Handball

Lakers senden ein Lebenszeichen

Die Stäfner finden gegen die Kadetten Espoirs auf die Siegerstrasse zurück. Dank einer stabilen Defensive setzt sich der Tabellenzweite in Schaffhausen 28:23 durch.

Spielmacher Philipp Seitle steuert 10 Tore zum Auswärtssieg der Lakers Stäfa in Schaffhausen bei.

Spielmacher Philipp Seitle steuert 10 Tore zum Auswärtssieg der Lakers Stäfa in Schaffhausen bei. Bild: Archiv Michael Trost

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Nach zuletzt 75 Gegentreffern in zwei Partien vermochten die Stäfner ihre Abwehr am Rheinfall wieder zu stabilisieren. Trotz einzelner individueller Aussetzer kassierten die Lakers lediglich 23 Tore, so wenige wie noch nie in dieser Saison. Bis zur Pause waren es sogar bloss deren 10 gewesen. «Wir hatten uns die ganze Woche bloss um die Verteidigung gekümmert. Entsprechend erleichtert bin ich, dass es so gut geklappt hat», sagte der zum Chefcoach aufgerückte Thomas Schmidt.

Panczel gesperrt

Der Goalietrainer trug in der BBC-Arena die Hauptverantwortung, weil Ferenc Panczel gesperrt auf der Tribüne sass. Der Ungar hatte sich nach der 30:39-Niederlage vor zwei Wochen in Biel negativ über die Leistung der Schiedsrichter geäussert. Der SHV-Delegierte verfasste einen Rapport. Die Disziplinarkommission Leistungssport verfügte wegen Schiedsrichterbeleidigung eine Sperre von einem Spiel sowie eine Busse.

Es sei für ihn eine völlig neue Erfahrung gewesen, erklärte Schmidt. «Als Goalietrainer muss ich mich bloss auf die Torhüter und ihre Zusammenarbeit mit der Verteidigung konzentrieren. Jetzt musste ich die Augen überall haben. Ich war 60 Minuten am Rotieren, hatte kaum Zeit zum Analysieren.» Dabei hatte der 50-Jährige auf der Bank Support erhalten. Teammanager Daniel Persia, der zukünftige Goalietrainer, kümmerte sich um das Torhüterduo, der rekonvaleszente Defensivspezialist Louis Barth um die Verteidigung, und Spielmacher Philipp Seitle orchestrierte den Angriff. So gelang es Schmidt, den Überblick nicht zu verlieren. «Wichtig war, keine Energie für Unnötiges zu verschwenden – etwa Entscheide der Schiedsrichter», konstatierte der Interimscoach, dem die Erleichterung über den Sieg ins Gesicht geschrieben stand. Für die Stimmung im Team sei das Resultat Gold wert und auch ein Signal an die Gegner. Platz 2 dürfte den Seeclub kaum mehr zu nehmen sein. Um Endingen im Playoff-Final gefährlich werden zu können, müssen sich die Stäfner noch deutlich steigern.

Schwächen ausgebügelt

Kollektive Taucher wie zwischen der 11. und 20. Minute, als die jungen Schaffhauser aus einem 3:4-Rückstand eine 7:4-Vorsprung machten, liessen sich gegen Endingen kaum verkraften. Gegen das Ausbildungsteam des NLA-Leaders, das ohne Shooter auskommen musste – der Ex-Stäfner Nikola Cvijetic etwa half als Flügel im rechten Rückraum aus –, liessen sie sich dies korrigieren. Und auf das 17:17 fanden die Gäste Mitte der zweiten Halbzeit ebenfalls die passende Antwort. Innert 195 Sekunden setzten sie sich letztlich entscheidend um 4 Tore ab.

Erstellt: 25.02.2019, 09:26 Uhr

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Kadetten Espoirs - Lakers Stäfa 23:28 (10:12)

104 Zuschauer. - Torfolge: 3:4 (11.), 7:4 (20.), 7:7, 8:10, 10:12; 11:14, 12:15, 15:15, 17:17 (41.), 17:21 (44.), 19:22, 19:24, 22:26, 23:28. - Strafen: 2x2 gegen die Kadetten Espoirs, 6x2 gegen Stäfa. - Kadetten Espoirs: Dechow/Hottinger (31. bis 44.); Cvijetic (3), Ramic, Novak (1), Schopper (1), Rusert (2), Berg, Langenick (4), Markovic (3), Wanner (8/4), Bührer (1). - Stäfa: Frei/Murbach (ab 39.); Ponca, Olafsson (4), Ardielli (6), Schlumpf (1), Vernier (1), Koyasu 1, Brunner (2/1), Schwander (2), Seitle (10), Maag (1), Zimmermann, Hara. - Bemerkungen: Stäfa ohne Panczel (gesperrt), Bächtiger, Barth und Felder (alle verletzt). Time-outs: Kadetten Espoirs (23./7:7, 45./17:21, 53./19:23); Stäfa (20. /7:4, 51./19:22). 5. Frei hält Penalty von Bührer (0:1). 6. Seitle wirft Penalty darüber (0:1).

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