Squash

Die drei wichtigsten Spiele der Sihltaler

Verliert das NLA-Team aus Langnau am Donnerstag bei Pilatus Kriens, ist die Playoff-Qualifikation kaum mehr zu schaffen. Die Equipe kämpfte lange mit widrigen Umständen.

Wieder hinter dem Ball her: Der Langnauer Andreas Dietzsch nähert sich seiner Bestform, muss aber mit dem SC Sihltal um die Playoff-Qualifikation zittern.

Wieder hinter dem Ball her: Der Langnauer Andreas Dietzsch nähert sich seiner Bestform, muss aber mit dem SC Sihltal um die Playoff-Qualifikation zittern. Bild: Stefan Kleiser

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

«Der Anfang ist am Donnerstag passiert», sagt Andreas Dietzsch. «Endlich konnte ich wieder einmal drei Sätze ohne Schmerzen durchspielen.» Der 22-Jährige aus dem Squashclub Sihltal hat einen unglücklichen ersten Teil der Saison hinter sich. Im Herbst riss er sich die Bänder am Fuss. «Das hat mich im Trainingsaufwand zurückgeworfen. Und als der Fuss wieder gut war, kamen die Probleme mit dem Rücken.» Er habe deshalb nicht oft im Court gestanden und sei in der nationalen Rangliste zurückgefallen. «Es war frustrierend.»

Andreas Dietzsch ist nun nicht mehr die Nummer 13 der Schweiz, sondern die Nummer 21. «Aber mittlerweile bin ich wieder fit.» In der letzten Nationalliga-A-Begegnung besiegte er den stärker eingestuften Ustermer Joel Siewerdt. «Das Spiel war super. Nach langer Zeit konnte ich wieder einmal einen Spieler aus den Top 15 der Schweiz schlagen. Aber irgendwie ist das Resultat zweitrangig. Ich bin einfach sehr happy, dass ich drei Sätze den Fokus behalten konnte, wie gut der Körper gehalten hat und dass ich das Niveau wieder mitgehen kann.»

Kopf und Körper in Ordnung

Mit einem gesunden Andreas Dietzsch steigen die Chancen der Langnauer, sich doch noch fürs Playoff von Ende März zu qualifizieren. Derzeit belegen die Sihltaler – gestartet mit dem Anspruch, ein Anwärter auf den Titelgewinn zu sein – nur den fünften Rang. Gelingt in den letzten drei Runden keine Verbesserung, würde der Schweizer Meister von 2018 den Playoff-Einzug erstmals seit 2016 verpassen. Und das, obwohl mit Nicolas Müller und Dimitri Steinmann die beiden besten Schweizer Squasher im Team stehen.

«Ich habe häufiger gespielt als gedacht.»Nicolas Müller

Tatsächlich sind die Langnauer in bester Besetzung noch unbesiegt. Spitzenspieler Müller, im World Ranking an Position 32 geführt, hat alle seine Einzel gewonnen. Und Steinmann, ebenfalls Squasher von Beruf und aktuell die Nummer 64 der Welt, verlor lediglich ein Match: am 14. November, als er nach einem Misstritt aufgeben musste. In den bisherigen elf Begegnungen standen Müller und Steinmann, die Partie mit der Verletzung eingerechnet, jedoch bloss fünfmal gemeinsam für Sihltal im Court.

«Ich habe häufiger gespielt als gedacht», sagt Nicolas Müller zwar. Im Januar und Februar habe er geschaut, dass er in der Nationalliga A mittun könne, erklärt der 30-Jährige. Viele Starts auf der Profi-Tour hätten auch keinen Sinn gemacht. Nach dem Tod seiner Mutter war der Hirzler mit anderem beschäftigt als mit Squash – und zog sich auch noch einen Hexenschuss zu. «Ich musste den Körper in Ordnung bringen», berichtet er. Das ist gelungen. «Und der Kopf ist inzwischen auch in Ordnung.»

Siegen ohne Nummer zwei

Jetzt ist der 13-fache Schweizer Einzelmeister bereit für die Aufholjagd. Allerdings werde er das zweitletzte Spiel gegen Vaduz verpassen, verrät Müller. Denn Ende Februar bestreitet er in Chicago ein Platinum-Event der PSA World Tour. Am Donnerstag wiederum, im wichtigen Auswärtsspiel auswärts gegen das viertplatzierte Pilatus, das drei Punkte mehr aufweist, ist Steinmann abwesend wegen des Starts am Oregon Open in Portland. «Auf den Positionen drei und vier sind wir definitiv nicht favorisiert», sagt Müller.

Sechsmal traten die Sihltaler auf der zweiten Position ersatzgeschwächt an – und liessen so fast immer Punkte liegen. Die letzte Partie war allerdings ein Lichtblick. Gegen Uster gelang erstmals der Gewinn von drei Punkten, obwohl einer der zwei Spitzenspieler fehlte. Das soll auch gegen Pilatus so sein. «Wir müssen gewinnen», ist Andreas Dietzsch bewusst. «Aber ohne Dimitri ist das schwierig. Ich habe nicht das Niveau, um ihn eins zu eins zu ersetzen.» Am Donnerstag trifft der Sihltaler in Kriens voraussichtlich auf Nils Rösch, die Nummer sieben der Schweiz.

Erstellt: 12.02.2020, 09:24 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Paid Post

Hilfe und Sicherheit nach Hause holen

Jeder fünfte ältere Mensch braucht im Alltag Unterstützung. Fehlt sie, führt der Weg oft ins Heim. Marktführer Home Instead bietet als Alternative eine 24-Stunden-Betreuung zuhause ab 5800 Franken an.

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben