Stäfa

35 Minuten lang Paroli geboten

Im ersten Playoff-Final in der Nationalliga B leisteten die Lakers Stäfa dem TV Endingen lange Gegenwehr, mussten sich letztlich aber 25:33 – und damit viel zu hoch – geschlagen geben.

Gänzlich aufzuhalten vermochten die Stäfner um Christian Vernier den Endinger Lukas Riechsteiner im ersten Finalspiel nicht.

Gänzlich aufzuhalten vermochten die Stäfner um Christian Vernier den Endinger Lukas Riechsteiner im ersten Finalspiel nicht. Bild: Alexander Wagner

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Als Christian Riechsteiner in der 55. Minute zum 29:23 ins leere Tor traf, war die Partie endgültig entschieden. In Unterzahl hatten die Lakers ihren Goalie durch einen sechsten Feldspieler ersetzt, um doch noch den Umschwung zu schaffen. Schon eine Viertelstunde früher hatten die Gäste eine neue Deckungsvariante probiert. Roger Bleuler agierte als vorgestellter Verteidiger im 5:1-System. Beiden taktischen Massnahmen blieb der durchschlagende Erfolg verwehrt.

Der Sieg für Endingen fiel mit 33:25 letztlich zu hoch aus. «Das Resultat zeigt nicht, wie das Spiel wirklich war. Wir haben in den ersten 40 Minuten super gespielt, dem Favoriten alles abverlangt», analysierte Ferenc Panczel. Besonders freute den Lakers-Trainer, dass sein Team das Manko an Körpergrösse und -masse in der ersten Halbzeit durch unbändigen Kampfgeist wettmachte.

Nervöse Endinger

Ihre ersten beiden Angriffe hatten die Surbtaler erfolgreich abgeschlossen. Ein Selbstläufer wurde die Partie für sie trotz der 2:0-Führung nicht. Das lag zum einen daran, dass der schon früh eingewechselte Patrick Murbach mehrfach erfolgreich intervenierte. In der Offensive fasste sich der schmächtige Kenya Hara aus der Distanz ein Herz und brachte die Gäste nach zehn Minuten zum 6:5 erstmals in Führung. Fünf Minuten später traf der als Best Player ausgezeichnete Nicola Brunner gar zum 8:6. «Wir wussten, dass es eine enge Sache werden würde», meinte Lukas Riechsteiner, der für sein 250. Spiel im Endinger Dress ausgezeichnet wurde. Die Bedeutung der ersten Partie habe schon zu einer gewissen Nervosität geführt. «Wir begingen deshalb ungewohnte Fehler.» Und weil Endingens exzentrischer Goalie Christophoros Nungovitch lange keinen Zugriff zum Spiel fand, bewegten sich die beiden Teams vor der Pause auf Augenhöhe.

Stäfner Rückraum schwach

Das änderte sich nach dem Seitenwechsel. «Weil wir die Zweikämpfe früher annahmen und uns so in der Defensive steigerten», sagte Riechsteiner. Gleichzeitig bauten die Stäfner ab. «Uns fehlte etwas die Überzeugung, die Bewegungen im Angriff waren zu oft quer statt mit direktem Zug aufs Tor», meinte Ferenc Panczel. «Aus dem Rückraum kam bei uns zu wenig», ergänzte Lukas Maag, der sich von dieser Kritik selbst explizit nicht ausnahm. Mit Fortdauer der Partie habe sich auch eine gewisse Müdigkeit bemerkbar gemacht. «Dann agierten wir nicht mehr so clever.»

Respekt vor Frohbergreise

Während die Gastgeber durch Distanzwürfe oder über den kaum zu haltenden Kreisläufer Leonard Pejkovic immer öfter zu leichten Toren kamen, mussten sich die Lakers jedes einzelne ihrer Erfolgserlebnisse hart erarbeiten. «Sie brauchten für ein Tor bloss gefühlte 10 Sekunden, wir hingegen 40», sagte Maag. Für das zweite Spiel morgen Dienstag in Stäfa müssten sie das Gefühl aus der ersten Halbzeit mitnehmen, beschreibt Lukas Maag die Strategie. Lukas Riechsteiner hat Respekt vor der Reise auf den Frohberg: «Wir haben im Herbst erlebt, wie schnell ein Spiel kippen kann.» Da führten die Aargauer in Stäfa nämlich zur Pause scheinbar unantastbar 21:14 und gerieten noch ins Wanken, ehe der 39:36-Sieg feststand. Wollen sich die Lakers das Türchen in die NLA einen Spalt offen halten, tun sie gut daran, vor Heimpublikum die richtigen Halbzeiten aus diesen Partien zusammenzufügen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 12.05.2019, 21:59 Uhr

Telegramm

Endingen - Lakers Stäfa 33:25 (14:13)

GoEasy, Siggenthal. 1320 Zuschauer. – SR Joss/Ouardini. – Torfolge: 2:0, 2:2, 5:4, 5:7, 6:8 (15.), 10:8, 11:11, 13:13, 14:13; 16:16, 19:16, 23:19, 24:21, 26:21, 31:23, 33:25. – Strafen: 4x2 gegen Endingen, 5x2 gegen Stäfa. – Endingen: Nungovitch/Grana (1); Lukas Riechsteiner (1), Sudzum (4), Christian Riechsteiner (6), Mauron (1), Pejkovic (6), Ladan, Wittlin, Kündig (5), Sarac (4/4), Huesmann (5). – Stäfa: Frei/Murbach; Bleuler, Bächtiger, Olafsson (4), Ardielli, Vernier (1/1), Koyasu (4), Brunner (7/1), Schwander (2), Maag (1), Hara (3), Barth (3). – Bemerkungen: Endingen setzt Feldmann und Baumann nicht ein. Stäfa ohne Felder, Schlumpf und Seitle (alle verletzt), setzt Zimmermann nicht ein. Time-outs: Endingen (22./10:8, 51./26:21); Stäfa (30./13:13, 39./19:16, 56./30:23). 6. Frei hält Penalty von Sarac (2:1). 22. Brunner wirft Penalty darüber (10:8).

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