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"Lausanne 2020" als Beschleuniger von Grossprojekten

Drei Wochen vor der Vergabe der Olympischen Jugendspiele 2020 zieht das Lausanner Kandidatur-Komitee eine positive Bilanz. Zwei Grossprojekte werden unabhängig vom Wahlausgang realisiert.

Die Bewerbung Lausannes für die Austragung der dritten Olympischen Jugend-Winterspiele hat bereits vor der 127. Session des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Kuala Lumpur einen positiven Effekt. Denn unabhängig davon, ob die Waadtländer Kantonshauptstadt am 31. Juli den Zuschlag erhält, werden mit dem neuen Sportzentrum mit Eisstadion und olympischem Schwimmbecken sowie einem grossen Studentenheim zwei architektonische Grossprojekte realisiert. Sollte Lausanne die Jugendspiele 2020 austragen dürfen, wird das neue Studentenheim auf dem Campus der Universität zunächst von Sportlern aus aller Welt im Alter zwischen 15 und 18 Jahren bewohnt. Das "Vortex" genannte Neubauprojekt würde erstmals in der olympischen Geschichte alle Athletinnen und Athleten unter einem Dach vereinen. "Vortex" ist als olympischer Ring konzipiert und bietet Platz für 1700 Betten. "Lausanne 2020" habe hinsichtlich dieser beiden Projekte als Beschleuniger gewirkt, sagte Denis Pittet, der Generalsekretär der Kandidatur. Punkten will die Schweizer Kandidatur in Kuala Lumpur mit ihrem geplanten Kultur- und Bildungsprogramm, das zu einem grossen Teil im und um das olympische Dorf "Vortex" stattfinden soll. Das Kultur- und Bildungsprogramm der Lausanner Bewerbung wird von Virginie Faivre, der dreifachen Weltmeisterin im Ski Freestyle (Halfpipe), geleitet. Finanziell präsentiert sich "Lausanne 2020" sehr gut aufgestellt. Die im Budget vorgesehenen Beteiligungen von jeweils 8 Millionen Franken durch die Stadt Lausanne und den Kanton Waadt wurden von den Parlamenten bestätigt, ebenso die Defizitgarantie von Stadt und Kanton. Das Kandidatur-Budget von 2 Millionen Franken wurde "rigoros eingehalten", wie Pittet betonte. Einziger Mitbewerber Lausannes für die Austragung der Olympischen Jugend-Winterspiele 2020 ist Brasov. Die rund 250'000 Einwohner zählende Stadt in Rumänien war vor zwei Jahren Ausrichter des Europäischen Olympischen Jugendfestivals. Erstmals wurden die Jugend-Winterspiele vor drei Jahren in Innsbruck ausgetragen; im kommenden Februar wird Lillehammer (No) Gastgeber sein.

SDA

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