Eishockey

Diesmal soll es endlich klappen

Die GCK Lions wollen erstmals seit der Saison 2012/13 wieder ins Playoff einziehen. Helfen soll ein neuer schwedischer Stürmer.

Die elf Neuen der GCK Lions: (von links) Robin Meier, Victor Backman, Gianluca Burger, Nelson Chiquet, Robin Zumbühl, Willy Riedi, Jeffrey Meier, Justin Sigrist, Shane Mathew, Yannick Brüschweiler und Fabio Cohen.

Die elf Neuen der GCK Lions: (von links) Robin Meier, Victor Backman, Gianluca Burger, Nelson Chiquet, Robin Zumbühl, Willy Riedi, Jeffrey Meier, Justin Sigrist, Shane Mathew, Yannick Brüschweiler und Fabio Cohen. Bild: PD/Walo da Rin

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Wie letzte Saison besteht die Swiss League aus elf Mannschaften. Ergo müssen die GCK Lions mindestens drei hinter sich lassen, um es unter die Top 8 zu schaffen. Vorjahresfinalist Olten, Langenthal, Ajoie (beide Halbfinal), La Chaux-de-Fonds und Visp (beide Viertelfinal) sowie National-League-Absteiger Kloten dürften ausser Reichweite liegen. Kandidaten sind Winterthur, vergangene Saison Zehnter und damit Vorletzter, allenfalls Thurgau (Viertelfinal), das seine besten sechs Skorer verloren hat, und dann natürlich die beiden anderen Farmteams, sprich die Ticino Rockets (11.) und EVZ Academy (Viertelfinal).

Mit den Zugern hatten sich die Zürcher bis zuletzt um das letzte Playoff-Ticket gestritten. Am Schluss zogen sie um fünf Zähler den Kürzeren. Dies nicht zuletzt, da sie aus den Direktbegegnungen nur neun von 21 möglichen Punkten gewannen (gegen Ticino 15 von 21). Zwar gingen die Junglöwen ausser gegen Aufsteiger Rapperswil-Jona gegen jede Equipe zumindest einmal als Sieger vom Eis – was beweist, dass sie jederzeit für eine Überraschung gut sind –, ihr Saisonziel erreichen können sie letztlich aber nur, wenn sie gegen die direkten Konkurrenten am «Strich» gut abschneiden.

Weniger Aushilfsbedarf

Die Aussichten auf Erfolg scheinen diesmal jedoch besser als auch schon. Da die ZSC Lions fünf Ausländer verpflichtet haben, müssen sie nicht gleich auf die der GCK Lions zurückgreifen, falls einer ausfällt. Generell ist das Kader des «Z» diesmal gross, so dass nicht ständig Spieler aus dem Farmteam aushelfen müssen – was die Voraussetzung dafür ist, dass die GCK Lions ein Team formen können und nicht ständig auseinandergerissen werden.

Das Kader der GCK Lions ist bezüglich Quantität genau gleich gross wie vor Jahresfrist, sprich umfasst wiederum 25 Spieler. Wie gewohnt stiessen viele eigene Nachwuchskräfte hinzu; acht an der Zahl. Ein Schlüsseltransfer könnte Victor Backman sein, ein schwedischer Stürmer, welcher den Kanadier Pascal Pelletier ersetzt und nun zusammen mit dem bisherigen Ryan Hayes (USA) ein starkes und torgefährliches Duo bilden soll. Der 27-jährige Linksschütze spielte zuletzt bei Karlskoga in der zweithöchsten schwedischen Liga, stürmte aber auch schon für seinen Stammklub Frölunda in der obersten Spielklasse.

Nicht zuletzt, da es in der Swiss League auch in der neuen Saison keinen Absteiger gibt, hat bei den GCK Lions einmal mehr die Ausbildung- und Weiterentwicklung der Talente oberste Priorität. Dies schliesse aber nicht aus, auch sportliche Ziele zu setzen, sagt Trainer Leo Schumacher, der bis dato mit dem Einsatz seiner Spieler sehr zufrieden ist. «Die Mannschaft arbeitet gut und ist top motiviert», freut sich der 65-Jährige.

Meisterliches Trainerduo

Schumacher war auf die vergangen Saison aus dem Nachwuchs des EV Zug zu den GCK Lions gestossen, hatte ab Ende Dezember dann aber als Assistenzcoach von Interimstrainer Hans Kossmann bei den ZSC Lions ausgeholfen. Nach dem Saisonende der GCK Lions war dann auch noch Schumachers Assistent Michael Liniger nach oben berufen worden. Im Sommer kehrte das Duo als Schweizer Meister zum Farmteam zurück. Wie man Erfolg hat, weiss es also. Nun gilt es das Siegergen auch den Junglöwen einzuplanzen. Je schneller, desto besser, sind sie doch gleich zum Auftakt bei der EVZ Academy zu Gast. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 13.09.2018, 16:18 Uhr

Kader GCK Lions

Trainer: Leo Schumacher.
Assistenztrainer: Michael Liniger.
Tor (4): Daniel Guntern (Jahrgang 1995), Jeffrey Meier (98), Robin Zumbühl (98), Wolfgang Zürrer (96).
Verteidigung (8): Axel Andersson (98), Alexander Braun (96), Gianluca Burger (99), Xeno Büsser (95), Fabio Cohen (98), Marc Geiger (86), Bryan Peter (95), Patrick Sidler (85).
Sturm (13): Victor Backman (91/SWE), Fabian Berni (98), Yannick Brüschweiler (99), Nelson Chiquet (97), Dominik Hardmeier (97), Ryan Hayes (89/USA), Shane Mathew (98), Robin Meier (98), Rihards Puide (97/LAT), Willy Riedi (98), Justin Sigrist (99), Kaj Suter (98), Tim Ulmann (87).
Zuzüge (11): Backman (Karlskoga/SWE), Chiquet (Fribourg), Sigrist (Kanada), Brüschweiler, Burger, Cohen, Mathew, Jeffrey Meier, Robin Meier, Riedi, Zumbühl (alle Elite).
Abgänge (7): Tim Berni (ZSC Lions), Mark Lazarevs (Genf-Servette), Yannick Lerch (Brandis), Luca Luchsinger (Wetzikon), Pascal Pelletier (?), Marco Rossi (Ottawa 97’s/OHL), Gian-Andrea Thöny (Prättigau).

Höhepunkt im Cup

Davos zu Gast

Bereits am kommenden Dienstag steht für die GCK Lions ein Höhepunkt an. Im Cup-1/16-Final ist Rekordmeister Davos zu Gast auf der KEK in Küsnacht. Die Bündner standen im vergangenen Februar im Final, unterlagen dort aber sensationell den Rapperswil-Jona Lakers 2:7.

Bereits in der Saison 2016/17 waren die Junglöwen im Cup auf den HCD getroffen, damals im Achtelfinal. Vor knapp 1500 Zuschauern unterlagen die Zürcher damals 1:3, bis zur 47. Minute war es aber 1:1 gestanden.

Möglich geworden war dieses Duell, da die GCK Lions in der Runde davor mit Ambri-Piotta einen National-League-Vertreter zuhause 4:1 gebodigt hatten.

Im Cup sind also immer mal wieder Überraschungen möglich. Und eine solche wollen die Junglöwen auch diesmal schaffen und ihren Fans eine tolle Partie bieten. Es werden erneut über 1000 Zuschauer erwartet. Die Saisonkarten sind ungültig. Tickets können an der Abendkasse oder via www.gcklions.ch gebucht werden. (hpr)

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