Rapperswil-Jona

Lakers gewinnen das Derby wieder

Das dritte Zürichsee-Derby zwischen den GCK Lions und Rapperswil-Jona endete erneut mit einem Sieg der Lakers. Diese stiessen beim 3:2 allerdings auf grossen Widerstand. Matchwinner war Captain Antonio Rizzello mit zwei Toren.

Lakers-Captain Antonio Rizzello (Mitte) hält in Küsnacht die GCK Lions, wie hier Alexander Braun (links) und Florian Schmuckli, auf Trab.

Lakers-Captain Antonio Rizzello (Mitte) hält in Küsnacht die GCK Lions, wie hier Alexander Braun (links) und Florian Schmuckli, auf Trab. Bild: Kurt Heuberger

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Die SCRJ Lakers starteten furios. Raphael Kuonen gelang bereits nach 110 Sekunden im Nachschuss das 1:0. Es war der 12. Saisontreffer des Top­sko­rers. Bis zur 6. Minute stand GCK-Goalie Daniel Guntern gegen Antonio Rizzello sowie Kuonens Pfostenschuss gleich zweimal das Glück bei. Die Gäste po­werten weiter, mussten sich jedoch bis zur 18. Minute gedulden, ehe Rizzello das 2:0 erzielte – in Unterzahl. Patrick Schommer hatte in seinem ersten Saisonspiel nach langer Verletzung als Erster die Strafbank aufsuchen müssen, Jared Aulin aber das Powerplay der Zürcher durchschaut. Nach dem Puckgewinn konnte der Kanadier alleine losziehen und bediente uneigennützig den mitgelaufenen Captain; Florian Schmucklis Rettungsversuch kam zu spät.

Aufregung herrschte in der 19. Minute, als Marco Miranda einen Weitschuss von Alex Nikiforuk ablenkte. Die Scheibe prallte von der Lattenunterseite auf (oder hinter?) die Torlinie. Nach langen Diskussionen bequemte sich der Schiedsrichter – das Heimteam hatte mit einem Spielfeldprotest gedroht –, die Videobilder anzusehen und entschied auf «kein Tor».

Die GCK Lions drehten auf

Das Spiel schien den erwarteten Lauf zu nehmen. Doch die GCK Lions traten nach der ersten Pause wesentlich lauffreudiger und entschlossener auf. Sie spielten den Puck rasch dem vordersten Stürmer zu und wirbelten die Gäste oft durcheinander. Es wirkte, als hätten diese bereits den Sparmodus eingeschaltet. Offensiv fehlte die letzte Konsequenz, und die Abwehr liess den GCK-Stürmern viel Raum. Jari Allevi hatte in der 26. Minute zweimal das 1:2 auf dem Stock, Damon Puntus einmal (31.). Lakers-Goalie Michael Tobler, im Cup gegen Lausanne in der 9. Minute eingewechselt und zuvor neunmal auf der Bank, rechtfertigte seine Nomination mit mehreren guten Paraden.

Vor dem Anschlusstreffer nach 32 Minuten hatten die Gäste in der mittleren Zone ein Foul an Leandro Profico gesehen; selbst die GCK-Galerie stimmte ihnen bei. Ramón Diem nutzte das Zögern der Lakers. Er preschte auf der rechten Seite vor, und seinen mustergültigen Pass verwertete Jérôme Bachofner. In der 35. Minute scheiterte Pascal Nägeli an ­Tobler. Ein 2:2 nach zwei Dritteln hätte dem Gezeigten entsprochen.

Rizzellos Ener­gie­anfall

Das Schlussdrittel begann mit einem Pfostenschuss von Grieder. Trotzdem fanden die Lakers nicht mehr zu ihrer anfänglichen Überlegenheit zurück. Individuellen Übermut, von Schommer und Zangger an der offensiven blauen Linie demonstriert, hätten routiniertere Gegenspieler wohl ausgenutzt. Letztlich entwickelte sich ein Abnützungskampf um ­jede Scheibe. Dar­un­ter litt die Genauigkeit, zusammenhängende Aktionen gab es nur noch selten. Nach diesem Muster fiel in der 53. Minute das 3:1. Rizzello hatte mit viel Effort den bereits an Raphael Prassl verloren geglaubten Puck zurückerobert, und via Aulin kam dieser wieder auf seinen Stock.

Folglich schirmten die St. Galler ihr Gehäuse gut ab. Als die Junglöwen mit sechs Feldspielern alles auf eine Karte setzten, verfehlte Michael Hügli das leere Tor. Kurz dar­auf verlor er im eigenen Drittel die Scheibe, weshalb Bachofner und Dominik Diem alleine vor Tob­ler auftauchten. Diem schoss 38 Sekunden vor Schluss das 2:3. Dieses Derby war das umstrittenste, spannendste und attraktivste, nachdem die Lakers die bisherigen mit 3:1 und 5:1 deutlicher gewonnen hatten. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 30.11.2015, 09:36 Uhr

Stimmen zum Spiel

Antonio Rizzello, Captain und Doppeltorschütze SCRJ Lakers: «Wir haben viele individuelle Fehler gemacht und sind im Vergleich zum Cupspiel nicht mehr so viel gelaufen. Das 2:0 ist unserer Effizienz entsprungen und hat zwar Sicherheit gebracht, aber wir hatten nicht alles im Griff. Nach dem Anschlusstreffer hätte das Spiel auf beide Seiten kippen können. Mit Scheibenverlusten ermöglichten wir den Zürchern Gegenzüge. Für uns war wichtig, dass wir die drei Punkte geholt haben.»

Matti Alatalo, Trainer der GCK Lions: «Ich bin sehr zufrieden mit unserer Leistung. Wir haben alles ganz genau gemacht und gut ausgeführt, vor allem kämpferisch. Die Lakers sind besser ins Spiel gekommen und hatten gute Chancen, unser Torhüter hielt aber gut. Im zweiten Drittel waren auch wir gut im Spiel. Wir trauten uns mehr und kreierten wirklich gute Torchancen. Ich brauchte in der ersten Pause harte Worte wegen unseren defensiven Verhaltens. Das hat ein wenig Ordnung gebracht.» (bp)

National League B

GCK Lions – SCRJ Lakers 2:3 (0:2, 1:0, 1:1)

KEK, Küsnacht. 530 Zuschauer (Saison­rekord). SR Clément, Betschart/Huguet. – Tore: 2. Kuonen (Profico, Schommer) 0:1. 18. Rizzello (Aulin, Grieder / Ausschluss Schommer!) 0:2. 32. Bachofner (R. Diem) 1:2. 53. Rizzello (Aulin, Lucenius) 1:3. 60. (59:22) D. Diem (Bachofner, Molina) 2:3 (ohne Torhüter). – Strafen: 2×2 Minuten gegen die GCK Lions, 3×2 Minuten gegen die SCRJ Lakers. – GCK Lions: Guntern; Molina, Sørvik; Braun, Schmuckli; Luchsinger, Seiler; R. Diem, D. Diem, Bachofner; Allevi, Nägeli, Sitje; Puntus, Nikiforuk, Schmidli; Miranda, Prassl. – SCRJ Lakers: Tobler; Geyer, Blatter; Grieder, Sataric; Profico, Lüthi; Zangger, Grossniklaus; Aulin, Lucenius, Rizzello; McGregor, Schlagenhauf, Hügli; Kuonen, Vogel, Schommer; Hüsler, Schaub. – Bemerkungen: GCK Lions ohne Foucault, Peter, Ulmann (alle verletzt), Hächler, Hinterkircher, Karrer, Leimbacher, Malgin, Neuenschwander, Schlegel, Suter (alle ZSC Lions). SCRJ Lakers ohne Clark, Frei, Högger, Mason, Schmutz (alle verletzt), Auriemma, Bader, Grigioni und Tkachenko (alle überzählig). Pfosten-/Lattenschüsse: 6. Kuonen, 19. Miranda, 19. Geyer, 41. Grieder. GCK Lions ab 57:23 bis 59:22 und ab 59:27 ohne Goalie.

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