Eishockey

Lakers im dritten Anlauf besiegt

Es musste fast so kommen: Nachdem La Chaux-de-Fonds die ersten beiden Partien der Halbfinal-Serie gegen Rapperswil-Jona trotz spielerischer Überlegenheit verlor, stürmte es gestern noch energischer und gewann verdient 3:2.

Bis kurz nach Spielmitte hielten die Lakers (hier Steve Mason und Goalie Melvin Nyffeler) dicht, dann wurde La Chaux-de-Fonds (Dominic Forget) doch noch für seinen Sturmlauf belohnt.

Bis kurz nach Spielmitte hielten die Lakers (hier Steve Mason und Goalie Melvin Nyffeler) dicht, dann wurde La Chaux-de-Fonds (Dominic Forget) doch noch für seinen Sturmlauf belohnt. Bild: Keystone

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Eine schlechte Nachricht gab es für die Rosenstädter gestern schon vor dem Spiel. Ihr überragender Topscorer Dion Knelsen konnte krankheitsbedingt nicht mittun. Anstelle des Kanadiers kam der vom EHC Winterthur für die Playoffs als Ersatzausländer verpflichtete Alex Hutchings zu seinem Debüt im Lakers-Dress.

Und kaum stand der ebenfalls aus Kanada stammende Stürmer erstmals auf dem Eis, holte er auch gleich einen Gegenspieler von den Beinen. Das frühe Powerplay vereinfachte das Unterfangen der Gastgeber, das Spieldiktat umgehend an sich zu reissen. Wenig später übertrieb es Robin Leblanc allerdings mit stürmen, verlor als hinterster Neuenburger den Puck. Es entstand ein 3-gegen-1-Konter, Corsin Casutt machte es aber selbst und brachte die Gäste – mit ihrem erst dritten Torschuss – in Führung (7.).

40 Strafminuten im 1. Drittel

In Kombination mit den vielen ausgelassen eigenen Chancen war das Gegentor aus heiterem Himmel zuviel für die Neuenburger. Sie verloren die Nerven, provozierten bei jeder Gelegenheit. Die Lakers liessen sich das nicht bieten, so dass es in der Schlussphase des Startdrittels zu einer wilden Prüglerei vor ihrem Gehäuse kam. 22 Strafminuten resultierten daraus, bis zur ersten Pause insgesamt 40.

Am Resultat änderte sich darob nichts. Vorerst – denn nach Spielmitte wurde der Sturmlauf der Chaux-de-Fonniers’ doch noch belohnt. Zuerst lenkte Jaison Dubois einen Schuss von Topscorer Dominic Forget unhaltbar für den einmal mehr überragend abwehrenden Melvin Nyffeler ab (32.), knapp sieben Minuten später tat Robin Leblanc während einer Strafe gegen Thomas Büsser, der wie Hutchings von Winterthur verpflichtet wurde und erstmals zum Einsatz kam, gleiches mit einem Hammer von Verteidiger Kevin Hecquefeuille.

In den verbleibenden gut zwei Minuten des Mittelabschnitts zeigten die Lakers eine vehemente Reaktion auf den erstmaligen Rückstand in dieser Serie. Im Schlussabschnitt war es aber wieder meist La Chaux-de-Fonds, das den Ton angab. Wirklich gefährlich für HCC-Keeper Tim Wolf wurde es nur, wenn sein Team in Unterzahl agieren musste. Eine Strafe gegen David Stämpfli nutzte der in diesem Duell bisher wenig in Erscheinung getretene Lakers-Captain Antonio Rizzello zum 2:2 Ausgleich (50.).

Blatters fataler Fehlpass

Als sich die 3743 Zuschauer in der Patinoire des Mélèzes geistig wohl bereits auf eine Verlängerung einstellten, leistete sich Patrick Blatter einen folgenschweren Fehler. Daniel Carbis fing den zu wenig präzis und scharf gespielten Risikopass des SCRJ-Verteidiger an den blauen Linie ab, spielte den sofort Richtung Tor vorpreschenden Jérôme Bonnet an, welcher den Puck eiskalt einnetzte (56.).

Obwohl die Lakers bis zur Schlusssirene nochmals alles versuchten, ein Time-out einzogen und den Goalie durch einen sechsten Feldspieler ersetzten, wollte der Ausgleich nicht mehr gelingen. «Wir machten uns das Leben heute mit einer Flut an Strafen selber unnötig schwer», seufzte Lakers-Verteidiger Cyrill Geyer hinterher. (zsz.ch)

Erstellt: 11.03.2017, 00:14 Uhr

Telegramm

National League B

Playoff-Halbfinal (Best of 7). Spiel 3:

La Chaux-de-Fonds – SCRJ Lakers 3:2 (0:1, 2:0, 1:1)
Mélèzes. 3743 Zuschauer. SR Hebeisen/Weber, Huguet/Kehrli.
Tore: 7. Casutt 0:1. 32. Dubois (Forget, Grezet) 1:1. 38. Leblanc (Hecquefeuille, Meunier/Ausschluss Büsser) 2:1. 50. Rizzello (Geyer, Hutchings/Ausschluss Stämpfli) 2:2. 56. Bonnet (Carbis) 3:2.
Strafen: 12×2 Minuten gegen La Chaux-de-Fonds, 18×2 plus 5 Minuten (Altorfer) plus Spieldauer (Altorfer) gegen die Rapperswil-Jona Lakers.
La Chaux-de-Fonds: Wolf; Zubler, Erb; Hostettler, Hecquefeuille; Eigenmann, Stämpfli; Jacquet, Ganz; Sterchi, Forget, Dubois; Leblanc, Meunier, Keller; Rattaggi, Burkhalter, Carbis; Muller, Bonnet, Grezet.
Rapperswil-Jona Lakers: Melvin Nyffeler; Sataric, Maier; Geyer, Blatter; Grossniklaus, Molina; Büsser, Guerra; Hügli, Hutchings, Casutt; Profico, Aulin, Rizzello; Hüsler, Vogel, Schmutz; Hoffmann, Mason, Altorfer.
Bemerkungen: La Chaux-de-Fonds ohne Eriksson, Hasani, Hobi (alle verletzt), Boehlen, Vuilleumier, Willemin, DeSimone, Hofmann und Tschantz (alle überzählig); Rapperswil-Jona Lakers ohne Brandi, Frei, McGregor, Zanzi (alle verletzt), Knelsen (krank), Auriemma (Elite-B-Junioren), Bader, Gurtner und Studer (alle überzählig). Pfostenschüsse: 2. Hecquefeuille, 47. Meunier. 58:22 Time-out Rapperswil-Jona, danach ab 58:50 ohne Torhüter.
Schüsse: 48:23 (17:11, 21:5, 10:7).
Stand in der Serie (best of 7): 1:2.

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