Eishockey

SCRJ im Findungsprozess

Eine gute Woche vor dem Saisonstart ist bei National-League-Aufsteiger Rapperswil-Jona das Toreschiessen ein grosses Thema. Zudem könnte noch vor dem Saisonstart ein fünfter Ausländer dazustossen.

Gefordert: Trainer Jeff Tomlinson hat seinen Spielern bis zum Saisonstart noch einiges zu vermitteln.

Gefordert: Trainer Jeff Tomlinson hat seinen Spielern bis zum Saisonstart noch einiges zu vermitteln. Bild: Silvano Umberg

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«Ich würde mir Sorgen machen, wenn wir nicht zu Chancen kommen. Aber so ist es nicht.» Diese Worte sagte Trainer Jeff Tomlinson am Montag anlässlich eines Medientermins, zu dem die SCRJ Lakers eingeladen hatten. Tomlinson sprach damit die Torausbeute seines Teams in den zehn Testspielen an. Diese war ungenügend, zumindest, wenn es gegen Konkurrenten aus den höchsten Ligen der Schweiz, Deutschland, Tschechien und der Slowakei ging. Die Lakers erzielten in diesen sechs Vergleichen nur sechs Tore, bezwangen einzig den HK Nitra aus der Slowakei (2:1).

Als Lösungsansätze gegen die Torflaute nennt der Coach mehr Bewegung im Offensivspiel und mehr Puckbesitz. Vielleicht hilft ja auch das Cupspiel am kommenden Mittwoch gegen den EHC Dübendorf. Beim zwei Spielklassen tiefer engagierten amtierenden Meister der MSL sollten die Lakers Gelegenheit bekommen, das Toreschiessen nochmals zu üben. Tomlinson kündet an, den Wettbewerb sehr ernst zu nehmen, nennt die Cup-Titelverteidigung als Ziel.

Früh in Sicherheit sein

Für die Meisterschaft, die am 21. September mit dem Auswärtsspiel gegen die SCL Tigers beginnt, sind die Ambitionen freilich weniger hoch. Nach drei Jahren in der Zweitklassigkeit sind die SCRJ Lakers zurück in der besten Eishockeyliga des Landes – als Underdog, dessen sind sie sich bewusst. «Wir müssen die Sache realistisch sehen, für uns geht es um den Ligaerhalt», verdeutlicht Sportkoordinator Roger Maier, «diesen Ligaerhalt wollen wir möglichst früh schaffen. Und natürlich wollen wir möglichst lange am ‹Strich› schnuppern.»

Tomlinson definiert seine Ziele nicht anhand eines Tabellenplatzes. Er will von seinem Team tägliche Verbesserung sehen. «Es geht darum, in der Liga anzukommen, uns zu stabilisieren.» Dies aber mit durchaus mutigem Hockey, auch gegen die Gegner mit den ganz grossen Namen. «Wir wollen auch in der National League aggressives, laufintensives Eishockey spielen.»

Viereinhalb Monate ist es her, seit die Lakers am 25. April in Kloten den Aufstieg schafften. Hinter den Kulissen wich das Feiern schon bald wieder umso intensiverer Arbeit. «Diesmal war die Saison fertig, und die neue fing gleich wieder an», sagt Markus Bütler. Der Lakers-Geschäftsführer erklärt, dass die Aufgaben in der National League nicht anders seien, der Prozess und die Aufmerksamkeit aber sehr wohl.

Erst 2500 Saisonabos verkauft

Noch viel mehr Aufmerksamkeit würden sich die Lakers vom Publikum in Rapperswil-Jona wünschen. Nach der Begeisterung rund ums Team und den Klub im Spätwinter und Frühling dieses Jahres muss Bütler etwas ernüchternd zur Kenntnis nehmen, dass bisher rund 2500 Saisonkarten – 700 mehr als in der vergangenen Saison – abgesetzt wurden. «Ich hätte mehr erwartet. Ich dachte, wir schaffen 3000», sagt der Geschäftsführer. Für die Stehplatzränge wurden bisher sogar erst 300 Saisonkarten verkauft. Bütler hofft, dass sich dies in den kommenden Tagen noch ändert. Es bleibe ja noch etwas Zeit bis zum Saisonstart.

Diese Zeit will auch Tomlinson für die Arbeit mit seiner Mannschaft nutzen. In den vergangenen vier Wochen lief der Trainingsbetrieb mit einem 28-Mann-Kader. «Das war schon nicht immer einfach. Wir trainierten teilweise in Gruppen», sagt der Coach. Sofern alle gesund sind – was kaum je der Fall sein dürfte –, haben die Lakers derzeit sechs überzählige Spieler. Für einige wird weiterhin nach Lösungen gesucht, um ihnen in anderen Teams Spielpraxis zu ermöglichen.

Auf Ausländersuche

Das Kader der SCRJ Lakers könnte aber auch bald nochmals Zuwachs bekommen. Sportchef Maier hat seine Fühler nach einem zusätzlichen Ausländer ausgestreckt. Dies, weil sich der kanadische Stürmer Jared Aulin noch nicht vollständig von seiner Bänderverletzung, die ihn in der zurückliegenden Saison bereits in der Ligaqualifikation ausser Gefecht setzte, erholt hat. Der 36-Jährige kam zwar in Testspielen zum Einsatz, letztmals allerdings am 23. August. Sein Saisondebüt soll nicht forciert werden. «Wir wollen aber auch nicht mit nur drei Ausländern in die Saison gehen», sagt Maier. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 11.09.2018, 14:01 Uhr

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