Unihockey

Gereift ins Playout

Pfannenstiel hat auch in seiner zweiten NLB-Saison mit dem Playout rechnen müssen, Gegner Sarganserland aber nicht unbedingt mit einem Aussenseiter im Aufwind.

Pfannenstiel in Jubelpose neben geknickten Sarganserländern – so soll es auch im Playout wieder sein.

Pfannenstiel in Jubelpose neben geknickten Sarganserländern – so soll es auch im Playout wieder sein. Bild: PD

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Das macht Mut. Im letzten Qualifikationsspiel würgte Pfannenstiels Dominic Hottinger exakt eine Sekunde vor Schluss den Ball noch zum 6:6 über die Linie. In der Verlängerung holten sich die Einheimischen in der Egger Kirchwies-Halle gegen die Gäste aus Davos dann sogar den Sieg – es war erst der zweite vor heimischem Publikum in dieser Spielzeit. Schon tags zuvor war Pfannenstiel auswärts im Sarganserland erfolgreich gewesen. So hat sich das Teammanager Christof Maurer vorgestellt. «Unser Plan war, in den letzten zwei Quali-Spielen Moral zu tanken.» Denn jetzt wartet auf Pfannenstiel das Playout.

Dass der einzige Zürcher Vertreter in der zweithöchsten Spielklasse auch in seiner zweiten NLB-Saison um den Ligaerhalt spielen muss, war absehbar. Obwohl in der Premierensaison Tabellenletzter geworden, verzichtet Pfannenstiel weiterhin auf die Verpflichtung ausländischer Akteure und das Team trainiert zeitlich noch immer am unteren Limit, sprich kaum mehr als früher in der 1. Liga. Maurer lacht und sagt: «Dass wir überhaupt eine zweite Saison in der NLB anhängen konnten, hat viele überrascht.»

Anzahl Siege verdoppelt

Trotzdem ist heuer einiges anders. Das Team hat die rote Laterne an Grünenmatt weiter gereicht und liegt mit sechs Siegen – das sind doppelt so viele wie im vergangenen Jahr – nach Abschluss der Qualifikation immerhin auf Rang 11. Was aber besonders auffällt, sind die Resultate. Statt eine 0:9-Klatsche zu kassieren, verlor Pfannenstiel heuer beim Tabellenzweiten Basel Regio erst in der Verlängerung. Und das ist nur ein Beispiel.

Fast gegen jeden Kontrahenten lagen für die Zürcher in dieser Qualifikation Punkte im Bereich des Möglichen. «Wir haben uns inzwischen dem NLB-Niveau angepasst, unser Spiel ist variabler geworden», meint Maurer dazu. Er ist überzeugt, dass Pfannenstiel, hätte es sein Spiel etwas häufiger über 60 Minuten durchgezogen, noch mehr Punkte auf dem Konto haben könnte. «Aber leider haben wir immer mal wieder unsere schwachen fünf Minuten eingezogen und das wird auf diesem Niveau sofort bestraft.»

«Wir haben uns inzwischen dem NLB-Niveau angepasst, unser Spiel ist variabler geworden.»Teammanager Christof Maurer

Im Playout wartet nun mit Sarganserland (10. der Qualifikation) ein unangenehmer Gegner, der schwer einzuschätzen ist. Unlängst hat der Verein, der eigentlich mit dem Playoff-Einzug rechnete, Cheftrainer Marco Kipfer abgesetzt und seinen Betreuerstab mit Arto Riihimäki, dem ehemaligen Cheftrainer der Kloten-Dietlikon Jets (NLA), ergänzt. Unschlagbar aber sind die St. Galler nicht, wie der Sieg von vergangenem Samstag zeigt. Maurer will Pfannenstiels überraschend klaren Erfolg allerdings nicht überbewerten: «Es war ein komisches Spiel auf nicht allzu hohem Niveau. Unsere Tore sind fast ein bisschen zu leicht gefallen.»

Der Teammanager attestiert dem Kader des Playout-Gegners, das mit mehreren ehemaligen NLA-Spielern bestückt ist, grosse physische und läuferische Qualitäten und weiss um die Gefährlichkeit des Schweden Jakob Karlsson, immerhin der sechstbeste Skorer der Liga. Pfannenstiel im Gegenzug muss in diesem Playout-Duell, will es ebenbürtig sein, seine Chancen noch besser verwerten. Schmunzelnd sagt Maurer: «Der Anfang ist mit dem 7:2 immerhin gemacht.»

Heimvorteil unwichtig

Vor einem Jahr hat Pfannenstiel seinen Kopf im Playout gegen Grünenmatt überraschend schnell aus der Schlinge gezogen. Ob sich dies auch gegen Sarganserland bewerkstelligen lässt, wird sich ab dem 3. März zeigen, dann nämlich startet die Best-of-5-Serie auswärts in Sargans. Dass der Gegner Heimvorteil geniesst, braucht Pfannenstiel nicht weiter zu kümmern, wie erwähnt realisierten die Zürcher nur zwei der sechs Qualifikationssiege in der heimischen Halle. Das tut Teammanager Maurer zwar leid für das treue Publikum, das für seine Lautstärke über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt ist, aus sportlicher Sicht aber stimmt es ihn zuversichtlich.

Etwas mehr als zwei Wochen hat das Team nun zur Vorbereitung. Maurer sieht die lange Pause positiv. Es bleibe so genügend Zeit, um alle Blessuren auszukurieren und Trainer Marc Werner, für seine Akribie bekannt, könne die Mannschaft perfekt auf den Gegner einstimmen. Maurer sagt: «In drei Wochen kennen unsere Spieler jede Stärke und Schwäche der Sarganser.» Das gibt Sicherheit.

Erstellt: 13.02.2019, 15:16 Uhr

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