Küsnacht/Rapperswil-Jona

Lakers mit höchstem Saisonsieg

Eishockey Das Zürichsee-Derby zwischen den GCK Lions und den SC Rapperswil-Jona Lakers endete mit einem 5:1-Sieg für das Team vom Obersee, das seiner Favoritenrolle aber nur phasenweise gerecht wurde.

Für Betrieb vor dem Tor der GCK Lions sorgten die Rapperswil-Jona Lakers (Raphael Kuonen) im Derby in Küsnacht.

Für Betrieb vor dem Tor der GCK Lions sorgten die Rapperswil-Jona Lakers (Raphael Kuonen) im Derby in Küsnacht. Bild: Sabine Rock

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Nach gelungenem Saisonstart mit drei Siegen haben die SCRJ Lakers mehr Niederlagen (5) als Siege (3) eingefahren. Gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten GCK Lions war ein Sieg ohnehin Pflicht gewesen. Letztlich resultierte der höchste Saisonerfolg – auch wenn die Anzahl der Torschüsse (31:25) wesentlich knapper war als das Schlussresultat. Den Sieg gilt es am Freitag gegen ein zweifellos stärkeres Langenthal zu bestätigen.

Die Junglöwen, deren Spielkultur und Kampfbereitschaft zuletzt arg kritisiert wurden, mussten die elfte Saisonpleite hinnehmen. Auch wenn bei den GCK Lions der Ausbildungsgedanke wichtiger als Siege sind, drücken Niederlagen am Laufband auf die Moral und nagen am Leistungswillen.

SCRJ Lakers effizienter

Die SC Rapperswil-Jona Lakers rissen das Zepter sofort an sich und schnürten die Gastgeber mehrheitlich in deren Abwehrzone ein. Mit ein paar Kontervorstössen setzten die GCK Lions aber auch den einen oder anderen Nadelstich. Ein solcher führte in der 8. Minute zum 1:0. Jari Allevi hatte mit einem Rückpass von hinter der Torlinie Fredrik Sitje ideal bedient. Die Gäste hat- ten diesen Schockmoment aber schnell verdaut, und Leandro Profico traf 77 Sekunden später zum 1:1. Der nächste Treffer liess auch nicht lange auf sich warten. Jared Aulins Schrägschuss flog von Luca Luchsingers Schlittschuh zum 2:1 in die Maschen (12.). Für GCK-Goalie Daniel Guntern, mit einer mageren Fangquote von 78 Prozent in dieser Saison, war damit der Arbeitstag bereits zu Ende. Der 19-jährige Wolfgang Zürrer übernahm – und musste sich in der 18. Minute vom gleichaltrigen Yves Bader, der sein erstes Tor für die Lakers erzielte, zum 3:1 bezwingen lassen. Dem 4:1 kurz vor der ersten Pause blieb die Anerkennung wegen Torraumoffsides verwehrt.

Aufbäumen der GCK Lions

Die Junglöwen kamen nach der ersten Pause bissiger aus der Kabine, sie bremsten sich aber selber aus, als Denis Malgin wegen zu vieler Spieler auf dem Eis die Strafbank aufsuchte. Das 4:1 in Überzahl war letztlich eine Co-Produktion der beiden Kanadier: Aulin passte, Andrew Clark vollendete (26.). Danach war wieder das Heimteam die aktivere Mannschaft, ehe ein Time-out die Lakers wachrüttelte (29.). GCK-Hüter Zürrer stand häufig im Mittelpunkt, das 5:1 durch Michael Hügli konnte er aber nicht verhindern (34.). Die GCK Lions zeigten sich weiterhin willig, doch sie brachten den Puck einfach nie richtig vors Tor von Melvin Nyffeler, der kaum je ernsthaft geprüft wurde.

Das Spiel war spätestens zu diesem Zeitpunkt entschieden. Die Zürcher konnten nicht mehr – Florian Schmuckli, Atanasio Molina, Allevi (sowie Marc Grieder von den Lakers) reagierten ihren Frust mit Faustschlägen ab. Die St. Galler durften sich auf ihren Lorbeeren ausruhen.

Auch wenn die GCK Lions nicht Spitze sind – auf anderer Ebene verdienen sie ein Lob: Ihre Würste vom Grill werden auch vom Gastpublikum als die besten bezeichnet. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 21.10.2015, 11:44 Uhr

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