Handball

Im Zeichen des Abschieds

Den Lakers gelang nach einer verkorksten Saison eine versöhnliche Derniere auf dem Frohberg. Die Stäfner bezwangen Biel im letzten Heimspiel 32:29.

Michihito Yada kehrt nach Saisonende nach Japan zurück. Im letzten Heimspiel auf dem Frohberg schonte sich der linke Flügel nicht und steuerte zwei Treffer zum 32:29-Sieg über Biel bei.

Michihito Yada kehrt nach Saisonende nach Japan zurück. Im letzten Heimspiel auf dem Frohberg schonte sich der linke Flügel nicht und steuerte zwei Treffer zum 32:29-Sieg über Biel bei. Bild: David Baer

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Es war bezeichnend, dass Valentino Valentakovic zu der von VR-Präsident Thomas Etter vorgenommenen Verabschiedung in Zivil von der Tribüne humpelte. Der Kroate hatte sich im letzten Spiel einen Bruch im rechten Fuss zugezogen. Folglich mussten seine Teamkollegen ohne gelernten linken Aufbauer agieren. Kenya Hara löste die Aufgabe auf dieser Position gut und erzielte sogleich die ersten beiden Stäfner Treffer, welche die einzigen beiden Rückstände in der ganzen Partie sogleich wettmachten.

Ein Shooter ist der 24-jährige Japaner allerdings nicht. Ganze 20 Zentimeter und Kilogramm unterscheiden ihn von Valentakovic. Einfach Tore im Positionsspiel waren deshalb keine möglich. Dieses Manko machten die Stäfner mit Tempo und einer gewissen Schlitzohrigkeit wett. So lancierte Hara, der eine weitere Saison auf dem Frohberg bleibt, in der 22. Minute LandsmannMichihito Yada mit einem Flieger: 13:11.

Ohne Shooter und Kreisläufer

Weil sich Christian Vernier – eigentlich auch kein gelernter Kreisläufer – den Fuss übertrat, musste phasenweise Linkshänder Christoph Piske bei den durch Verletzungen dezimierten Lakers jene zentrale Positon besetzen. «Angesichts des einsatzfähigen Personals haben wir uns gut aus der Affäre gezogen», meinte Trainer Ferenc Panczel. Freude bereitete ihm am rechten Flügel Francesco Ardielli, aber auch Dominic Schwander und Moritz Bächtiger im Rückraum und Luca Frei im Tor.

«Die jungen Spieler haben sich positiv entwickelt und eine gute Einstellung an den Tag gelegt», sagte Panczel. Für nächste Saison brauche er aber schon noch einen oder besser zwei Werfer im Rückraum und einen Kreisläufer. Das Stäfner Rumpfteam metzgete sich gegen Biel aber so gut, dass es sich für die 22:30-Niederlage im Hinspiel revanchieren konnte.

«Die Deckung in der ersten Halbzeit war stark, liess nur 13 Gegentore zu», meinte Panczel. Eine Schwächephase um die 40. Minute ermöglichte Biel nochmals den Ausgleich. Mit einem Time-out brachte der Lakers-Trainer sein Team zurück in die Spur. Da nützten den Gästen selbst die 14 Tore von Kreisläufer Erik L’och, der lediglich einen Fehlversuch zu verzeichnen hatte, nichts. In der Schlussphase zeigte sich die junge Stäfner Garde erstaunlich abgebrüht und brachte die beiden Punkte ins Trockene. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 30.04.2018, 09:12 Uhr

Nationalliga B

Lakers Stäfa - Biel 32:29 (17:13)

Frohberg. 250 Zuschauer. SR Joss/Ouardani. – Torfolge: 1:2, 5:3, 10:5, 11:10, 17:13, 20:15, 20:19, 22:22, 26:24, 28:27, 32:29. – Strafen: je 3×2. – Stäfa: von Wyl/Frei (ab 20.); Bächtiger (1), Ardielli (5), Schlumpf (1), Vernier (1), Madsen (6/2), Schwander (2), Brunner (3/1), Piske (5), Yada (2), Zimmermann, Hara (5). – Biel: Heyder; Karl, Béguelin (2), Steiger (3), von der Weid, Trummer, S. Rüeger (3) Ottiger (2), L’och (14), Schläfli (4), Heiniger (1), Holdos, Schütz. – Bemerkungen: Stäfa ohne Maag, Felder, Valentakovic und Barth (alle verletzt). Time-outs: Stäfa (30./17:13, 42./22:22); Biel (15./10:5, 58./30:28) . 10. Von Wyl hält Penalty von S. Rüeger (5:3). 27. Heiniger verschiesst Penalty (16:12). Der scheidende VR-Präsident Thomas Etter verabschiedet vor dem Spiel von Wyl, Valentakovic, Piske, Madsen, Yada und Hüppi.

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