Badminton

Das neue Traumpaar in Adliswil

Der dänische Doppel-Spezialist David Daugaard soll die Sihltaler nach zwei Jahren Abwesenheit in die NLA zurückführen – zusammen mit seiner Freundin Amelie Hertz.

Auch im Badminton gemeinsam unterwegs: David Daugaard und Amelie Hertz streben mit Adliswil den Aufstieg in die Nationalliga A an.

Auch im Badminton gemeinsam unterwegs: David Daugaard und Amelie Hertz streben mit Adliswil den Aufstieg in die Nationalliga A an. Bild: PD

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Im Dezember 2018 trainierte David Daugaard das erste Mal in Adliswil. Danach habe er auch in der Mannschaftsmeisterschaft für den Verein aus dem Sihltal antreten wollen, erklärt der Badmintonspieler aus Dänemark. «Wegen der tollen Menschen, und weil ich an diesem Wochenende viel Spass hatte.» Das Nationalliga-B-Team kommt so zu einem Weltklasse-Athleten. Daugaard wird in der Doppel-Weltrangliste auf Platz 38 geführt. Und er steht im dänischen Aufgebot für die Weltmeisterschaft, die nächste Woche in Basel ausgetragen wird.

Doch David Daugaard wird an der WM in Basel nur Zuschauer sein. Der Grund: Sein Doppelpartner Frederik Søgaard hat sich am Knie verletzt und muss passen. Dabei hatte das Duo davon geträumt, dort in den Viertelfinal vorzustossen. Warum auch nicht? Im November 2018 gewannen Daugaard und Søgaard die Hungarian International, drei Wochen später standen sie an den Scottish Open im Final. Und das, obwohl sie erst seit einem Jahr zusammen spielen. Zuvor hatte Daugaard mit dem gleichaltrigen Mathias Christiansen am Netz gestanden. «Es waren gute Jahre. Aber wir merkten beide, dass es Zeit war für etwas Neues.»

Dazulernen beim Anleiten

In Adliswil soll David Daugaard helfen, den im April nur wegen zweier zu wenig gewonnener Sätze verpassten Aufstieg in die Nationalliga A nachzuholen. Am vergangenen Wochenende war er bereits im Trainingslager des Clubs zu Gast. Er werde beim Anweisen seiner Partner viel lernen, ist der 24-Jährige überzeugt. «Ich werde lernen, auf dem Feld mehr Verantwortung zu übernehmen.» Das muss Daugaard auch im Doppel mit Søgaard machen. «Weil ich drei Jahre älter bin, habe ich auf und neben dem Court ein bisschen mehr Erfahrung.»

«Ich glaube, ich war 15 Jahre alt, als ich gespürt habe, dass ich im Badminton wirklich gut bin.»David Daugaard

Ein Doppel-Spieler sei er immer gewesen, sagt David Daugaard: «seit ich zwölf Jahre alt war». Zum Badminton fand er sieben Jahre früher. Damals spielte er noch Fussball in Skovshoved, nördlich von Kopenhagen. «Ich glaube, ich war 15 Jahre alt, als ich gespürt habe, dass ich im Badminton wirklich gut bin. Also habe ich mit Fussball aufgehört und mich auf meine Badminton-Karriere konzentriert.» 2013 gewann er an der Junioren-EM Silber im Männer-Doppel und Gold im gemischten Doppel.

Inzwischen spielt er nur noch Männer-Doppel. «Da bin ich am besten. Auch die Nationaltrainer sahen hier die grösste Chance, einer der Besten der Welt zu sein.» Und so tourt David Daugaard für Badminton durch die Welt, mit dem Computer im Gepäck. «Ich liebe es, auf der Playstation ‹Fifa› und ‹Counterstrike› zu spielen», verrät er. «Und ich schaue gerne Serien auf Netflix.» Noch immer in Kopenhagen zu Hause («Ich liebe diese Stadt»), erholt er sich gerne gemeinsam mit seiner Freundin in der eigenen Wohnung.

Nicht ohne seine Freundin

Auch sie ist Sportlerin: Amelie Hertz belegt Platz 131 in der Einzel-Weltrangliste. «Es ist perfekt, dass meine Freundin auch Badminton spielt», findet David Daugaard. So verstehe sie sein Leben und wisse, weshalb er so hart trainiere. Beide sind im Kopenhagener Badmintonligaen-Club Greve lizenziert. «Da haben wir uns auch kennen gelernt.»

Nun spielen sie auch in der Schweiz in der gleichen Equipe. «Das war meine Idee», erklärt David Daugaard. Amelie Hertz wechselt für die nächste Saison von Schweizer Meister Uzwil ins Sihltal. David Daugaard und Amelie Hertz bilden daher von nun an das neue Traumpaar im Adliswiler Sport.

Erstellt: 19.08.2019, 14:16 Uhr

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