Wasserball

Deutliche Leistungssteigerung in den Playoffs

Für den SC Horgen endete die Saison zum zweiten Mal in Folge mit der Silbermedaille. Im Gegensatz zum Vorjahr verliefen die Finalspiele gegen Lugano jedoch äusserst ausgeglichen.

Nach 13 Jahren beim SC Horgen wird Torhüter Michael Kern vor dem letzten Heimspiel der Saison durch Vereinspräsident Rico Brazerol verabschiedet.

Nach 13 Jahren beim SC Horgen wird Torhüter Michael Kern vor dem letzten Heimspiel der Saison durch Vereinspräsident Rico Brazerol verabschiedet. Bild: André Springer

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Horgen startete wie immer verhalten in die Saison. Mit einer typischen Sommersportart im Januar zu beginnen, kommt nicht nur den Akteuren ungelegen. Der Saisonstart geht jeweils auch ausserhalb jeglichen Medien- und Zuschauerinteresses über die Bühne. Einige Spieler wiesen dabei Trainingsrückstände auf, die jedoch schnell kompensiert werden konnten. Grosse Hoffnungen legten die Horgner Verantwortlichen auf ihre neue Verpflichtung aus Serbien, den Allrounder Milos Maric. Bereits nach der vierten Partie verletzte sich dieser jedoch so unglücklich, dass er für den Rest der Saison ausfiel.

Horgen versuchte zwar, auf die zweite Saisonhälfte hin einen neuen Ausländer zu verpflichten, doch der Verband legte sein Veto ein und verhinderte so, dass die Linksufrigen gegenüber den beiden grossen Klubs Lugano und Kreuzlingen «konkurrenzfähig» blieb. Dennoch fiel vor allem der zweite Teil der Vorrunde, als Horgen seine Heimspiele im Sportbad Käpfnach austragen konnte, positiv aus. Das Team vom Zürichsee zeigte in dieser Phase eine solide Leistung und lag nur wenig hinter Ligakonkurrent Kreuzlingen zurück.

Aufschwung mit Porobic

Mit dem Start der Playoff-Spiele kam der Dritte der Vorrunde zur lange erhofften Neuverpflichtung: Igor Porobic, der vom Genfer- an den Zürichsee wechselt, übertraf alle Erwartungen. In den ersten drei Partien mit Horgen erzielte er gleich 15 Treffer. Das Kraftpaket aus Montenegro war massgeblich daran beteiligt, dass Horgen im Halbfinal gegen Kreuzlingen zweimal in extremis der Ausgleich gelang und das darauffolgende Penaltyschiessen für sich entscheiden konnte. Wie ein Jahr zuvor schaffte die Equipe von Lukasz Kieloch im vierten Spiel gegen die Thurgauer den Finaleinzug.

Doch die Freude über die willkommene Verstärkung währte nicht lange. Denn bereits im ersten Finalspiel gegen Lugano verletzte sich Porobic so schwer an der Hand, dass er für die restlichen Partien ausfiel. Dennoch zeigte Horgen auch ohne den neuen Ausländer seine stärkste Phase der ganzen Saison. Die Zürcher fügten zuhause den Tessinern nicht nur die einzige Saison-Niederlage zu, die Horgner Wasserballer steigerten sich in den Finalspielen noch einmal merklich. Ohne die unrühmliche dritte Partie in Lugano – als nicht die Akteure, sondern die Schiedsrichter die Partie entschieden – hätte der Meisterpokal in Griffweite gelegen. Schlussendlich darf Horgen mit dem zweiten Tabellenplatz zufrieden sein.

Ohne Kern und Carballo

Die Planung für die neue Saison nehmen die Klubverantwortlichen bereits nach den Sommerferien in Angriff. Pablo Carballo verlässt den Verein. Der mexikanisch-schweizerische Doppelbürger wechselt zu Kreuzlingen. Speziell verabschiedet wurde beim letzten Final-Heimspiel (Ersatz-)Torhüter Michael Kern. Er stand nicht nur 13 Jahre als zuverlässiger Spieler im Dienst des SC Horgen, er vertrat als «Einheimischer» stets loyal die Klubinteressen.

Erstellt: 04.08.2017, 14:56 Uhr

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