Handball

Isländer und Japaner sei Dank

Die Lakers Stäfa taten sich mit der ungewohnten Anspielzeit und den hartnäckigen Yellow/Pfadi Espoirs schwer. Dank dem 29:28-Sieg nahmen sie aber doch beide Punkte aus Winterthur mit.

Stäfas Olafur Olafsson war von den Yellow/Pfadi Espoirs kaum zu bremsen und erzielte aus zwölf  Versuchen neun Tore zum 29:28-Auswärtssieg.

Stäfas Olafur Olafsson war von den Yellow/Pfadi Espoirs kaum zu bremsen und erzielte aus zwölf Versuchen neun Tore zum 29:28-Auswärtssieg. Bild: Madeleine Schoder

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Die «Wow»-Momente waren rar am frühen Sonntagnachmittag in der schmucken Neuhegi-Halle in Oberwinterthur. Die ersatzgeschwächten Gastgeber machten dem seltsam gehemmten Favoriten vom Zürichsee das Leben schwer. In der 19. Minute gelang Olafur Olafsson, der mit seinen Aussendurchbrüchen zu gefallen wusste, mittels Schlenzer zum 7:7 der erstmalige Ausgleich für die Stäfner. Erstmals in Front lagen die Lakers kurz vor der Pause, weil Nicola Brunner einen Penalty mittels Heber zum 11:10 verwandelte.

In der Deckung verrichteten die Seebuben ihre Arbeit anständig, erhielten von ihrem Goalie-Duo aber wenig Unterstützung. Und vorne agierten sie zu wenig zielstrebig, versuchten sich oft in 1:1-Situationen. Einen rabenschwarzen Tag zog Spielmacher Philipp Seitle ein. Schon früh verschoss er einen Penalty. Dann zeichnete der Deutsche doch noch für die ersten beiden Stäfner Treffer verantwortlich. Damit hatte er sein Pulver nach fünf Minuten aber schon verschossen. Beim 2:2 hatte Seitle in Überzahl ins leere Tor getroffen. Während der gleichen Strafe warf er den Ball noch zweimal daran vorbei. In diesem Stil ging es für den 33-Jährigen weiter, der letztlich zwei Tore, sechs Fehlwürfe und einen technischen Fehler in der Statistik aufwies.

Blasse U-21-Nationalspieler

Trainer Ferenc Panczel beliess seinen Spielmacher trotzdem mehrheitlich auf dem Feld. Über einen valablen Ersatz verfügte der Ungar nicht, weil er Junior Moritz Bächtiger nicht aufgeboten hatte. Patrick Ponca zerriss bei seinen Kurzeinsätzen ebenfalls keine Stricke. Kenya Hara prallte meist an der massierten Verteidigung der Winterthurer ab. Und die U-21-Nationalspieler Ramon Schlumpf und Francesco Ardielli blieben an den Flügeln blass. In die Bresche sprang der Japaner Takayuki Koyasu. Ihm gelang Mitte der zweiten Halbzeit just dann ein Doppelschlag zum 23:21, als Yellow/Pfadi in doppelter Überzahl einen 3-Tore-Rückstand wettgemacht hatte. Später stahl er nach einem Anspiel den Ball und traf zum 27:25. Seine Spielweise sei schon immer auf Ballgewinn ausgerichtet gewesen, sagte der 27-Jährige.

95 Sekunden vor Schluss traf Olafur Olafsson zum vermeintlich beruhigenden 29:26. Ein technischer Fehler und ein verzogener Wurf Seitles bescherten den Winterthurern aber noch die Ausgleichschance. Am rechten Flügel scheiterte Gérard Graf aber an Luca Frei. «Ein Punkt wäre verdient und der Lohn für den aufopferungsvollen Kampf meiner jungen Spieler gewesen. Hoffentlich fehlt uns der nicht Ende Saison», sagte Stevan Kurbalija, der Coach von Yellow/Pfadi. Die Winterthurer hätten das Spiel verschleppt, meinte Olafsson. «Damit hatten wir Mühe – ebenso mit der ungewohnten Anspielzeit.» (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 04.02.2019, 08:45 Uhr

Nationalliga B

Yellow/Pfadi - Lakers Stäfa 28:29 (14:14)

Neuhegi. 80 Zuschauer. – Tore: 2:0, 2:2, 4:2, 6:3, 6:5, 7:7 (19.), 9:7, 10:11 (27.), 14:14; 14:15, 15:17, 17:20, 21:21 (49.), 21:23, 25:25 (55.), 26:29, 28:29. – Strafen: 6×2 inkl. Disqualifikation Geissler (58.) gegen Yellow/Pfadi, 5×2 gegen Stäfa. – Yellow/Pfadi: Staub; Lutz (2), Wipf, Köller, Geissler (4), Graf (2), Esslinger (4), Blumer (10/4), Bühlmann, Wuffli (6). – Stäfa: Frei/Murbach; Ponca, Olafsson (9), Ardielli (1), Schlumpf, Vernier (2), Koyasu (4), Brunner (7/4), Schwander (1), Seitle (2), Maag (1), Zimmermann, Hara (2). – Bemerkungen: Stäfa ohne Felder, Barth (beide verletzt), Bächtiger (überzählig). Time-outs: Yellow/Pfadi (22./9:8, 45./18:21, 57./25:27); Stäfa (30./ 13:13). 4. Staub hält Penalty von Seitle (2:0). 18. Wuffli wirft Penalty an den Pfosten (7:6).

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