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Stäfa siegt sensationell gegen Unterstrass

Den Stäfner 2. Liga-Handballern gelang mit dem Sieg gegen das favorisierte Unterstrass ein Coup.

Dem Stäfner Linus von Dach gelangen gegen den TV Unterstrass 7 Treffer.
Dem Stäfner Linus von Dach gelangen gegen den TV Unterstrass 7 Treffer.
pd

Am letzten Samstag reisten die 2. Liga-Herren von Handball Stäfa nach Zürich um gegen den TV Unterstrass anzutreten. Die Gastgeber aus der Kantonshauptstadt galten in diesem Duell als die haushohen Favoriten.

In der Tabelle sind die Untersträssler in der Spitzengruppe anzutreffen und hätten mit einem Sieg gegen die Stäfner den zweiten Platz erklettern können. Die junge schnelle Truppe wäre so auf einem Rang, welcher zum Aufstieg in die 1. Liga berechtigte. Eine Liga, mit der die Stadtzürcher seit Jahren liebäugeln.

Die Stäfner spielten eine durchzogene Hinrunde und mussten an diesem Tag auch noch auf ihre Rückraumschützen Claudio Meier und Simon Locher verzichten. Die Ausgangslage war also gar nicht rosig für die Seebuben.

Geld-schwarze Abwehrwand

Doch was die Zuschauer in der Halle Blumenfeld in Zürich dann zu Gesicht bekamen, entsprach so gar nicht dieser Ausgangslage. Die Gäste aus Stäfa verteidigten das eigene Tor wie die Löwen. Der Schnelligkeit der Untersträssler begegneten sie mit Härte und einem starken Verbund. Hinter der gelb-schwarzen Abwehrwand der Stäfner befand sich der junge Keeper Severin Dürr, welcher mit seinen Paraden massgeblich zum erfolgreichen Stäfner beitrug.

So brachte der TV Unterstrass kaum Tore aus dem Positionsangriff zu Stande und waren nur über Tempogegenstösse erfolgreich. Die Stäfner ihrerseits erarbeiteten sich kontinuierlich einen Vorsprung von bis zu vier Toren. Ausgangspunkt dabei bildete die starke Abwehr, welche in der ersten Hälfte nur zehn Tore zu liess.

Kurz vor dem Pausenpfiff fand das Heimteam dann doch noch zu seinem Spiel und schlossen bis zur Halbzeit auf 10:11 auf.

Von diesem kurzen Aufbäumen liessen sich die Stäfner aber nicht beirren. Thomas Gschwend schwor seine Jungs nochmals ein in der Pause und appellierte daran, weiterhin diszipliniert und konsequent zu decken, so könne man sich auch mal den ein oder anderen Fehlwurf erlauben.

Ein schönes Weihnachtsgeschenk

Die Worte des Stäfner Trainers fruchteten. Dank einer weiterhin bärenstarken Abwehr zogen die Stäfner nach der Pause dank einem 6:0-Lauf mit 10:17 davon. Erst nach elf Spielminuten der zweiten Hälfte musste sich der Stäfner Torwart Dürr das erste Mal bezwingen lassen. Dieser Effort war die Vorentscheidung. Zwar fingen sich die Stadtzürcher nochmals, bis auf mehr als drei Torte konnten sie jedoch nicht mehr verkürzen.

So feierten die Stäfner einen verdienten 23:18-Sieg und schlossen das Jahr 2019 versöhnlich ab. «Meine Jungs haben mir heute das schönste Weihnachtsgeschenk gemacht!» sagte ein strahlender Thomas Gschwend nach der Partie.

Somit ist das Jahr 2019 abgeschlossen für die Stäfner. Neben bitteren und unnötigen Niederlagen zeigten sie in einigen Partien, welches Potential in dieser Mannschaft steckt. Man darf gespannt sein, was man von dieser Equipe im neuen Jahr zu sehen bekommt.

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