Kommentar

Ein Scheitern mit Ansage

Ein Kommentar von Silvano Umberg zur Niederlage der SC Rapperswil-Jona Lakers im NLB-Final gegen den SC Langenthal.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Das ist bitter! Zum zweiten Mal in Folge haben die Lakers den NLB- ­Final verloren – diesmal trotz einer 2:0-Führung in der Serie gegen Langenthal. Nüchtern ­betrachtet kommt das Scheitern aber nicht überraschend.Verantwortlich dafür ist das liebe Geld. Mit dem drohenden Konkurs im Nacken drückten die Lakers auf die Sparbremse. Sie liessen wichtige Leistungsträger der Saison 2015/16 ziehen, reduzierten das Budget der ersten Mannschaft auf diese Saison hin sogar leicht, während sich die Konkurrenz teils massiv verstärkte.

Die Quittung kam schon in der Qualifikation, in der die Rosenstädter statt Erste nur noch Vierte wurden. Mit einer enormen Willensleistung – und dem nötigen Wettkampfglück – ­gelang ihnen dennoch der Finaleinzug. Chapeau! Zu mehr reichte es nicht – weil das Kader nicht genügte, um das spielerisch gleich starke, physisch aber deutlich überlegene Langen­thal auszuschalten. Und selbst wenn dieser Schritt gelungen wäre: Gegen ein noch stärkeres Ambri hätten sich die St. Galler in der Ligaqualifikation mit grösster Wahrscheinlichkeit die Zähne ausgebissen.

Um auch diese beiden letzten Hürden auf dem Weg zurück in die NLA zu nehmen, braucht es mehr finanzielle Mittel, ein grösseres und stärkeres Kader. Dies ist mittlerweile auch der Lakers-Führung klar geworden. Im Januar entschied sie sich deshalb für eine Vorwärtsstrategie. Diese sieht eine Budgeterhöhung um2 Millionen Franken vor. Damit soll der Aufstieg in der kommenden Saison Tatsache werden. Klar, kaufen lässt sich Erfolg nicht, doch lassen sich die Chancen darauf markant erhöhen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 05.04.2017, 08:18 Uhr

Silvano Umberg, Redaktor Sport

Artikel zum Thema

K.-o.-Schlag 79 Sekunden vor Schluss

Eishockey In einer an Spannung und Dramatik kaum zu überbietenden Finalissima hatte Rapperswil-Jona am Dienstagabend knapp das Nachsehen. Pierrick Pivron sicherte Langenthal mit dem 5:4 in der zweitletzten Minute den zweiten NLB-Titel nach 2012. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Die Zürichsee Zeitung digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat. Jetzt abonnieren!