Kommentar

Der Geist vom Frohberg

Sportredaktor David Bruderer zum Klassenerhalt der Lakers Stäfa

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Eine Trophäe werden die Stäfner Handballer in naher Zukunft keine in die Höhe stemmen. Dafür ist das Budget mit 420 000 Franken viel zu klein. Emotionale Höhenflüge sind jedoch auch mit schmalem Portemonnaie möglich, das haben die Lakers im Abstiegskampf bewiesen. Gegen Suhr Aarau und Endingen verwandelten sie die Frohberg-Halle in ein Tollhaus.

Die Spieler verdienten sich diese Unterstützung. Sie standen als Team zusammen, kämpften aufopfernd und boten ein Spektakel, das im Ligaerhalt gipfelte. Egal, wohin die Akteure weiterziehen, die Erinnerungen an ­diese Momente werden sie mitnehmen. Auf der Abschlussreise an diesem Wochenende nach Mallorca kommt die Gruppe ein letztes Mal zusammen.

Das Hochgefühl dürfte bei den Spielern noch einige Tage anhalten. Den Mannschaftsverantwortlichen steht hingegen einige Arbeit bevor. Aus dem eigenen Nachwuchs stossen nur wenige Talente nach. Die Lakers werden nicht dar­um herumkommen, die zahlreichen Lücken im Kader mit externen Kräften zu füllen. Den Neuzuzügen muss klar gemacht werden, dass in Stäfa vorderhand keine Titel zu gewinnen sind – gemeinsam aber etwas ­erreicht werden kann.

Der neue Trainer, Pedja Mili­cic, wird die Spieler im Kraftraum schwitzen lassen und mit taktischen Finessen vertraut ­machen. Zen­tral wird aber sein, ob er den Geist vom Frohberg am Leben erhalten kann. Auf dass mittelfristig Eigengewächse, die am Mittwoch auf der Tribüne für Stimmung sorgten, dies in der Nationalliga A auf dem Platz tun können. Erfahrungen in Titelkämpfen brächten sie jedenfalls mit. Das U15-Team holte SM-Silber; die U13-Junioren spielen am Sonntag in Adliswil und Kilchberg um die natio­nale Krone.

Erstellt: 15.05.2015, 11:32 Uhr

Sportredaktor David Bruderer

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