswil in der Nationalliga B fortsetzen. Bild: Stefan Kleiser

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Lukas Ott wird selbstbewusst. «Ich bin jetzt weniger ein Angsthase und greife mehr an», erzählt der 14-Jährige von den Umstellungen in seinem Spiel. Er hat einen neuen Aufschlag einstudiert. «Ich werfe den Ball ganz hoch auf, das irritiert viele Gegner.» Früher habe er oft geschupft und gewartet, bis die anderen den Fehler begingen. Nun greift er an. «Das geht mit dem neuen Aufschlag viel besser.» Denn die Gegner retournieren den neuen Service mehrheitlich lang.

Der junge Wädenswiler macht sich parat für den nächsten Leistungssprung. Er ist sich das Siegen gewohnt. Ende März gewann er an der Schweizer Nachwuchs-Meisterschaft den Titel. Das ist ihm, der seit 2014 teilnimmt, alle zwei Jahre geglückt. Am zweitwichtigsten Turnier der Junioren, dem Top 8, unterlag er aber im Final. «Ich bin gescheitert», kommentiert er das. Gescheitert? «Rang zwei ist nicht gut, aber wenn ich im älteren Jahrgang war, habe ich immer beide Turniere gewonnen.»

Mehr als die Hälfte siegreich

Auch in der Nationalliga C waren die Ergebnisse mehrheitlich positiv. Lukas Ott gewann 25 seiner 33 Einzel und verbesserte seine Klassierung von A16 auf A17. Nun rückt der U-15-Junior in die erste Mannschaft der Linksufrigen auf. Natürlich könne man bei seiner Bilanz sagen, er sei zu Recht ein NLB-Spieler. «Ich gehöre in die Nationalliga B. Aber ich denke, ich kann dort nicht mehr so viel gewinnen wie in der Nationalliga C. Es ist ein grosser Gump.»

«Ich werde sicher nervös sein.»Lukas Ott, Der 14-Jährige bestreitet die nächste Saison mit dem TTC Wädenswil in der Nationalliga B.

Dennoch sagt Lukas Ott, er wolle «so ungefähr 50 Prozent gewinnen oder sogar eine positive Bilanz haben». Er würde damit eine tolle Serie fortsetzen. Vor fünf Jahren spielte er erstmals für Wädenswil. Und gewann in der 4. Liga mehr als die Hälfte seiner Einzel. Das war auch in jeder folgenden Saison so – und stets eine Liga höher. «Ich werde aber sicher nervös sein», blickt Lukas Ott auf seinen ersten NLB-Einsatz voraus. Mit Numa Ulrich (13) wird gleich noch ein zweiter Junior debütieren.

Dass das Team absteigt, glaubt Lukas Ott trotzdem nicht. «Wir haben ja Norbert und werden wahrscheinlich nie 2:8 verlieren.» Mit drei Siegen des Routiniers Norbert Tofalvi würde der TTCW immer einen Punkt gewinnen. Dass er selbst und Numa Ulrich für die Nationalspieler Lars Posch und Filip Karin aufrücken, die neu für andere Vereine antreten, beschäftigt ihn ebenfalls wenig. «Ich denke nicht so. Wir werden uns weiterentwickeln. Wir sind noch nicht so gut wie sie, aber es kommt die Zeit, in der auch wir in der Nationalliga A spielen werden.»

Und noch eine Premiere

Erst einmal nimmt Lukas Ott ab Sonntag an der Jugend-EM in Ostrava teil. Auch das ist eine Premiere. Für ihn sei es der wichtigste Anlass der Saison, erklärt der Junioren-Nationalspieler: Er treffe auf neue Gegner, und das Niveau sei höher als an Turnieren in der Schweiz. International spielen mache darum mehr Spass. «Ich war schon an vielen Orten. Aber eigentlich sieht man nur das Hotel und die Halle. Und in Metz das Fussballstadion», schmunzelt er. Das störe ihn aber nicht, «ich bin ja wegen dem Tischtennis dort».

An der Jugend-EM werde er Vollgas geben, verspricht Lukas Ott. «Mir ist aber auch wichtig, dass ich Spass habe und ein paar Matches bestreiten kann.» Wahrscheinlich würden es mehr Einsätze mit dem Team, da das Einzel im K.-o.-Modus ausgetragen werde, ahnt Lukas Ott. «Es wäre schön, ein bis zwei Runden weiterzukommen. Aber dazu braucht es auch Losglück.» Und steht einmal kein Tischtennis an, spielt Lukas Ott mit Kollegen Basketball. Oder Fussball. «Alles ausser Tischtennis.»

Erstellt: 05.07.2019, 10:10 Uhr

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