Horgen

Den Sieg aus dem Vorjahr wiederholen

2018 hat Mireia Fehr am Zürichsee Open das Doppel gewonnen. Nächste Woche will die 16-jährige Gymnasiastin, Spitzenspielerin im Horgner Nationalliga-C-Team, auch im Einzel erfolgreich sein.

Will mit offensiverem Spiel noch erfolgreicher werden: Mireia Fehr, die Spitzenspielerin im Tennisclub Horgen.

Will mit offensiverem Spiel noch erfolgreicher werden: Mireia Fehr, die Spitzenspielerin im Tennisclub Horgen. Bild: Anthony Aduhene

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Mireia Fehr hat Heimvorteil: Am internationalen Juniorenturnier des Tennisclubs Horgen, dem Zürichsee Junior Open, tritt sie auf Plätzen an, die sie schon kennt. «Das gibt dir ein anderes Gefühl, du fühlst dich wohler», beschreibt die 16-Jährige. «Es ist schöner, ein Turnier zu haben im Club, in dem du aufgewachsen bist.» Sie ist schon lange hier Mitglied. Und seit 2015 spielt Mireia Fehr im ersten Horgner Damenteam, das im Interclub in der NLC startet.

Vor einem Jahr schied Mireia Fehr am Zürichsee Junior Open allerdings bereits früh aus. Sie hatte Lospech. Gleich in der ersten Runde traf sie auf Alina Granwehr, die später das Turnier gewann. An der Seite von Leandra Vernocchi siegte die Horgnerin jedoch im Doppel. «Es waren intensive Matchs, die viel Spass machten. Ich bin immer noch glücklich, wenn ich daran zurückdenke.» Sie spiele eigentlich fast lieber Doppel als Einzel, verrät sie.

Eigene Ambitionen entdeckt

Gewonnen hat die Juniorin schon oft. 2017 und 2018 entschied sie zum Beispiel die Meisterschaften des Regionalverbandes Zürichsee/Linth Tennis für sich – bei den Erwachsenen. «Das sind die Pokale, die mir am wichtigsten sind», sagt sie. «Aber ich will auch einmal internationale Turniere gewinnen.» Der Weg dahin ist aber noch lang. In der Schweizer Rangliste wird Mireia Fehr aktuell auf Platz 64 geführt. In einem Jahr hofft sie in den Top 40 zu stehen.

«Mir war wichtig, dass der Trainer den Schwerpunkt auf mich legt.»Mireia Fehr begründet ihren Wechsel vom Tenniszentrum Horgen nach Wangen.

Begonnen hat alles, als die Mutter sie und ihre ältere Schwester Natalia mitnahm auf den Tennisplatz. Ihre Ambitionen entdeckte Mireia Fehr erst später. «Alle sagten, ich hätte eine gute Technik und könne weit kommen. Da dachte ich mir: Ich probiere es.» Sie sei aber eher eine Zweiflerin, gesteht sie. «Ich sehe immer bessere Spielerinnen und denke: Wow, spielen die gut.» In zwei Jahren, nach der Matura, will Mireia Fehr entscheiden, ob sie ganz auf Tennis setzt.

«Weiss, was ich brauche»

Derzeit besucht sie die Kantonsschule Pfäffikon, wo sie Spanisch als Schwerpunktfach und Sport als Ergänzungsfach belegt. In ihrer freien Zeit spielt sie auch Klavier. Ab und zu sei die Schule fordernd, erzählt sie, «dann ist es schwierig, sich auf dem Tennisplatz zu konzentrieren». Pro Semester bekommt Mireia Fehr als talentierte Sportlerin aber 75 Lektionen frei für Wettkämpfe. «20 habe ich jedoch schon verbraucht für Kreuzlingen», schmunzelt sie.

Am J5-Event am Bodensee erreichte Fehr letzte Woche die dritte Runde und sicherte sich zwei Zähler für die Junioren-Weltrangliste. An der Schweizer Juniorenmeisterschaft scheiterte sie dagegen schon im Startspiel, nachdem sie 2018 noch die Halbfinals erreicht hatte. «Ich spielte nicht gut. Das kann es geben. Aber es wird nicht mehr vorkommen», verspricht sie. Seit Mai arbeitet die Juniorin an der Tennis-Academy Jean-Claude Scherrer an weiteren persönlichen Fortschritten. «Mir war wichtig, dass der Trainer den Schwerpunkt auf mich legt», erklärt Fehr den Wechsel vom Tenniszentrum Horgen nach Wangen. Nun hat sie individuellere Trainings. «Ich habe hier realisiert, was ich noch brauche, um meine Ziele zu erreichen», erklärt sie.

Derzeit liege der Fokus auf der Verbesserung der Beinarbeit, an mehr Intensität im Spiel und mehr Tempo im Schlag. «Wir arbeiten daran, dass ich offensiver spiele und den Ballwechsel besser aufbaue.» Das soll auch am Zürichsee Junior Open zum Erfolg führen.

Erstellt: 05.09.2019, 16:31 Uhr

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J5 Zürichsee Open

TC Horgen, Zugerstrasse 162, Horgen. - Spieler der Qualifikation Samstag und Sonntag ab 9 Uhr, Spiele des Main Draw ab Montag 9 Uhr. Restauration vor Ort.

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Eine Plattform für die Talente

Ab kommendem Samstag wird im Tennisclub Horgen zum zweiten Mal das Zürichsee Junior Open ausgetragen. Das Event der Kategorie J5 bietet den eigenen ambitionierten Nachwuchsspielern die Möglichkeit, wichtige Erfahrung im internationalen Vergleich zu sammeln. An den ersten zwei Turniertagen sind die Matches der Qualifikation angesetzt, von Montag bis Samstag diejenigen des Haupttableaus. Dort fix dabei sind dank ihrer guten Platzierung in der nationalen Rangliste Ilias Zimmermann, Luc Hoeijmans und Mireia Fehr. Sie alle bestritten das Zürichsee Junior Open bereits vor einem Jahr: Und alle drei gewannen die Konkurrenz im Doppel. (skl)

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